Rekordwachstum bei Eigentumswohnungen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2014 ein Rekordwachstum von 26 Prozent bei der Fertigstellung von Eigentumswohnungen. Damit wurden zum vierten Mal in Folge die Zahlen des Vorjahrs übertroffen.

Insgesamt wurden im letzten Jahr 55.954 neue Eigentumswohnungen errichtet. Das Segment wächst damit deutlich stärker als andere Wohneigentumsformen. Ihr Anteil an den insgesamt 101.021 fertiggestellten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (Gebäude mit drei und mehr Wohnungen) liegt bei über 55 Prozent. Bei Einfamilienhäusern (+ 3 %) und Zweifamilienhäusern (+ 12 %) fällt der Zuwachs an neuen Wohnungen geringer aus.

Insgesamt wurden 2014 245.325 Wohnungen fertiggestellt, rund 30.000 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent.

Trotz der stetig anhaltenden Wachstumszahlen werden jedoch noch immer zu wenige Wohnungen gebaut. Laut jüngst veröffentlichter BBSR-Wohnungsmarktprognose liegt der Neubaubedarf bei derzeit 272.000 Wohnungen pro Jahr. Das Institut prognostiziert in den kommenden 15 Jahren zugleich einen Flächenzuwachs von 16 Prozent für Eigentumswohnungen und erwartet einen Rückgang beim Bedarf an Mietwohnraum um fünf Prozent.

12,9 % mehr Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2013

Wie das Statistische Bundesamt heute bekannt gab, wurde im Jahr 2013 in Deutschland der Bau von rund 270 400 Wohnungen genehmigt. Das waren 12,9 Prozent oder knapp 30 900 Wohnungen mehr als im Jahr 2012. Damit setzte sich die im Jahr 2010 begonnene positive Entwicklung weiter fort (2010: + 5,5 %, 2011: + 21,7 % und 2012: + 4,8 %).

Von den im Jahr 2013 genehmigten Wohnungen waren knapp 235 500 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+ 11,5 % gegenüber 2012). Der Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 22,3 %) fiel dabei deutlich höher aus als der Anstieg von Genehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern (+ 13,3 %). Genehmigungen für den Bau von Einfamilienhäusern (+ 1,1 %) nahmen nur geringfügig zu.

2013 ging der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude gegenüber dem Jahr 2012 um 4,8 Prozent auf 199,1 Millionen Kubikmeter zurück. Diese Entwicklung ist auf den Rückgang von Genehmigungen für nichtöffentliche Bauherren um 6,7 Prozent auf 180,5 Millionen Kubikmeter zurückzuführen. Bei den öffentlichen Bauherren stieg der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude um 18,8 Prozent auf 18,6 Millionen Kubikmeter.