Umfrage: „Wie möchtest du in der Zukunft wohnen?“

Ernst & Young Real Estate fragt Studenten, Auszubildende und Schüler: „Wie möchtest du in der Zukunft wohnen?“ Bitte nimm dir wenige Minuten Zeit und teile uns mit, wie du dir deine Wohnung der Zukunft vorstellst.

Für jede Antwort spendet Ernst & Young Real Estate 50 Cent an die Stiftung Lesen. Hier ist EY bereits seit 2013 Mitglied im Stifterrat und engagiert sich seitdem auch an verschiedenen Events der Stiftung, um dem Thema Lesen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Hier geht es zur Umfrage.

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Megatrends bewegen die Immobilienmärkte

Über Megatrends in der Immobilienwirtschaft hatte ich mich Anfang des Jahres schon einmal mit Marion Peyinghaus und Regina Zeitner vom Competence Center Process Management Real Estate (CC PMRE) unterhalten. Jetzt hat auch die Deutsche Hypo dazu eine aktuelle Studie veröffentlicht – auch sie untersuchte die Auswirkungen der Megatrends aus die Immobilienmärkte in Deutschland. Beleuchtet wurden die Megatrends Demografische Entwicklung, Technischer Fortschritt und Wertewandel.

Ein Ergebnis der Deutschen Hypothekenbank ist, dass die strikte Trennung zwischen Arbeitswelt und Privatsphäre der Vergangenheit angehört.  Zudem wirkt sich auch die zunehmende gesellschaftliche Individualisierung deutlich aus: Einerseits werden Ein- und Zwei-Personen-Haushalte im Jahr 2030 einen Anteil von rund 80 Prozent ausmachen.

Andererseits rücken in der Arbeitswelt flache Hierarchien und Projektarbeit stärker in den Fokus und erfordern eine Modernisierung der Arbeitsprozesse und damit der Bürotypen. An die Seite klassischer Zellen- beziehungsweise Großraumbüros treten zukünftig auch andere Ausprägungen, wie zum Beispiel Business Clubs, die viele Arbeitsorte mit je nach Tätigkeit unterschiedlichen Eigenschaften bereithalten.

Trotz der demografischen Entwicklung wird mit weiterem Wachstum für die Büromärkte an den deutschen Top-Standorten gerechnet. Hintergrund sind die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Erhöhung des Flächenbedarfs je Bürobeschäftigten.

Die Entwicklung an peripheren Bürostandorten wird dagegen kritischer gesehen. Ähnlich ist es bei den Wohnungsmärkten: Auch hier sind die Aussichten vor allem für Metropolen und Großstädte positiv, da diese der zunehmend älteren Bevölkerung die beste Infrastruktur bieten.

Auch hinsichtlich der Ausstattung von Wohnungen und der Gestaltung von Einzelhandelsimmobilien sollten sich Investoren stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren, heißt es in der Studie.

Auf den Seiten der Deutschen Hypo steht die vollständige Studie zum Download bereit.

Studie: Nur wenige Unternehmen sind auf die technologische Entwicklung vorbereitet

Laut vorläufigen Ergebnissen einer IBM-Technologiestudie sind bisher weniger als zehn Prozent der Unternehmen auf die Ausbreitung von Cloud Computing, Analytics, mobile Endgeräte und Social Media wirklich vorbereitet. Für die Untersuchung wurden 750 globale Organisationen befragt.

Heraus kam dabei auch, dass 70 Prozent der Organisationen der Meinung sind, die IT-Infrastruktur spiele eine wichtige Rolle dabei, sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und Umsatz zu generieren.

Bedenken gegenüber Energieausweis

Laut dem aktuellen Marktmonitor Immobilien 2014 von Dr. Stephan Kippes, Professor für Immobilienmarketing und Maklerwesen an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, und dem Immobilienprotal immowelt.de stehen Immobilienspezialisten den Neuerungen in Bezug auf den Energieausweis sehr skeptisch gegenüber. Auch in seiner neuen Form halten ihn Makler nicht für transparent genug und glauben, dass er am Bedürfnis der Immobilieninteressenten vorbei geht.

So könnten Käufer mit dem im Energieausweis aufgeführten Verbrauchszahlen üblicherweise nur wenig anfangen. Und auch die Einführung der Energieeffizienzklassen vereinfache zwar die Einordnung der Zahlen, sage aber nichts über die Nebenkosten aus. Es habe sich des weiteren gezeigt, dass das Interesse am Thema Energieeffizienz nur beschränkt sei.

Der wichtigste Grund für die ablehnende Haltung der Makler gegenüber dem Energieausweis sei, dass er keine relevanten Informationen biete. Dieser Meinung sind 71 Prozent der Immobilienprofis. Tatsächliche Betriebskosten werden ihrer Meinung nach im Ausweis nicht genannt. Verglichen mit einer Auskunft des Vormieters zu dessen Nebenkostenabrechnung biete der Energieausweis keinen nennenswerten Mehrwert.

56 Prozent sind nach der Befragung außerdem der Meinung, dass für eine Miet- oder Kaufentscheidung andere Faktoren wichtiger seien als der Energiebedarf oder der Energieverbrauch. Die Tatsache, dass der Immobilieneigentümer zwischen zwei verschiedenen Ausweisen wählen darf, nämlich dem Bedarfs- und dem Verbrauchsausweis, bemängeln 51 Prozent der Makler.

Weniger häufig gaben die Befragten an, dass der Ausweis wichtige Aspekte wie die Nutzungsdauer der Immobilie oder die Nachhaltigkeit beim Bau nicht berücksichtigt (26 Prozent). 25 Prozent bemängeln die fehlenden rechtlichen Konsequenzen, sollte der tatsächliche Energieverbrauchswert über dem angegebenen Wert liegen.

Industrial-FM gewinnt an Bedeutung

Mit der zunehmenden Fremdvergabe von bisher noch intern erbrachten Dienstleistungen wird das Marktsegment Industrial Facility Management (FM) weiter an Bedeutung gewinnen. Hierbei erhöhen die FM-Nutzer vor allem die externen Ausgaben für Energiemanagement, Gebäudetechnik, Sicherheits- und Empfangsdienste. Das gilt sowohl für den deutschen als auch den österreichischen FM-Markt im industriellen Umfeld.

Die Trendstudie „Industrial FM“ des Marktforschundsunternehmens Lünendonk aus Kaufbeuren zeigt eine externe Vergabequote für Facility Services von zwei Drittel (64,6%) und für Industrieservices von 56 Prozent. In Deutschland sind externe Dienstleister deutlich stärker in die FM-Aktivitäten der Industrieunternehmen involviert als in Österreich. Gerade bei Industrieservices ist der Unterschied deutlich erkennbar.

Verteilung und Entwicklung des externen Budgets für Facility Services/ Quelle: Lünendonk® - 360-Grad-Studie Facility Management, Lünendonk GmbH, Kaufbeuren , April 2014

Verteilung und Entwicklung des externen Budgets für Facility Services/ Quelle: Lünendonk®
– 360-Grad-Studie Facility Management, Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, April 2014

Hohe Budgets für Gebäudetechnik und -reinigung
Der Löwenanteil der externen Budgets für Facility Services und Industriedienstleistungen fließt in die Instandhaltung der Gebäudetechnik. Zusammen mit der Gebäudereinigung werden hierfür laut der Trendstudie mehr als die Hälfte des externen Budgets verwendet.

Auf Platz drei folgen mit großem Abstand Sicherheitsdienstleistungen. Durchschnittlich unter zwei Prozent des vorhandenen Budgets werden für Property Management, Büroservice, Parkraumbewirtschaftung und FM-Beratung ausgegeben.

In welchen Bereichen die Unternehmen Handlungsbedarf sehen, lässt sich laut der Studie an der Budgetplanung ablesen. Höhere Budgets bedeuten zum einen die zusätzliche Auslagerung von Dienstleistungen sowie eine angestrebte Qualitätsverbesserung.

Ein Drittel der Unternehmen plant für das Thema Energiemanagement ein zusätzliches Budget ein. Weitere Posten mit Budgetzuwächsen sind die Sicherheits- und Empfangsdienste sowie die Instandhaltung der Gebäudetechnik. Künftige Einsparungen oder Insourcing-Tendenzen sind weder in Deutschland noch Österreich feststellbar.

Trotz der unterschiedlichen Branchenstrukturen im industriellen Umfeld lassen sich den Autoren zufolge folgende Trends herausarbeiten:

  •  Industrieunternehmen bevorzugen Dienstleister mit Niederlassungen in der Nähe der Auftraggeber.
  • Unternehmen mit einer hohen internen Dienstleistungsquote werden in den kommenden Jahren unter dem Druck des Wettbewerbs die Schritte der Konkurrenz nachholen und vermehrt Aufträge an externe Dienstleister vergeben.
  • Leistungen des technischen Gebäudemanagements und der Industrieservices werden zukünftig vermehrt ausgelagert.
  • Je größer ein Unternehmen ist und je mehr Standorte es aufweist, desto wichtiger sind Komplettdienstleister, die die speziellen Unternehmensbedürfnisse flexibel und kostengünstig bedienen können.

Das Whitepaper „Industrial FM“ kann kostenfrei im Web-Shop bei Lünendonk bezogen werden.

Stellenanzeigen für Informatiker und Ingenieure

Informatiker und  Ingenieure lesen Online-Stellenanzeigen nicht mehr linear von oben nach unten. Wie eine Eye-Tracking-Studie der Jobbörse Jobware in Kooperation mit USEYE zeigt, springen ihre Augen bei jedem Jobinserat kreuz und quer über den Text. Nur 34 Prozent von ihnen gelangen bis zum Ende, 66 Prozent nicht. Auf dieses Verhalten sollten sich Arbeitgeber bei der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einstellen.

Geisteswissenschaftler und Betriebswirte dagegen zeigen ein völlig anderes Leseverhalten. Sie lesen seriell. Von ihnen halten 60 Prozent bis zum Ende der Stellenanzeige durch, um dort das meist wenig aufmerksamkeitsstarke Element „Ansprechpartner“ zu fokussieren. Darüber hinaus lesen sie auch deutlich entspannter und widmen einzelnen Elementen deutlich mehr Zeit. Die Augen der Geisteswissenschaftler bleiben zum Beispiel im Durchschnitt 38,5 Prozent länger am Logo hängen als die der MINT‘ler.

Dr. Wolfgang Achilles, Geschäftsführer Jobware / Bild: Jobware

Dr. Wolfgang Achilles, Geschäftsführer Jobware / Bild: Jobware

„Wer sicherstellen will, dass Informatiker und Ingenieure die Inhalte einer Stellenanzeige richtig wahrnehmen, sollte Querlesen unterstützen und die wesentlichen Informationen deutlich hervorheben, zum Beispiel durch Zwischenüberschriften, Bulletpoints und zweispaltige Anzeigen“, so Dr. Wolfgang Achilles, Geschäftsführer Jobware. Querleser, die sehr selektiv kontraststarke Informationen ansteuern, schätzen kurze und knackige Texte. Wer hier auf lange Fließtexte ohne Hervorhebungen setzt, überlässt es dem Zufall, welche Informationen die Leser erreichen.

Die Eye-Tracking-Studie wurde im Rahmen einer bundesweiten Roadshow erhoben. 151 Männer und 79 Frauen haben dabei 150 Stellenanzeigen gelesen. Ihre Augenbewegungen und Aussagen wurden aufgezeichnet und analysiert.

Deutscher Hochbau zieht an

Der deutsche Hochbau soll dieses Jahr um 2,7 Prozent zunehmen. Damit setzt sich ein Trend aus dem vergangen Jahr fort. Schon 2013 hat sich das Marktvolumen gegenüber dem schwachen Vorjahr stabilisiert und wuchs um 0,4 Prozent auf 214,4 Milliarden Euro. Und auch 2015 und 2016 soll das Marktvolumen um 1,1 und 0,5 Prozent ansteigen. Dies sind Ergebnisse und Prognosen der Studie „Hochbau-Prognose 2014“ durch die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants.

Die Studie zeigt, dass es insbesondere der florierende Wohnungsbau ist, der dem deutschen Hochbau 2014 zu einem prognostizierten Wachstumsplus von 2,7 Prozent verhilft. Ausschlaggebend für diesen Trend seien neben der fortschreitenden Urbanisierung und den kontinuierlich steigenden Miet- und Kaufpreisen vor allem die guten Rahmenbedingungen: das günstiges Zinsniveau sowie hohe Arbeitsplatzsicherheit und stabile Einkommen.

Mit Blick auf den Wohnungsbau prognostiziert OC&C für das Jahr 2014 ein Plus von 2,8 Prozent. Auch für den Nichtwohnungsbau wird wieder Wachstum erwartet: 2,4 Prozent in 2014.

Damit kann die Baubranche insgesamt optimistisch sein: 2014 profitiert die Industrie noch von Bauvorhaben, die aufgrund des strengen Winters 2012/13 verschoben wurden. Dieser Effekt entfällt dann in 2015 und 2016, wo abflachendes Wachstum erwartet wird.

Die positive Entwicklung der kommenden Jahre wird vor allem durch das Neubaugeschäft gestützt. Die Studie rechnet zwischen 2013 und 2016 mit einem Wachstum des Neubauvolumens von durchschnittlich 2,5 Prozent. Das Renovierungsgeschäft ist dagegen deutlich gesättigter – entsprechend geringer fällt das prognostizierte jährliche Wachstum (bis 2016) mit 0,7 Prozent aus.

Bekanntheitsgrad von BIM wächst bei Architekten

Anders als vor zwei Jahren kennen mittlerweile wesentlich mehr Architekten Building information Modeling (BIM). Langsam, aber sicher wächst auch die Zahl der Nutzer.

Allerdings haben vor allem Großbritannien und die Niederlande Vorsprung bei BIM: Dort gibt es bereits einen großen Prozentsatz von Architekten, die schon eine gewisse Erfahrung mit BIM gesammelt haben. Ihre französischen, spanischen und italienischen Kollegen haben dagegen immer noch Nachholbedarf beim Allgemeinwissen über BIM.

Die deutschen Architekten befinden sich im Mittelfeld. Das sind ausgewählte Ergebnisse aus dem Q4 2013-Bericht des europäischen Architektenbarometers, einer vierteljährlichen Untersuchung unter 1600 Architekten in acht europäischen Ländern. Die europäischen Architekten sind der maßgebende Indikator für die Bautätigkeit.

Seit 2009 verfolgt Arch-Vision die Verwendung von und Vertrautheit mit BIM bei europäischen Architekten. Die Vorteile von BIM sind wohlbekannt – auf dieser Grundlage wäre eigentlich zu erwarten gewesen, dass sich die Verwendung von BIM rasch ausbreiten würde. Vor allem da Bauherren und Investoren immer auf der Suche nach Möglichkeiten sind Fehlerkosten zu minimieren, um schneller, besser und billiger zu bauen.

Der Umstieg auf BIM geht dennoch in den meisten westeuropäischen Ländern eher schleppend voran, in denen der europäische Architektenbarometer durchgeführt wird. Die jüngste Befragungswelle belegt, dass die meisten europäischen Architekten sich immer noch in einem sehr frühen Stadium der BIM-Aneignung befinden. Sie schließen damit gerade erst Bekanntschaft.

In Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien hat eine große Mehrheit der Architekten nach wie vor noch nie von BIM gehört. Obwohl es also schon einen deutlich besseren Stand hat als noch vor zwei Jahren, hat BIM dennoch einen langen Weg nach Europa vor sich.

Die große Ausnahme sind die niederländischen und britischen Architekten. In diesen Ländern hat sich die BIM-Nutzung binnen zwei Jahren (von 2011 bis 2013) signifikant erhöht (Großbritannien: um 20%, Niederlande: um 10%). Bereits 2011 wurde in beiden Ländern BIM-Pionierarbeit geleistet, und auch 2013 ist der Vorsprung zum übrigen Europa groß.

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In Großbritannien haben vor allem Regierungsmaßnahmen dazu geführt, dass BIM sehr viel bekannter geworden ist: Zu nennen ist vor allem die Bauinitiative „Governmental Construction Strategy 2011“, in der unter anderem angekündigt wurde, ab 2016 in Renovierungsprojekten eine Kooperation der Projektbeteiligten mittels 3-D-BIM verbindlich vorzuschreiben. Architekturbüros, die in öffentlichen Bauprojekten wettbewerbsfähig bleiben wollen, haben deshalb begonnen mit BIM zu arbeiten. Im Jahr 2013 bestätigten sechs Prozent der britischen Architekten, dass sie in sämtlichen Projekten auf BIM zurückgreifen, 17 Prozent setzen BIM mehr und mehr in ihren Projekten ein.

In den Niederlanden hat das Nationale Amt für Bauwesen ebenfalls BIM als Standard eingeführt, der in erster Instanz in sogenannten DBFMO-Projekten verlangt wird (DBFMO steht für: Design, Build, Finance, Maintain and Operate („Entwerfen, bauen, finanzieren, instand halten und betreiben“), also für eine Art der Vergabe, die das niederländische Amt für Bauwesen vor allem in Infrastruktur- und Immobilienprojekten anwendet. Anders als bei herkömmlichen Vergabeformen werden in einem DBFMO-Projekt verschiedene Teile aus dem gesamten Bauprozess und dem Lebenszyklus des Gebäudes auf einmal auf den Markt geworfen. Häufig schließen sich mehrere Parteien als Auftragnehmer zusammen, typischerweise etwa ein Bauunternehmen, ein Instandhaltungsservice und ein Facility Management-Unternehmen).

Da die Regierungen dieser Länder die Vorteile von BIM propagieren und auch in öffentlichen Projekten fordern, wird sich dort die Umstellung auf BIM beschleunigen. Das hohe Einsparpotenzial bei Entwurf, Bau und Nutzung des Gebäudes wird sich auch bei Investoren und Bauherren schnell herum sprechen. Laut 24 Prozent der niederländischen Architekten kommen bereits Anfragen der Investoren und Kunden für Projekte vor, die mit BIM durchgeführt werden sollen. Dasselbe können 14 Prozent der Architekten in Großbritannien bestätigen.

Hintergrund der Studie
Diese und viele weitere Ergebnisse und Trends zu den europäischen Baumärkten findet man im europäischen Architektenbarometer, einer internationalen Untersuchung, die unter 1 600 Architekten in Europa erhoben wird. Die Studie wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Polen viermal im Jahr von Arch-Vision durchgeführt.

Neben Indikatoren für die Vorhersage des europäischen Bauvolumens wird jedes Quartal ein Thema in den Mittelpunkt gestellt. In Q4 2013 lautete das Thema „Building Information Modeling (BIM)“. Architekten können nicht nur als verlässliche Quelle für Informationen zur künftigen Baukonjunktur verwendet werden, sondern ihre Rolle ist überhaupt zentral, da sie großen Einfluss darauf haben, wie Projekte gebaut und welche Materialien verwendet werden.

Studie: Bauherren verlangen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Häuslebauer legen Wert auf eine verbesserte Energieeffizienz, die Verwendung ökologischer Baustoffe sowie die soziale Verantwortung des Bauträgers gegenüber Mitarbeitern und Kunden. Das ist zumindest das Ergebnis der aktuellen Forsa-Umfrage „DFH Trendbarometer Nachhaltigkeit 2014“ im Auftrag der Deutsche Fertighaus Holding AG.

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Demnach ist nahezu allen Befragten (96 Prozent) eine hohe Energieeffizienz ihres Hauses „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Eine vergleichsweise höhere Bedeutung schreiben die Bauherren außerdem dem Umweltschutz durch die Verwendung ökologischer Baustoffe zu (85 Prozent). Gestiegen ist auch das Bewusstsein für die soziale Verantwortung des Bauträgers gegenüber Mitarbeitern und Kunden: In der Vorbefragung 2012 war dies für 87 Prozent der Befragten ein wichtiger Aspekt beim Hausbau, 2014 achten bereits 92 Prozent auf dieses Nachhaltigkeitskriterium. „Die Entwicklung zeigt, dass den Deutschen nachhaltig gebaute Eigenheime immer wichtiger werden“, sagt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG.

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Interessierte können sich die vollständige Studie „DFH Trendbarometer Nachhaltigkeit 2014“ hier herunterladen. 

Fotos: DFH Deutsche Fertighaus Holding AG

Studie: Kommunikation am Bau 2014

Die Möglichkeit des direkten Kundenkontakts und bestehende Beziehungen zu festigen, sind die Hauptgründe für Baumaterialhersteller, die bereits fest in den Kommunikationsalltag verankerten soziale Netzwerken weiter auszubauen. Jeder vierte Hersteller will sein Engagement laut einer Untersuchung von BauInfoConsult auf Facebook, YouTube, Xing und Konsorten im laufenden Jahr intensivieren.

Im November und Dezember 2013 haben sich insgesamt 103 Hersteller von Installationsprodukten, Bauelementen, Produkten Formen für den Rohbau und Ausbau, Werkzeugen und Zubehör, Bauchemie usw. an der jüngsten Online-Befragung von BauInfoConsult beteiligt. Das Kommunikationsbudget der befragten Hersteller für 2014 wird demnach von kostspieligen Standardmaßnahmen wie Broschüren, Messeauftritten und Werbeanzeigen dominiert.

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Diese Maßnahmen mögen das Fundament einer erfolgreichen Firmenkommunikation sein. Sie allein genügen aber nicht, um dem eigenen Unternehmen eine nachhaltige Präsenz in den Köpfen der Kunden zu sichern. BauInfoConsult wollte deshalb von den befragten Herstellern wissen, welchen Kommunikationsmaßnahmen sie im Jahr 2014 mehr Aufmerksamkeit schenken werden als im Vorjahr.

Verstärkt ins Visier nehmen wollen die Hersteller im Jahr 2014 Direkt-Marketing-Maßnahmen (zu 40 Prozent) – also z. B. Kampagnen, die die Kunden animieren sollen, mit der Firma in Dialog zu treten. Eine fast ebenso hohe Priorität haben das klassische Beziehungsmarketing (also der Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen) und die Auffindbarkeit im Internet („Suchmaschinenmarketing“).

Daneben gehören für jeden vierten Befragten zu den guten Kommunikations-Vorsätzen für 2014 auch eine verstärkte Konzentration auf PR-Maßnahmen nach außen, die Verbesserung der unternehmensinternen Kommunikation und die Organisation von Messeauftritten und Firmenveranstaltungen.

Soziale Netzwerke und Apps: vom Hype zum Alltag

Das Social-Network-Phänomen verändert die Gesellschaft und damit die Marketingkommunikation, doch in der von Profikunden geprägten Baubranche sind Facebook und Konsorten bislang nicht wirklich gelandet. Das liegt zum einen daran, dass der übertriebene Hype und die überzogenen Erwartungen inzwischen verflogen sind. Doch für die befragten Hersteller gehören sie trotzdem längst zum Kommunikationsalltag und sind wichtige Instrumente unter vielen.

Die sozialen Medien wie Facebook, Xing oder YouTube sollen 2014 für jeden Vierten eine verstärkte Rolle spielen, die Entwicklung und Pflege von eigenen Smartphone-Apps für jeden Fünften. Vernachlässigt werden beide Kommunikationsmittel von den Befragten jedenfalls keineswegs: Das zeigen die Antworten der Hersteller auf die Frage, welche Kommunikationsmaßnahmen für sie im Jahr 2014 weniger wichtig sein werden als zuvor.

Nur wenige wollen den „moderneren“ Instrumenten wie Social Media oder Apps eher weniger Bedeutung einräumen als im Vorjahr. Abstriche in der Kommunikation werden 2014 eher bei „alten Marketing-Hüten“ wie Werbegeschenken, Sponsoring oder Broschüren gemacht.

Vor diesem Hintergrund darf man gespannt sein, was der im April erscheinende Kommunikationsmonitor 2014 von BauInfoConsult noch zeigen wird. Die Marktstudie wird sich nach Angaben des Unternehmens ganz dem Thema Kommunikations- und Informationsverhalten von Architekten, Bauunternehmern und SHK-Installateuren widmen. Auf der Basis von über 540 Interviews sollen dabei u. a. behandelt werden:

  • Nutzung von Informationsquellen: wie oft z. B. Online-, Printmedien, persönliche Kontakte genutzt werden
  • Bewertung von Informationsquellen: welche dieser Quellen und welche Informationen wirklich wichtig sind
  • Fachzeitschriften: gelesene Zeitschriften, interessante Inhalte
  • Außendienstmitarbeiter: warum und wie oft der Kontakt erwünscht ist
  • Messen: welche Messen besucht werden und mit welchen Erwartungen
  • Newsletter: was drin stehen sollte und wie oft sie verschickt werden sollen
  • Recherchen im Internet: was auf welchen Seiten gesucht wird
  • Bedürfnisse für die eigene Internetseite: womit Hersteller sie unterstützen können
  • Anforderungen an Internetseiten von Herstellern: was auf keinen Fall fehlen sollte
  • Social Media: Häufigkeit und Art der beruflichen Nutzung von Netzwerken wie Facebook
  • Apps: welche Arten von Anwendungen in der Praxis am meisten bringen
  • Ausblick auf Kommunikationsstrategien von Herstellern aus der Branche

Grafik: BauInfoConsult