Master „Green Building Engineering“ in Köln

Zum Wintersemester 2015/16 bietet das Institut für Technische Gebäudeausrüstung der Fachhochschule Köln erstmals den dreisemestrigen Masterstudiengang „Green Building Engineering“ an.

Studierende lernen in diesem Angebot mit dem Schwerpunkt „Nachhaltiges Bauen“, wie sie ein Gebäude sowohl nachhaltig planen und errichten, als auch anschließend ressourcenschonend betreiben.

„Green Building‘ bezieht sich auf nachhaltige Gebäude, die sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte berücksichtigen und dabei den Nutzeranforderungen, wie etwa an Komfort und Gesundheit, gerecht werden“, erklärt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Michaela Lambertz. Engineering bedeute, dass der Fokus des Studiengangs auf den gebäudetechnischen Aufgabenstellungen und Lösungen liege. Dieses Thema sei ein sehr aussichtsreiches Betätigungsfeld für angehende Ingenieurinnen und Ingenieure.

Das Institut setzt bei dem neuen Masterstudiengang auf projektbezogenes, interdisziplinäres und ganzheitliches Lernen. Schwerpunkte des Studiengangs sind unter anderem Bauen und Optimieren im Bestand, Energiedesign und Systemengineering, integrales Planen und Bauprojektmanagement, Zertifizierungen, Gebäudebetriebsmanagement, Monitoring oder Smart Building.

Die Studierenden erlernen etwa, wie sich integrierte Gebäudesysteme während des Betriebs verhalten und welche Bedarfe bei den Nutzern bestehen. Zu den Studieninhalten gehören auch verschiedene Simulationsmethoden und deren Ergebnisinterpretation sowie die Optimierung bestehender technischer Anlagen.

Zugangsvoraussetzung für den Studiengang ist ein anerkannter erster Hochschulabschluss in einem Studiengang in Energie- und Gebäudetechnik oder in einem vergleichbaren Studiengang wie Architektur oder Bauingenieurwesen mit einer Gesamtnote 2,3 oder besser. Ist diese Voraussetzung nicht vollständig erfüllt, so werden Studierende nur unter der Auflage zugelassen, dass sie fehlende Vorkenntnisse durch die erfolgreiche Teilnahme an bestimmten Lehrveranstaltungen aus den Bachelorstudiengängen nachholen.

Insgesamt stehen für den Studiengang 15 Studienplätze zur Verfügung.

Master „Planung nachhaltiger Gebäude“

Bereits zu dem derzeit laufenden Sommersemester startete an der Beuth Hochschule für Technik Berlin der interdisziplinäre Master-Studiengang „Planung nachhaltiger Gebäude„.

In ihm können Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Facility Management, Gebäude- und Energietechnik sowie Landschaftsarchitektur sowohl ihr gebäudebezogenes Fachwissen vertiefen als auch das gemeinsame Planen nachhaltiger Gebäude erlernen.

Nicht nur beim Bauen von Neubauten, sondern auch bei zu sanierenden Bestandsgebäuden sind heute im Sinne des Klimaschutzes besondere ganzheitliche Herausforderungen zu beachten. Das klassische Planen reicht dabei oft nicht mehr aus. Moderne, umweltverträgliche Gebäude weisen einen hohen Komplexitätsgrad auf. Die Planung solcher Gebäude erfordert laut der Hochschule fachübergreifendes Wissen und die frühzeitige Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren.

Die Beuth Hochschule setzt daher auf ein folgendes Lernkonzept: Praktiziert wird ein Projektstudium mit interdisziplinärer Teamarbeit als Lehr- und Lernmethode. Kooperationen mit Unternehmen der Baubranche sichern darüber hinaus den aktuellen Kontakt zur Praxis.

So sollen Absolventinnen und Absolventen zu Experten für nachhaltiges Bauen werden, die qualifiziert sind, zukunftsfähige Gebäude zu planen und zu betreiben. Die ebenfalls praxisnahen Lehrinhalte wurden gemeinsam mit Experten aus der Wirtschaft entwickelt und gezielt durch ökologische Themen und Fragestellungen erweitert.

Das Studium dauert vier Semester und führt zum Master of Science. Studiengebühren werden keine erhoben.

VDI-Expertenforum zu Gefährdungsbeurteilungen im Gebäudebetrieb

Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik stellt am 18. November in Düsseldorf auf einem Expertenforum die Richtlinienreihe VDI 3810 vor. Diese zeigt, wie das Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und Gebäudetechnik richtig funktioniert.

Inhaltlich geht es darum, wie Risiken in der Technik im Betrieb von Gebäuden zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen sind. Die Richtlinienreihe VDI 3810 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und Gebäudetechnik“ des VDI-Fachbereichs Facility-Management befasst sich mit den Anforderungen der Gebäudetechnik und stellt den Jetztstand des Wissens der jeweiligen Fachkreise dar.

Das VDI-Expertenforum „Gefährdungsbeurteilung“ gibt unter anderem Antworten auf Fragen wie: Was ist der Unterschied zwischen einer Gefahr und einer Gefährdung? Was bedeutet es, wenn die Beweislast für den Geschädigten erleichtert oder zum Nachteil des Betreibers umgekehrt wird? Wie definiert sich der Jetztstand des Wissens bezüglich der Pflichten zur Einhaltung der gebotenen Sorgfalt?

Zudem befasst sich das Expertenforum mit den auf Gewerke bezogenen Themen Hygiene – speziell Raumlufttechnik und Trinkwasser -, Energie und Nachhaltigkeit, Monitoring, Aufzugstechnik sowie Blitzschutz und Überspannung aus Sicht der Betreiberverantwortung. Die Teilnehmer werden mit den dazugehörigen Gefährdungsanalysen vertraut gemacht und dadurch befähigt, ein breites Spektrum der Risiken abzudecken, die beim Betreiben von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen zu berücksichtigen sind.

Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind auf der www.vdi.de/betreiberverantwortung verfügbar.

Österreichs Sustainability Awards 2014

Unter den diesjährigen Sustainability Awards-Gewinnern in Österreich sind auch einige Projekte zu Themen dieser Plattform zu finden, die wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen. Der Sustainability Award wird seit 2008 vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft verliehen. Prämiert werden nachhaltige Initiativen, die ökonomische, ökologische und soziale Ausgewogenheit anstreben. Verliehen wurde die Preise am 14. Mai 2014.

Im interdisziplinären Doktoratskolleg „URBEM“ (Urbanes Energie- und Mobilitätssystem) forscht die TU Wien mit Unterstützung durch die Wiener Stadtwerke an Ideen für Mobilitäts- und  Energieversorgung für die zukunftstaugliche Großstadt. Das Spektrum der Forschungsfragen reicht von Mobilität über die Versorgung mit Fernwärme, Strom und Gas (Speicherung, Einspeisung und Verteilung im Netz) bis zu ökonomischen Fragen.

Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck erhielt den Award 2014 für einen Energieeffizienzleitfaden im Handlungsfeld Verwaltung und Management. Zusammen mit Partnern hat sich die Universität das Ziel gesetzt, den Energieverbrauch und damit auch Kosten zu senken. Dazu wurden sämtliche Gebäude der Uni hinsichtlich ihrer Energieverbräuche analysiert und darauf aufbauend geeignete Maßnahmen zur Reduktion gesucht. Erste Erfolge kann das noch laufende Projekt bereits vermelden.

Der Studiengang „Facility Management & Immobilienwirtschaft“ der FH Kufstein Tirol erhielt den Preis für die strukturelle Verankerung des Themas Nachhaltigkeit in seiner „Sustainable Urban Development – Facility Management & Real Estate Management WinterSchool“. Im Rahmen der „WinterSchool“ entwickeln Studierende in internationalen Teams Gebäude und Stadtteile aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht.

Dritte Plätze erhielten zudem zwei weitere Projekte der TU Wien. Mit energiebewusster Stadt- und Raumentwicklung beschäftigt sich das Forschungsprojekt ENUR aus dem Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung. Das Projekt ist seit Ende 2013 abgeschlossen. Erforscht wurde die Raum- und Siedlungsentwicklung in österreichischen Städten im Kontext nachhaltiger Energieversorgung und -planung. Dabei ging es um städtischen Energiebedarf, Energiekonsumverhalten, Energiekonzepte, Energieprojekte, Energieszenarien und Planungsinstrumente.

In der Kategorie „Verwaltung und Management“ wurde zudem ein derzeit am Getreidemarkt in Sanierung stehendes Plus-Energie-Bürogebäude ausgezeichnet. Von der Belüftung und Heizung bis zu den im Gebäude verwendeten Geräten, vom Luftzug in den inneren Gebäudeschächten bis zur Kommunikationstechnologie – alle Aspekte des Hauses wurden sorgfältig überdacht, neu geplant und aufeinander abgestimmt. An dem Projekt ist auch die Organisationseinheit „Gebäude und Technik“ der TU Wien und der Architekt Gerhard Kratochwil maßgeblich beteiligt.

Lünendonk®-Liste 2014: Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland

Nach dem Geschäftsjahr 2012 – dem bisher schwächsten seit Erstausgabe der Lünendonk®-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ vor zehn Jahren – zeigen sich die Dienstleister im Jahr 2013 erholt.

Die 25 nach Inlandsumsatz führenden Facility-Service-Unternehmen (FS) legten im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 5,3 Prozent innerhalb Deutschlands zu. Zwar blieben sie damit unter der Anfang 2013 abgegebenen Prognose von 5,8 Prozent, übertrafen aber die Umsatzentwicklung aus dem Jahr 2012 deutlich (4,3%).

Verantwortlich für die positive Entwicklung sind höhere externe FS-Budgets und eine Zunahme an Outsourcing-Entwicklungen. Das Geschäft der Übernahmen und Fusionen nahm hingegen im Vergleich zu 2012 ab. Wachstum erhofft sich eine Vielzahl an Dienstleistern im Ausland sowie mit den Themen Energiemanagement und Nachhaltigkeit. Das sind Ergebnisse der Lünendonk®-Liste 2014 „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“, die das Marktforschungs­unternehmen Lünendonk aus Kaufbeuren in Frankfurt präsentierte.

So stiegen die Inlandsumsätze der 25 führenden FS-Anbieter im Geschäftsjahr 2013 auf 9,8 Milliarden Euro – das bisher höchste von Lünendonk gemessene Umsatzvolumen (2012: 9,3 Mrd. Euro). Rund 250 000 Mitarbeiter trugen 2013 zu diesem Ergebnis bei.

Auch die Gesamtumsätze (einschließlich der Auslandsumsätze) der führenden 25 Anbieter erreichten im Jahr 2013 Rekordhöhen: Über 12 Milliarden Euro betrug der kumulierte Umsatz. Davon entfielen mehr als zwei Drittel (8,4 Mrd. Euro) auf die Top 10.

Jahr 2013 stand im Zeichen der internen Konsolidierung
Nachdem sich im Jahr 2012 der Anteil des anorganischen Wachstums bei den 25 führenden FS-Anbietern auf rund 25 Prozent erhöht hatte, ging dieser im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 21 Prozent zurück. Nach vielen Übernahmen und Fusionen in den zurückliegenden Jahren setzte nun eine Konsolidierung ein. Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk, geht jedoch davon aus, dass in den kommenden Jahren Übernahmen und Fusionen wieder zunehmen werden.

Insgesamt sind in der Studie, die im Juli veröffentlicht wird, insgesamt 65 Facility-Service-Unternehmen einbezogen. Die aktuelle Lünendonk®-Liste der 25 nach Inlandsumsatz führenden Unternehmen steht seit 26. Mai 2014 kostenfrei auf der Lünendonk-Internetseite zum Download bereit.

Bilfinger Facility Services führt erneut die Lünendonk®-Liste an. Das Frankfurter Unternehmen ist immer noch der einzige FS-Dienstleister mit mehr als einer Milliarde Euro Inlandsumsatz (1,187 Mrd. €) und legte um 4,9 Prozent zu. Der Inlandsumsatz der Strabag Property and Facility Services bleibt stabil gegenüber dem Vorjahr. Mit 871 Millionen Euro nimmt das FS-Unternehmen die Position zwei ein.

Wisag Facility Service Holding festigt durch ein Umsatzwachstum von 13,6 Prozent auf 819 Millionen Euro Rang drei. Hierin ist neben organischem Wachstum die komplette Konsolidierung der Schubert Unternehmensgruppe berücksichtigt. Dussmann Service wächst ebenfalls überdurchschnittlich und liegt mit geschätzten 785 Millionen auf dem vierten Rang.

Neu auf Platz fünf rangiert die Spie GmbH aus Essen. Die ehemalige Facility-Management-Einheit der Hochtief Solutions AG steigerte in 2013 den Inlandsumsatz um 9,8 Prozent auf 650 Millionen Euro. Die Compass Group verlor hingegen und rangiert mit 645 Millionen Euro auf Position sechs, gefolgt von Sodexo mit 490 Millionen Euro – bereinigt um die Umsätze mit Service-Gesellschaften und Organschaften. Cofely wuchs in 2013 überdurchschnittlich (+8,7%) und liegt mit 463 Millionen Euro auf Platz acht.

Die Position neun nimmt mit 435,4 Millionen Euro der FS-Anbieter Piepenbrock ein. Das Osnabrücker Unternehmen legte im Jahr 2013 um 7,8 Prozent zu; dabei sind die Umsätze bereinigt um die Instandhaltungs-Leistungen, die in einem separaten Ranking geführt werden. Gegenbauer schließt mit 429,8 Millionen Euro Inlandsumsatz die Top 10 ab. Die Berliner legten im Jahr 2013 um 2,9 Prozent zu.

Vinci musste hingegen einen Umsatzrückgang von -3,7 Prozent hinnehmen und rutscht mit 415 Millionen Euro auf den elften Platz. Klüh nimmt die 400-Millionen-Euro-Hürde und belegt mit einem Wachstum von 4,3 Prozent Rang zwölf (403,1 Mio. €). Der Essener FS-Anbieter Kötter wächst leicht um 0,8 Prozent und folgt mit 383 Millionen Euro auf dem 13. Platz.

Der Inlandsumsatz der ISS Gruppe nähert sich wieder der 300 Millionen-Euro-Grenze. Das Düsseldorfer Unternehmen belegt mit 266 Millionen Euro Rang 14, gefolgt von Götz (205 Mio. €) und Johnson Controls (165 Mio. €). Nah beieinander liegen Caverion (ehemals YIT mit 163,6 Mio. €) und RGM (163,4 Mio. €) auf den Positionen 17 und 18. Sauter FM belegt Rang 19, Dorfner rutscht durch stagnierenden Umsatz auf Rang 20 ab.

Clemens Kleine (132 Mio. €), Lattemann & Geiger (115,94 Mio. €, exklusive anteilige Umsätze mit Servicegesellschaften und Organschaften) sowie Dr. Sasse (110 Mio. €) belegen die Positionen 21 bis 23 – gefolgt von Hectas Facility Service, das um fast 20 Millionen Euro zulegte (108,4 Mio. €). Neu in der Lünendonk®-Liste 2014 ist mit einem Inlandsumsatz von 89,1 Millionen Euro gepe Gebäudedienste Peterhoff. Das Unternehmen aus Düren konnte um 8,5 Prozent zulegen. Dadurch rutschte die b.i.g.-Gruppe, Karlsruhe, aus dem Ranking.

Auslandsgeschäft im Fokus
Im Geschäftsjahr 2014 plant eine Vielzahl der Top-25-Unternehmen einen Ausbau der internationalen Aktivitäten. „Überdurchschnittliches Wachstum aus eigener Kraft ist im Inland künftig nur bedingt möglich“, so Hossenfelder. „Zudem erwarten immer mehr Kunden länderübergreifende Services. Dadurch ändert sich der Fokus, so dass die Prognose der Top 25 für das Inlandswachstum 2014 bei nur 3,9 Prozent liegt.“

Unternehmen
Umsatz in Deutschland in Mio. €
Gesamtumsatz in Mio. €
Mitarbeiter in Deutschland
2013
2012
2013
2012
2013
2012
1
1.187,0
1.132,0
1.733,0
1.643,0
11.840
11.500
2
871,0
872,0
955,0
960,0
9.300
9.400
3
819,0
721,1
819,0
721,1
30.256
25.853
4
785,0
703,0
1.447,0
1.341,0
23.350
22.880
5
Spie GmbH, Essen *) 3)
650,0
592,0
730,0
700,0
4.300
4.100
6
645,0
667,0
645,0
667,0
16.000
16.500
7
490,0
478,5
670,0
701,2
9.296
9.087
8
463,0
426,0
479,0
446,0
1.905
1.767
9
435,4
404,0
441,4
409,4
25.337
25.911
10
429,8
417,9
442,8
430,0
15.020
14.958
11
415,0
431,0
479,0
500,0
1.575
1.800
12
403,1
386,3
658,5
650,8
16.836
17.157
13
383,0
380,0
383,0
380,0
15.500
15.300
14
266,0
249,0
266,0
249,0
9.936
10.864
15
205,0
205,0
252,0
250,0
13.100
13.750
16
165,0
155,0
165,0
155,0
760
750
17
163,6
146,5
163,6
146,5
872
1.200
18
RGM Holding GmbH, Dortmund
163,4
159,6
170,9
167,7
1.385
1.350
19
156,9
134,3
156,9
134,3
952
876
20
Dorfner Gruppe, Nürnberg 13)
155,0
155,0
226,0
225,0
9.650
9.650
21
132,0
129,0
132,0
129,0
10.000
10.000
22
115,9
114,1
178,0
173,0
6.787
6.700
23
Dr. Sasse AG, München 15)
110,0
108,0
138,0
135,0
4.000
3.900
24
108,4
89,7
190,5
177,1
6.716
5.876
25
89,1
82,1
100,7
95,2
5.594
5.251

Die Rangfolge der Übersicht basiert auf kontrollierten Selbstauskünften der Unternehmen und Schätzungen der Lünendonk GmbH über in Deutschland bzw. von Deutschland aus bilanzierte/erwirtschaftete Umsätze.
COPYRIGHT: Lünendonk GmbH, Kaufbeuren 2014 – Stand 26.05.2014 (Keine Gewähr auf Firmenangaben)

1) Umsatzzuwachs u.a. bedingt durch Vollkonsolidierung der Schubert Holding AG & Co. KG im
Jahr 2013. Auslandsumsatz seit 2013 durch Schwestergesellschaft erbracht.
2) Exklusive Kursana und Kulturkaufhaus. Gesamtumsatz Dussmann Gruppe 2013: 1.843 Mio. €.
3) Vormals Hochtief Solutions AG.
4) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 670,0 Mio. €.
5) Inklusive Umsätze der Cofely Deutschland GmbH und Cofely Refrigeration GmbH.
6) Umsätze mit Industrieservices werden in der separaten Industrieservice-Liste 2014 ausgewiesen.
7) Umsatzrückgang u.a. aufgrund von rückläufigem PPP-Geschäft.
8) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 473,0 Mio. €.
9) Inklusive Umsätze der ISS HWS GmbH & Co. KG, ISS Personalservice GmbH, ISS
Schädlingsbekämpfung und Hygiene GmbH und Klaus Harren GmbH.
10) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 220,0 Mio. €.
11) JC IFM Industrie GmbH & JC Industrial Services GmbH.
12) Vormals YIT, nur Umsätze mit Facility Services in Deutschland.
13) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 213,0 Mio. €.
14) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften (at Equity): 174,7 Mio. €.
15) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 111,0 Mio. €.
16) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 100,7 Mio. €.
*) Umsatz und/oder Mitarbeiterzahlen teilweise geschätzt

pit – cup GmbH von Initaitive Mittelstand ausgezeichnet

Die Initiative Mittelstand zeichnete die pit – cup GmbH aus Heidelberg, ein Anbieter von Bau- Immobiliensoftware, in der Kategorie Branchensoftware mit dem Prädikat „BEST OF 2014“ aus.

Insgesamt hatten sich 2014 über 5 000 Unternehmen in 42 Kategorien um die Auszeichnung beworben. Die  prämierten Innovationen reichen von ausschlaggebenden Verbesserungen in der Unternehmenskommunikation, über Innovationen auf Basis vorhandener IT-Ressourcen und herausragenden App-Anwendungen bis zu notwendigen Entwicklungen zur Schonung beziehungsweise dem gezielten Einsatz von vorhandenen Ressourcen zur Kostenreduzierung und zum Schutz unserer Umwelt.

Die Begründung der Jury für die Verleihung des Prädikats an die pit – cup GmbH lautet unter anderem: „Mit den pit-Produktlinien werden die relevanten Prozesse entlang des Lebenszyklus von Immobilien und Liegenschaften – von der Planung, über  die  Realisierung bis hin zum Betrieb und der Umnutzung unterstützt. Im Ergebnis erhalten die Anwender eine durchgängige Dokumentation der relevanten Daten, was zu Transparenz, Kosteneinsparung und erhöhter Qualität führt. Nicht zuletzt ermöglicht es pit-FM Unternehmen der verschiedenen Branchen und der öffentlichen Verwaltung, ihre Sekundärprozesse so in Griff zu bekommen, dass sie den gesetzlichen Vorschriften, ihren Zielen von Nachhaltigkeit und den Notwendigkeiten von Energie- beziehungsweise CO2-Reduzierungen besser entsprechen können.“

Bedenken gegenüber Energieausweis

Laut dem aktuellen Marktmonitor Immobilien 2014 von Dr. Stephan Kippes, Professor für Immobilienmarketing und Maklerwesen an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, und dem Immobilienprotal immowelt.de stehen Immobilienspezialisten den Neuerungen in Bezug auf den Energieausweis sehr skeptisch gegenüber. Auch in seiner neuen Form halten ihn Makler nicht für transparent genug und glauben, dass er am Bedürfnis der Immobilieninteressenten vorbei geht.

So könnten Käufer mit dem im Energieausweis aufgeführten Verbrauchszahlen üblicherweise nur wenig anfangen. Und auch die Einführung der Energieeffizienzklassen vereinfache zwar die Einordnung der Zahlen, sage aber nichts über die Nebenkosten aus. Es habe sich des weiteren gezeigt, dass das Interesse am Thema Energieeffizienz nur beschränkt sei.

Der wichtigste Grund für die ablehnende Haltung der Makler gegenüber dem Energieausweis sei, dass er keine relevanten Informationen biete. Dieser Meinung sind 71 Prozent der Immobilienprofis. Tatsächliche Betriebskosten werden ihrer Meinung nach im Ausweis nicht genannt. Verglichen mit einer Auskunft des Vormieters zu dessen Nebenkostenabrechnung biete der Energieausweis keinen nennenswerten Mehrwert.

56 Prozent sind nach der Befragung außerdem der Meinung, dass für eine Miet- oder Kaufentscheidung andere Faktoren wichtiger seien als der Energiebedarf oder der Energieverbrauch. Die Tatsache, dass der Immobilieneigentümer zwischen zwei verschiedenen Ausweisen wählen darf, nämlich dem Bedarfs- und dem Verbrauchsausweis, bemängeln 51 Prozent der Makler.

Weniger häufig gaben die Befragten an, dass der Ausweis wichtige Aspekte wie die Nutzungsdauer der Immobilie oder die Nachhaltigkeit beim Bau nicht berücksichtigt (26 Prozent). 25 Prozent bemängeln die fehlenden rechtlichen Konsequenzen, sollte der tatsächliche Energieverbrauchswert über dem angegebenen Wert liegen.

Neue Themenforen auf der Consense

Unsere Kolleginnen und Kollegen von GreenIMMO regten in einem Facebook-Kommentar an, noch einmal explizit auf die Rahmen der Consense neu organisierten Themenforen aufmerksam zu machen. Diese Anregung greifen wir gerne auf:

Auf der vom 1. bis 2. Juli stattfindenden Internationalen Fachmesse und Kongress für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben, der Consense an der Messe Stuttgart, wird es auch einige neue Themenforen geben. Dazu zählen das „Forum Bauen“, das „Forum Investieren“, das „Forum Betreiben“ und das „Forum Praxis – Plattform für Aussteller und ihre Innovationen“.

GreenIMMO gestaltet in diesem Rahmen mit den Veranstaltern das Forum Investieren.

Branchentreff: Consense 2014

Am 1. und 2. Juli 2014 findet an der Messe Stuttgart die Consense statt, eine internationale Fachmesse mitsamt Kongress für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben.

Das Herzstück der Veranstaltung bilden der Kongress mit internationalen Referenten und der Ausstellerbereich mit seinen Fachforen und Sonderschauen. Im Zentrum der Ausstellungsfläche finden sich drei Foren zu den Schwerpunktthemen: Bauen, Betreiben und Investieren.

Im Forum „Bauen“ wird es unter anderem um die beiden Themen „Positionen – den Wandel gestalten“ und „Kompetenzen – Schlüsselqualifikationen erweitern“ gehen. Was sich genau dahinter verbirgt, wir sich noch zeigen, das ausführliche Programm wird noch bekannt gegeben. Referenten sollen sowohl renommierte Architekten als auch Newcomer sein.

Im „Forum Betreiben“ wird es in den Sessions und Vorträgen beispielsweise darum gehen, wie Immobilien nachhaltig bewirtschaftet werden und welche Anforderungen heute zu erfüllen sind. Im Fokus sollen auch dort die unterschiedlichen Interessen von Investoren, Eigentümern und Mietern stehen.

Auf der Sonderschau „Consense Material“ wird eine breite Auswahl an Baustoffen und Materialien zum nachhaltigen Bauen zeigt – sämtliche Stoffe sind auch nach ökologischen Eigenschaften klassifiziert.

Das Programm wird von der Messe Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB entwickelt.

C2C: Immobilien als wertvolle Rohstofflager

Die wachsende Rohstoffknappheit beschäftigt Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt. Alleine die Baubranche verbraucht in Europa fast 50 Prozent aller Rohstoffe und verursacht nahezu 60 Prozent des Abfallaufkommens. Vor diesem Hintergrund hat Drees & Sommer am 03. April 2014 in Stuttgart das erste Cradle-to-Cradle-(C2C)-Forum – exklusiv für Entscheider der Bau- und Immobilienwirtschaft veranstaltet.

„Cradle to Cradle bedeutet, Produkte zu entwickeln, die nicht nur unschädlich für Mensch und Natur sind, sondern auch eine positive Wirkung erzeugen. Diese sollen in Stoffkreisläufen immer wieder genutzt werden, sodass es keinen unnützen Abfall, sondern nur nützliche Rohstoffe gibt“, erläuterte der C2C-Initator und Inhaber der EPEA Internationale Umweltforschung, Prof. Dr. Michael Braungart, sein Konzept. Es gehe darum, zusammenzuarbeiten und den Kunden als Partner zu verstehen. Nur gemeinsam ließen sich Innovationen schneller auf den Markt bringen.

Ergebnis des Forums war, dass Immobilien wahre Rohstofflager sind, die angesichts der steigenden Rohstoffpreise eine enorme Wertsteigerung erfahren können. „Das Forum hat deutlich gezeigt, dass ein intelligenter Umgang mit Rohstoffen nicht nur ökologisch unabdingbar ist, sondern auch enormes Renditepotenzial mit sich bringt. Die Nachfrage nach gesunden Gebäuden mit hoher Qualität wird in den nächsten Jahren enorm zunehmen“, fasst Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender der Drees & Sommer AG, die Ergebnisse zusammen.

Die Referenten des Forums brachten die verschiedensten Facetten aus ihren Erfahrungsbereichen in die Veranstaltung ein. Hier einige Beispiele:

Leasen statt kaufen – auch beim Teppich
Der Teppichfließenhersteller Desso B.V. ist ein Beispiel für die Innovationskraft in den Niederlanden. Der Marktführer stellt komplett recyclefähige Teppiche her, die Feinstaub binden und damit die Luftqualität in Innenräumen verbessern. Nach der Nutzungsdauer nimmt Desso die Teppiche zurück und bereitet sie für den erneuten Einsatz wieder auf. „Wir haben mit der Bank De Lage Landen ein Full-Service-Leasing-Konzept entwickelt. Damit liegen Pflege, Reinigung, Nutzung und Rücknahme in unserer Verantwortung.

Der Nutzer profitiert davon, dass diese Themen nicht inhouse behandelt werden müssen und er kann sich sicher sein, keine Schadstoffe im Teppich zu haben“, erklärt Rob Peters, Managing Director Desso B.V. Niederlande, sein Konzept. Seit 2008 setzt das Unternehmen auf C2C, derzeit produziert Desso rund 80 Prozent seiner Teppiche nach den Vorgaben. Bis zum Jahr 2020 sollen alle Produkte C2C-Kriterien entsprechen.

200 Euro pro Quadratmeter im C2C-Park 20I20 (Delta Development)
Dass C2C funktioniert, hat auch der niederländische Projektentwickler Delta Development mit seinem Park 20I20 bewiesen. Unweit von Amsterdam entsteht derzeit das 80 000 Quadratmeter umfassende C2C-Gewerbegebiet. Neben ökologischen Themen wurde der Business Park durch sein Konzept, das Arbeiten und Wohnen kombiniert und den Fokus auf gesunde Immobilien mit hoher Luftqualität legt, zum Mieter- und Käufermagneten. „Während benachbarte Areale mit der schwierigen Marktsituation kämpfen, konnten wir Preise von 200 Euro pro Quadratmeter erzielen – doppelt so viel wie in den Gebieten nebenan“, zieht Coert Zachariasse, CEO Delta Development Group, eine Zwischenbilanz für den zu 50 Prozent fertiggestellten Park.

Der Niederländer fragt zu Beginn eines Vorhabens potenzielle Lieferanten, wie viel es ihnen wert ist, ihre Rohstoffe nach der Nutzungsdauer zurückzunehmen. Nur wer ein Rücknahmekonzept anbietet, kommt in die nächste Runde. Um die Faktoren der späteren Umsetzung bereits in die Planung zu integrieren, arbeitet Delta Development mit Building Information Modeling.

Fassadensysteme rezyklierbar gestalten
Die Schüco International KG betrachtet C2C als logische Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsgedankens, den das Unternehmen seit langem verfolgt. „Wir versuchen, so viel wie möglich wiederzuverwerten und Stück für Stück unser gesamtes Sortiment zu optimieren“, definiert Dr. Winfrid Heusler, Senior Vice President Schüco International KG, seine Herangehensweise. „Dafür müssen Materialien trennbar sein. Ein gutes Beispiel sind Pfostenriegelfassaden mit leicht lösbaren Schraubverbindungen.“

Oft würden derartige Überlegungen jedoch an der Nachfrage scheitern. So sei die Rücknahme von Aluminium für Schüco durchaus interessant. Bisher reagierten die Investoren zumindest in Deutschland jedoch eher zurückhaltend.

Transparenz im Kupferkreislauf
Recycling gehört zum Kerngeschäft der Aurubis AG. Das Unternehmen produziert unter anderem jährlich über eine Million Kupferkathoden und daraus diverse Kupferprodukte. Das Rohmaterial stammt aus Kupferminen oder aus dem Recycling.

„Werden Hersteller verpflichtet, ihre Endprodukte wieder zurückzunehmen, sorgt dies für Transparenz“, sagt Dr. Sven-Kelana Christiansen,  Executive Director Corporate Development Aurubis AG. Er sieht zudem die Möglichkeit, dass der reine Kupferwert Eigentum des Zulieferers bleibt. Der Produkthersteller berechnet dann nur den Wert für die Verarbeitung des Materials.

Rohstoffe als Wertanlage in Immobilien
„Des Pudels Kern ist die Frage, wie sich der Rohstoffpreis entwickelt“, ist sich Birger Ehrenberg, Inhaber der Sachverständigengesellschaft für Immobilienbewertung ENA Experts GmbH & Co.KG, sicher. Der Immobilienbewerter sieht bei dem Thema eine Analogie zu den Bodenwerten: Diese beeinflussen den Immobilienwert erheblich. „Wir sehen mehr als deutlich, dass die Angebotsknappheit die Nachfrage verstärkt und damit die Preise steigen. Auch bei größer werdender Rohstoffknappheit könnte ein derartiger Effekt die Folge sein.“

Zudem seien große Konzerne aufgrund ihrer eigenen Nachhaltigkeitsphilosophien geneigt, auf C2C zu setzen und damit eine Werterhöhung zu erzielen.

Ästhetik ist Voraussetzung für den Erhalt
Stephan Schütz, Partner gmp Architekten, hat den Blick aufs Ganze. Wenn die gebaute Umwelt qualitätvoll und vor allem auch ästhetisch ist, werde sie nicht abgerissen, sondern erhalten

„Wir versuchen, in jedem Projekt Innovation zu schaffen. Und wir beschäftigen uns zunehmend mit Transformation, mit Re-Use von Gebäuden. Dazu gehört auch die Rezyklierbarkeit von Baustoffen – und von ganzen Gebäuden. Die Voraussetzung ist die gesellschaftliche Relevanz und Akzeptanz sowie die nutzungsfreundliche Flexibilität des jeweiligen Gebäudes“, erklärt der Architekt seine Perspektive auf C2C.

Rohstoffproblematik genauso drängend wie Fachkräftemangel
Dr. Eric Schweitzer ist als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags und als CEO der Alba Group ganz nah am Recycling-Geschehen. „C2C wird der Branche Auftrieb geben. 1990 wurde das duale System eingeführt, das Volumen an Recycling ist innerhalb von 18 Monaten um das Zehnfache angestiegen. C2C verspricht ähnliche Effekte“, prognostiziert der Experte.

Darüber hinaus haben IHK-Untersuchungen ergeben, dass Rohstoffknappheit neben dem Fachkräftemängel derzeit das Thema ist, das die Unternehmen am meisten beschäftigt.