Master „Planung nachhaltiger Gebäude“

Bereits zu dem derzeit laufenden Sommersemester startete an der Beuth Hochschule für Technik Berlin der interdisziplinäre Master-Studiengang „Planung nachhaltiger Gebäude„.

In ihm können Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Facility Management, Gebäude- und Energietechnik sowie Landschaftsarchitektur sowohl ihr gebäudebezogenes Fachwissen vertiefen als auch das gemeinsame Planen nachhaltiger Gebäude erlernen.

Nicht nur beim Bauen von Neubauten, sondern auch bei zu sanierenden Bestandsgebäuden sind heute im Sinne des Klimaschutzes besondere ganzheitliche Herausforderungen zu beachten. Das klassische Planen reicht dabei oft nicht mehr aus. Moderne, umweltverträgliche Gebäude weisen einen hohen Komplexitätsgrad auf. Die Planung solcher Gebäude erfordert laut der Hochschule fachübergreifendes Wissen und die frühzeitige Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren.

Die Beuth Hochschule setzt daher auf ein folgendes Lernkonzept: Praktiziert wird ein Projektstudium mit interdisziplinärer Teamarbeit als Lehr- und Lernmethode. Kooperationen mit Unternehmen der Baubranche sichern darüber hinaus den aktuellen Kontakt zur Praxis.

So sollen Absolventinnen und Absolventen zu Experten für nachhaltiges Bauen werden, die qualifiziert sind, zukunftsfähige Gebäude zu planen und zu betreiben. Die ebenfalls praxisnahen Lehrinhalte wurden gemeinsam mit Experten aus der Wirtschaft entwickelt und gezielt durch ökologische Themen und Fragestellungen erweitert.

Das Studium dauert vier Semester und führt zum Master of Science. Studiengebühren werden keine erhoben.

Drees & Sommer steigert Konzernumsatz um 18,6 Prozent

Der Konzernumsatz von Drees & Sommer 2013 liegt mit 204,7 Millionen Euro um 18,6 Prozent über dem Vorjahresniveau (172,5 Millionen Euro) und das operative Ergebnis konnte um 2,7 Millionen Euro oder 14,7 Prozent auf 21 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr 18,3 Millionen Euro).

Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender des Stuttgarter Unternehmens, sagte: „Die weiter verstärkte Fokussierung auf wichtige Branchen, in denen wir spezifische Kompetenzen aufweisen können, hat sich ebenso ausbezahlt wie die konsequente Vernetzung von Prozessberatung und Fachplanung mit Projektmanagement und Facility Management Consulting. So wird die Leistung General Construction Management – ergänzt um Lean Management und Logistikplanung – ebenso zunehmend nachgefragt wie Bauberatung und Planung aus dem Engineering-Bereich.“

Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender von Drees & Sommer / Quelle: Dreso

Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender von Drees & Sommer / Quelle: Dreso

Das an 37 Standorten aktive Unternehmen konnte den prozentualen Umsatzanteil der 21internationalen Standorte auf 27 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent) erhöhen. Vor allem in der Schweiz sowie in Russland und den GUS haben sich die Geschäfte positiv entwickelt – mit 27,9 Prozent (Schweiz) beziehungsweise 29,7 Prozent (Russland, GUS) verzeichnen diese Standorte den Löwenanteil am internationalen Umsatz.

Damit einher gingen allerdings auch erhebliche Investitionen in den weiteren Ausbau der internationalen Standorte. So haben Neueinstellungen, eine Intensivierung der Weiterbildung vor Ort, der Ausbau des Qualitätsmanagements und eine verstärkte Qualitätssicherung das Auslandsergebnis vorübergehend belastet.

Wie das Unternehmen berichtet, wurden 2013 über 270 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt – trotz der stärker spürbaren Folgen des demografischen Wandels. Darunter gehören 230 der Ingenieursdisziplin an, 30 Betriebswirte und 10 Berater aus anderen Branchen. Im laufenden Jahr 2014 plant Drees & Sommer erneut über weitere 200 qualifizierte Fachkräfte einzustellen.

Nach wie vor seien die Alleinstellungsmerkmale von Drees & Sommer die innovative Kompetenz, der hohe Qualitätsstandard und die absolute Zuverlässigkeit, mit der das Unternehmen im Sinne des „blue way“ Ökonomie und Ökologie zum Nutzen seiner Kunden nachhaltig verbinde, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie vorgelagerte Beratungsprozesse in den Branchen Automotive, Healthcare, Life Sciences und Retail würden auch 2014 einen wesentlichen Erfolgstreiber darstellen. Der Bedarf an einer zeit-, kosten- und bedarfsgerechten Beratung und Baubegleitung werde auch in der Immobilienwirtschaft weiter zunehmen.

Man plane vor diesem Hintergrund unter anderem auch die Leistung des General Construction Management weiter auszubauen. Bereits heute beschäftige das Unternehmen 50 TGA-Planer, die die Planung selbst in die Hand nehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt werde Building Information Modeling (BIM) sein: Bauvorhaben – insbesondere Großprojekte – würden immer komplexer: Dies erfordere auch neue Arbeitsmethoden, damit Bauvorhaben termingerecht und im Kostenrahmen fertiggestellt werden könnten. Bauen mit BIM nach dem Prinzip „Build it twice“ bedeutee, ein Gebäude zunächst digital durchzuplanen. Die Risiken ließen sich so auf ein Minimum reduzieren. Kombiniert mit Methoden wie Lean Management in der Abwicklung sowie Supply Chain Management bei der Anlieferungs- und Baustellenlogistik könne BIM die Qualität des Bauens in Zukunft erhöhen.

Schließlich stelle noch die wachsende Rohstoffknappheit eine Herausforderung für Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt dar – davon betroffen sei auch die Immobilienbranche. Ein intelligenter Umgang mit Rohstoffen auch bei Immobilien sei daher nicht nur ökologisch unabdingbar, sondern habe auch Auswirkungen auf das Renditepotenzial.

Eine Lösung hier entgegenzuwirken biete das Cradle-to-Cradle-(Von der Wiege zur Wiege)-Prinzip: Die Idee dahinter ist, verwendete Ressourcen immer wieder in gleicher Güte neu einzusetzen.

Deutscher Hochbau zieht an

Der deutsche Hochbau soll dieses Jahr um 2,7 Prozent zunehmen. Damit setzt sich ein Trend aus dem vergangen Jahr fort. Schon 2013 hat sich das Marktvolumen gegenüber dem schwachen Vorjahr stabilisiert und wuchs um 0,4 Prozent auf 214,4 Milliarden Euro. Und auch 2015 und 2016 soll das Marktvolumen um 1,1 und 0,5 Prozent ansteigen. Dies sind Ergebnisse und Prognosen der Studie „Hochbau-Prognose 2014“ durch die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants.

Die Studie zeigt, dass es insbesondere der florierende Wohnungsbau ist, der dem deutschen Hochbau 2014 zu einem prognostizierten Wachstumsplus von 2,7 Prozent verhilft. Ausschlaggebend für diesen Trend seien neben der fortschreitenden Urbanisierung und den kontinuierlich steigenden Miet- und Kaufpreisen vor allem die guten Rahmenbedingungen: das günstiges Zinsniveau sowie hohe Arbeitsplatzsicherheit und stabile Einkommen.

Mit Blick auf den Wohnungsbau prognostiziert OC&C für das Jahr 2014 ein Plus von 2,8 Prozent. Auch für den Nichtwohnungsbau wird wieder Wachstum erwartet: 2,4 Prozent in 2014.

Damit kann die Baubranche insgesamt optimistisch sein: 2014 profitiert die Industrie noch von Bauvorhaben, die aufgrund des strengen Winters 2012/13 verschoben wurden. Dieser Effekt entfällt dann in 2015 und 2016, wo abflachendes Wachstum erwartet wird.

Die positive Entwicklung der kommenden Jahre wird vor allem durch das Neubaugeschäft gestützt. Die Studie rechnet zwischen 2013 und 2016 mit einem Wachstum des Neubauvolumens von durchschnittlich 2,5 Prozent. Das Renovierungsgeschäft ist dagegen deutlich gesättigter – entsprechend geringer fällt das prognostizierte jährliche Wachstum (bis 2016) mit 0,7 Prozent aus.