3 Masterstudiengänge für Architekten an der HS Bochum

Die Hochschule Bochum bietet Architekten drei Masterprogramme mit unterschiedlichen Schwerpunkten an.

Der einjährige Masterstudiengang AMM Architektur Media Management bietet angehenden Architekten unter der Leitung von Prof. Jan R. Krause professionelle Methoden zur Profilbildung und Positionierung des eigenen Architekturbüros. Darüber hinaus ermöglicht er eine Spezialisierung auf Kommunikationsstrategien, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Visualisierung. Die AMM Absolventen sind später als Pressesprecher oder Redakteure, in Marketing oder Werbung, als selbstständige Mediendienstleister oder Freie Architekten tätig.

Der Masterstudiengang MAE Architektur Projektentwicklung ist ein einjähriger Studiengang, der das Initiieren architektonischer Projekte ermöglicht. Der Schwerpunkt des von Prof. Xaver Egger geleiteten Studiums liegt in der Erarbeitung baukulturell, inhaltlich, ästhetisch und ökonomisch nachhaltiger Lösungen durch Architekten als Gegenpol zum rein wirtschaftlich ausgerichteten Berufsfeld des Projektentwicklers.

Der Masterstudiengang Städtebau NRW wird gemeinsam von den Fachhochschulen Bochum, Dortmund, Köln und der Universität Siegen durchgeführt. Er dauert zwei Jahre und ermöglicht den Zugang zum Berufsfeld „Städtebau und Stadtplanung“. Der Schwerpunkt des Masterprogramms von Prof. Andreas Fritzen liegt in der Erarbeitung zukunftsfähiger Lösungen für die Weiterentwicklung der Städte und Gemeinden in unserem hochindustrialisierten und dicht besiedelten Land.

Die Masterstudiengänge der Hochschule Bochum sind akkreditiert. Sie befähigen zur Promotion und zu einer Laufbahn im höheren öffentlichen Dienst. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2014.

Am 5. Mai 2014, ab 14 Uhr, stellt die Hochschule Bochum die drei Masterstudiengänge übrigens auf einem Master-Info-Tag vor. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Fachbereichs Architektur der Hochschule Bochum.

Mehr Geld für die Städtebauförderung

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett den 2. Regierungsentwurf zum Haushalt 2014 beschlossen. Dabei wurde der Etat des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Vergleich zu 2013 mehr als verdoppelt, er liegt demnach bei 3,647 Milliarden Euro – was auch den gewachsenen Aufgabenbereich in Folge des neuen Ressortzuschnitts widerspiegelt.

Zentraler Schwerpunkt des Entwurfs sind zusätzliche Investitionen in den Städtebau. Städte und Kommunen sollen nach Aussage von Bundesministerin Barbara Hendricks in ihrer Entwicklung unterstützt werden. Die Aufstockung der Städtebauförderung sei daher ein starkes Signal für dringend benötigte Investitionen. Das Geld werde in Städte und Gemeinden aller Größenordnungen fließen, in Metropolen genauso wie in kleinere Gemeinden im ländlichen Raum, sagte Hendricks.

Vorgesehen ist eine Aufstockung des Gesamtprogrammvolumens der Bundesmittel für die Städtebauförderung von 455 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 700 Millionen Euro.

Die Mittel verteilen sich auf die einzelnen Programme wie folgt:
Das Programm

  • „Soziale Stadt“ erhält 150 Millionen Euro (2013: 40 Mio. Euro),
  • „Stadtumbau Ost“ 110 Millionen Euro (2013: 84 Mio. Euro),
  • „Stadtumbau West“   110 Millionen Euro (2013: 83 Mio. Euro),
  • „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“  125 Millionen Euro (2013: 97 Mio. Euro),
  • „Städtebaulicher Denkmalschutz Ost“ 80 Millionen Euro (2013: 64 Mio. Euro),
  • „Städtebaulicher Denkmalschutz West“ 45 Millionen Euro (2013: 32 Mio. Euro) und
  • „Kleinere Städte und Gemeinden“ 80 Millionen Euro statt der 55 Millionen Euro im Jahr 2013.

Zusammen mit der Kofinanzierung durch Länder und Kommunen stünden damit öffentliche Mittel in Höhe von rund 2 Milliarden Euro für die städtebauliche Erneuerung zur Verfügung.

Neben der deutlichen Aufstockung der Mittel für das Städtebauförderprogramm Soziale Stadt könnten benachteiligte Viertel auch auf Fördermittel für Arbeitsmarktprojekte für Jugendliche und Langzeitarbeitslose bauen, heißt es. So sei die nationale Kofinanzierung des neuen ESF-Bundesprogramms „Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)“ im Regierungsentwurf in Höhe von rund 64 Millionen Euro gesichert.

Das BMUB plant darüber hinaus etwa acht Millionen Euro in Maßnahmen zur Naturschutzbegleitforschung im Hinblick auf den Ausbau erneuerbarer Energien zu stecken. Hierzu gehöre unter anderem auch ein neues Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende, das bei Interessenskonflikten zwischen dem Ausbau der erneuerbaren Energien und dem Naturschutz beraten soll.