Masterstudiengang „Baurecht im Lebensszyklus von Bauwerken“

Gemeinsam mit der BWI Bau GmbH – Institut für Bauwirtschaft hat die FH Münster den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Baurecht im Lebenszyklus von Bauwerken“ entwickelt. Die wissenschaftliche Leitung übernimmt die Hochschule, die Lehre erfolgt durch beide Partner.

Schon zum kommenden Sommersemester geht der Studiengang an den Start. Er richtet sich an Bauingenieure, Architekten, Fachingenieure, Wirtschaftswissenschaftler sowie Juristen. Nach bestandener Masterprüfung verleiht die Hochschule den „Master of Laws“.

„Normen, Ordnungen, Verträge – rechtliche Fragen rund ums Bauen werden immer komplizierter“, sagt Prof. Dr. Richard Dellen von der Fachhochschule Münster. Es gebe zwar genug gesetzliche Vorgaben und Richtlinien, aber jedes Bauobjekt sei ein Unikat, jede Abweichung von der Regel habe Konsequenzen.

Daher sollen in dem Studiengang die spezifischen rechtliche Besonderheiten wie das Planungsrecht, die Projektentwicklung, die Problematik des Nachtragsmanagements und die Nachhaltigkeit hinsichtlich dem Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken vermittelt werden.

Die Studienzeit ist auf vier Semester ausgerichtet, die Studienkosten belaufen sich für jedes Semester auf 3.000 Euro.

 

Königsklasse Quartiersentwicklung

Ein Gastbeitrag von Thorsten Wiehe, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Goldwert Gruppe.

Thorsten Wiehe

Thorsten Wiehe

Quartiersentwicklung ist seit einigen Jahren wieder en vogue. Nach der Wiedervereinigung hatte es eine Phase gegeben, in der ganze Stadtteile auf dem Reißbrett entwickelt und auf der grünen Wiese umgesetzt wurden. Die Quartiere von heute sind typischerweise in der Innenstadt gelegen. In erster Linie sind es Konversionsprojekte: Meist sind es ehemalige Bahnareale, aufgegebene Militär- oder Industrieflächen.

Quartiersentwicklung auf der grünen Wiese ist weniger anspruchsvoll als die Quartiersentwicklung in den Innenstädten. Bei Letzterem schauen die Behörden noch genauer hin und verlangen eine Reihe von Gutachten  – zum Beispiel zum Schallschutzkonzept.

Die Rolle des Projektentwicklers

Eine besondere Rolle kommt dabei dem Projektentwickler zu. Grundsätzlich ist ein Projektentwickler in erster Linie ein Problemlöser. Probleme tauchen bei jeder Projektentwicklung auf. Bei innerstädtisch gelegenen Quartieren betragen die Probleme ein Vielfaches von denen, die bei einer einfachen Projektentwicklung anfallen.

Die Komplexität erhöht sich auch dadurch, dass in Quartieren meist ein Mix aus verschiedenen Nutzungsarten entsteht. Der Projektentwickler muss mit den unterschiedlichen Themen Wohnen, Büro, Einzelhandel und Hotel umgehen können. Daher kann die Entwicklung von innerstädtischen Quartieren durchaus als die Königsklasse der Projektentwicklung bezeichnet werden.

Gelungene Quartiere bestechen durch Nachhaltigkeit

Ein gelungenes Quartier ist ein zusammenhängendes Gebiet mit funktionaler, baulicher und sozialer Vielfalt sowie qualitätsvollen öffentlichen Räumen. Der Ansatz der Nutzungsmischung findet sich darin. Im Idealfall wird auch die Idee der „Stadt der kurzen Wege“ realisiert: Das Quartier ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, dies folgt allerdings meist bereits aus der oben angesprochenen zentralen oder zentrumsnahen Lage innerhalb des Stadtgefüges. Das Quartier selbst hat ein gewisses Volumen, das ihm – gepaart mit seiner städtebaulich-architektonischen Qualität – eine herausragende Stellung für sein Umfeld verleiht.

Anspruchsvoll ist auch das Einbinden des Quartiers in sein Umfeld. Zwar ist das Quartier eine zusammenhängende, in sich stimmige Einheit, es sollte aber auch die Gefüge und städtebaulichen Zusammenhänge seines Umfelds berücksichtigen. Das setzt voraus, dass dem Quartier ein einheitliches, übergreifendes städtebauliches Konzept zugrunde liegt. Oft erstreckt sich das Quartier dabei über mehrere Grundstücke, und es umfasst mehrere Gebäude.

Quartiersentwicklung ist die Königsklasse

Dabei ist es egal, ob ein Quartier als Neubau neu geschaffen oder bestehende Strukturen zu einem Quartier weiterentwickelt werden. Beide Fälle – die Neuentwicklung und das übergreifende Redevelopment mit Quartiers-Ansatz – sind städtebauliche Aufgaben, die in ihrer Komplexität kaum zu überbieten sind.

Die aktuellen Quartiersentwicklungen sind aus den genannten Gründen sehr viel anspruchsvoller als in der Vergangenheit. Projektentwicklung ist die Königsdisziplin der Immobilienwirtschaft und innerhalb der Projektentwicklung ist wiederum die Quartiersentwicklung die Königsklasse.

Kongress „Building in Progress – Integrale Prozesse am Bau“

Am 24. und 25. Juni 2014 findet in der Residenz Würzburg der Kongress „Building in Progress – Integrale Prozesse am Bau“ statt. Er richtet sich an Experten, Praktiker und interessierte Fachleute aus den Bereichen Projektentwicklung, Planen, Bauen und Betreiben.

Ziel der Veranstaltung ist es, sich gemeinsam mit den Anforderungen der zukünftigen Planung über den gesamten Lebenszyklus hinweg auseinanderzusetzen und sich dieser Herausforderung zu stellen. Die Möglichkeiten und Vorteile dazu sollen diskutiert werden und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Laut der Organisatoren steht der Begriff Integrale Planung für einen ganzheitlichen Ansatz zur Planung von Gebäuden. Durch die frühzeitige Einbindung aller an der Planung beteiligten Fachdisziplinen in der konzeptionellen Phase und deren gleichzeitige Mitwirkung und Abstimmung der jeweiligen Anforderungen werde die optimale Gestaltung des Lebenszyklus des Gebäudes angestrebt.

Die frühe Einbindung ermögliche eine gemeinschaftliche Definition des Planungsziels, wodurch sich der Planungs- und Entwicklungsprozess wesentlich verkürze, die Anzahl der Planänderungen verringere und somit die Kosten reduziert und die Qualität gesteigert werden könnten.

Der Kongress ist eine gemeinschaftliche Veranstaltung der drei Fachmedien DBZ Deutsche BauZeitschrift, tab Das Fachmedium der TGA-Branche und FM Facility Management.

An den beiden Tagen sprechen unter anderem:

  • Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek
  • Prof. Alexander Rudolphi, Geschäftsführer Rudolphi + Rudolphi GmbH, Präsident DGNB (angefr.)
  • Prof. Dr. M. Norbert Fisch, Institut für Gebäude- und Solartechnik, TU Braunschweig
  • Prof. Dipl.-Ing. M. Sc. Econ. Manfred Hegger, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen, TU Darmstadt
  • Prof. Andreas Fuchs, Leiter FAT LAB | Forschung Architektur Technik
  • Dr.-Ing. Gerd Maurer, ATP Architekten und Ingenieure
  • Thomas Häusser, Geschäftsführer Drees + Sommer, Stuttgart
  • Alfred Schelenz, Leitung Architektur Capricorn Development

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung erhalten Sie hier.

ECE ist “Property Management Company of the Year 2014”

Die ECE hat bei den Verleihungen der Central & Eastern European Real Estate Quality Awards (CEEQA) letzte Woche in Warschau für ihre Leistungen auf dem Feld des Property-Managements in Mittel- und Osteuropa den Award zur „Property Management Company of the Year 2014“ gewonnen.

Der Hamburger Projektentwickler überzeugte die Jury und setzte sich in dieser Kategorie gegen neun für die Endauswahl nominierte Mitbewerber durch. In den Hauptkategorien Grand Awards, Building Awards, Company Awards, Agent Awards und Real Green Awards wurden insgesamt 26 Preise verliehen.

Die Verleihung der CEEQA-Awards wird jährlich vom CEE Insight Forum in Zusammenarbeit mit der Financial Times organisiert. Mit den Trophäen werden seit elf Jahren herausragende Leistungen der Immobilienbranche gewürdigt. Sie gelten als eine der wichtigsten Auszeichnungen für gewerbliche Immobilieninvestitionen und -entwicklungen in Europa.

Die CEEQA-Auszeichnungen vergibt eine Jury aus Vertretern marktführender Unternehmen, die in drei oder mehr nationalen Märkten Europas tätig sind. Die Jury-Plätze werden jedes Jahr unter Entwicklern, Investoren, Kreditgebern, Beratern und Dienstleistern im Rotationsverfahren getauscht. Ständige Sitze haben die Unternehmen CBRE, Colliers International, Cushman & Wakefield, DTZ, Jones Lang LaSalle und Knight Frank.

Neues Masterprogramm „Projektentwicklung und Immobilienmanagement“ an der HCU

Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) plant zum Wintersemester 2015/2016 einen Masterstudiengang „Projektentwicklung und Immobilienmanagement“. Dies gab die HCU heute bekannt.

Für die Federführung beim Aufbau des neuen Studiengangs wurde Professorin Dr. Annette Kämpf-Dern gewonnen. Kämpf-Dern hatte bereits mehrere Führungspositionen in der Projektentwicklung, im Immobilienmanagement und der strategischen Unternehmensberatung inne. Zuletzt war sie im Fachgebiet Immobilienwirtschaft & Bau-Betriebswirtschaftslehre der TU Darmstadt als Bereichsleiterin Immobilienmanagement & Projektentwicklung tätig.

Jetzt ist geplant, dass sie in den nächsten zwölf Monaten gemeinsam mit ihren Kollegen und unter Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Immobilienwirtschaft das Curriculum und die Rahmenordnungen des Studienprogramms entwickelt.

Professorin Dr. Annette Kämpf-Dern / Bild: HCU

Professorin Dr. Annette Kämpf-Dern / Bild: HCU

Walter Pelka, Präsident der HCU sagte, die Entwicklung des Masterstudiengangs schließe eine schmerzhafte Lücke des Studien- und Forschungsportfolios der HCU mit ihrem Fokus auf Baukunst und Metropolenentwicklung. Allerdings sei eine Finanzierung aus den Wirtschaftsplanmitteln der HCU derzeit nicht darstellbar, daher müsse der Studiengang nach Ablauf der Anschubfinanzierung privat finanziert werden. Pelka erwartet aber aufgrund des großen Interesses eine enge Kooperation mit der Immobilienwirtschaft der Region und darüber hinaus.