Im November nach Münster zum FM-Slam

Am 27. November 2014 veranstaltet die Facility Care AG in Münster den FM-Slang. Mit dem bekannten Poetry Slam als Vorbild schickt das Unternehmen Redner mit innovativen Ideen und aussichtsreichen Vorhaben rund um das Facility Management als Slammer in den Wettstreit.

Ort des Geschehens wird die VIP Lounge des Stadions vom SC Preußen Münster sein. Vor einem rund 100-köpfigen Publikum aus Unternehmern der Region haben die Slammer dort die Gelegenheit, Zuhörerinnen und Zuhörer zu überzeugen. Diese entscheiden schließlich auch, was ihnen die jeweilige Idee wert ist. Wer symbolisch am Ende das mesite Geld erhalten hat, erhält neben Applaus und Anerkennung auch ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro. Gleichzeitig wird ein Sonderpreis im Bereich „Energie“ in Höhe von 250 Euro ausgelobt.

Die Teilnahme an dem Ideen-Wettstreit ist kostenlos, ebenso die Registrierung. Diese kann bis zum 17.11.2014 hier vorgenommen werden.

Digitalisierung von Großprojekten – BIM Task-Group

Die Bauwirtschaft steht vor der Gründung einer gemeinsamen Plattform, der BIM Task Group, die von führenden Verbänden der Branche und buildingSMART getragen wird. Ziel ist es, die Digitalisierung der Wertschöpfungskette Bau und damit die Produktivität der Branche deutlich zu verbessern, anstatt weiter Kostenexplosionen und Terminprobleme hinzunehmen.

„Wir haben einen großen Schritt zum gemeinsamen Arbeiten mit durchgängigen digitalen Methoden geschafft“, sagt Siggi Wernik, Mitglied der Arbeitsgruppe BIM in der Reformkommission und Vorsitzender der Geschäftsführung des buildingSMART e.V.

In ihrer dritten Sitzung am 15. Mai 2014 in Berlin hatte die Reformkommission „Bau von Großprojekten“ das Thema moderne digitale Planungsmethoden fokussiert. Ihre Argumente überzeugten auch Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Der Minister sagte: „Die Digitalisierung des Bauens bietet Chancen, große Bauprojekte im Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren.“ Um diese Digitalisierung in Deutschland voranzubringen, kündigte er Pilotprojekte an. Darüber hinaus begrüßte er den Vorschlag der Planungs- und Bauwirtschaft, durch eine Plattform aller an der Planung und dem Bau Beteiligten der Digitalisierung des Bauens den Weg zu ebnen: „Um Innovationspotenziale zu erschließen und vor allem auch international nicht abgehängt zu werden, müssen wir hier aufholen.“

Gefragt ist also eine neue Planungskultur. Für Siggi Wernik ist diese ganz eng mit der BIM-Methodik (BIM: Building Information Modeling) verbunden. Er ist überzeugt davon, dass eine nationale BIM-Strategie dazu beiträgt, die zentralen Ziele der deutschen Bauwirtschaft zu erreichen und deren Leistung zu steigern.

Das belegen auch die Erkenntnisse, die die Arbeitsgruppe „moderne IT-gestützte Planungsmethoden (BIM)“ innerhalb der Reformkommission in den letzten 12 Monaten aus ihrer Arbeit gewonnen hat. Daraus geht unter anderem hervor, dass vom Auftraggeber über Bauindustrie, Bauhandwerk, planende Berufe bis hin zum Immobilienbetreibern alle profitieren.

Im Wesentlichen geht es dabei um folgende Punkte:

  • Kostensicherheit und Effizienzsteigerung (durch transparentes und vollständiges digitales Informationsmanagement im Planungs- und Bauprozess)
  • Qualitätssteigerung bei der Bauausführung (Fehlervermeidung und Termintreue durch präzise Vorausplanung mit objektorientierten Planungsmethoden)
  • Optimierung ökologischer Kennwerte, CO2 Reduzierung (durch frühzeitigen Datenabgleich in der Planung und transparente Daten in der Bauausführung)
  • Verbesserte Position deutscher Planer, deutscher Bauwirtschaft und Zulieferer auf dem Weltmarkt (durch Markenbildung einer durchgängigen ganzheitlichen Qualität).

pit – cup GmbH von Initaitive Mittelstand ausgezeichnet

Die Initiative Mittelstand zeichnete die pit – cup GmbH aus Heidelberg, ein Anbieter von Bau- Immobiliensoftware, in der Kategorie Branchensoftware mit dem Prädikat „BEST OF 2014“ aus.

Insgesamt hatten sich 2014 über 5 000 Unternehmen in 42 Kategorien um die Auszeichnung beworben. Die  prämierten Innovationen reichen von ausschlaggebenden Verbesserungen in der Unternehmenskommunikation, über Innovationen auf Basis vorhandener IT-Ressourcen und herausragenden App-Anwendungen bis zu notwendigen Entwicklungen zur Schonung beziehungsweise dem gezielten Einsatz von vorhandenen Ressourcen zur Kostenreduzierung und zum Schutz unserer Umwelt.

Die Begründung der Jury für die Verleihung des Prädikats an die pit – cup GmbH lautet unter anderem: „Mit den pit-Produktlinien werden die relevanten Prozesse entlang des Lebenszyklus von Immobilien und Liegenschaften – von der Planung, über  die  Realisierung bis hin zum Betrieb und der Umnutzung unterstützt. Im Ergebnis erhalten die Anwender eine durchgängige Dokumentation der relevanten Daten, was zu Transparenz, Kosteneinsparung und erhöhter Qualität führt. Nicht zuletzt ermöglicht es pit-FM Unternehmen der verschiedenen Branchen und der öffentlichen Verwaltung, ihre Sekundärprozesse so in Griff zu bekommen, dass sie den gesetzlichen Vorschriften, ihren Zielen von Nachhaltigkeit und den Notwendigkeiten von Energie- beziehungsweise CO2-Reduzierungen besser entsprechen können.“

Neue Themenforen auf der Consense

Unsere Kolleginnen und Kollegen von GreenIMMO regten in einem Facebook-Kommentar an, noch einmal explizit auf die Rahmen der Consense neu organisierten Themenforen aufmerksam zu machen. Diese Anregung greifen wir gerne auf:

Auf der vom 1. bis 2. Juli stattfindenden Internationalen Fachmesse und Kongress für nachhaltiges Bauen, Investieren und Betreiben, der Consense an der Messe Stuttgart, wird es auch einige neue Themenforen geben. Dazu zählen das „Forum Bauen“, das „Forum Investieren“, das „Forum Betreiben“ und das „Forum Praxis – Plattform für Aussteller und ihre Innovationen“.

GreenIMMO gestaltet in diesem Rahmen mit den Veranstaltern das Forum Investieren.

Wie ist es um die digitale Kompetenz der Unternehmen bestellt?

Die meisten Unternehmen bewerten ihre digitale Kompetenz zurückhaltend. Nur jeder fünfte der weltweit rund 1 500 befragten Top-Manager ist davon überzeugt, dass in seinem Unternehmen die Bedeutung der neuen digitalen Technologien voll erkannt und in der Geschäftsstrategie berücksichtigt werden.

Die von den Entscheidern wahrgenommenen Defizite machen sich bei der Mehrzahl der Unternehmen negativ bei der Umsetzung strategischer IT-Projekte bemerkbar, wie der „6th Annual Digital IQ Survey“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt.

Besonders kritisch zeigen sich die US-Manager: Nur 29 Prozent sind der Ansicht, dass strategische IT-Initiativen ihren Zweck zumindest meistens voll und ganz erfüllen. Von den Befragten in Europa sagen dies immerhin 43 Prozent, in Asien und Afrika liegt die Quote mit jeweils über 75 Prozent deutlich höher.

Zudem sind die Projekte nach Einschätzung der meisten Befragten in der Regel teurer und zeitaufwändiger als geplant. In Europa sieht nur knapp jeder zweite Entscheider (47%) IT-Initiativen meist im Zeitplan, gut 60 Prozent konstatieren regelmäßig Budgetüberschreitungen.

„In nahezu allen Wirtschaftsbereichen gewinnen digitale Themen wie ‚Big Data‘ und die Vernetzung der Wertschöpfungskette stark an Bedeutung. Den befragten Managern ist dies durchaus bewusst, vielen fehlen aber die Instrumente, um diese Trends mit eigenen Innovationen zu gestalten“, kommentiert Michael Rasch, PwC-Partner und Experte für den Bereich digitale Transformation.

So fürchten zwar über 70 Prozent der Manager, dass ihr Unternehmen nicht schnell genug auf technologische Veränderungen reagiert und nicht alle relevanten Daten zu Kunden, Lieferanten und Produkten auswertet. Diese Befunde werden aber nur bei rund 45 Prozent der Unternehmen in der Geschäftsstrategie adressiert.

Teamwork ist entscheidend
Die Befragung zeigt aber auch noch etwas anderes. So zeichnen sich Unternehmen, die auf dem Weg zur „Digital Company“ weiter vorangeschritten sind als andere, durch klare Eigenschaften aus. Neben einer ausgeprägten Technologiekompetenz und Innovationsbereitschaft des CEO ist demnach eine enge Kooperation zwischen IT-Management (CIO) und den Führungskräften anderer operativer Bereiche (CMO) förderlich: Während 70 Prozent der befragten „Top-Performer“ ein gutes Teamwork zwischen CIO und CMO konstatieren, sagen dies nur 45 Prozent der übrigen Befragten.

Wesentlich für den Erfolg ist zudem die systematische Suche nach Innovationen. Hier zeigt sich, dass die erfolgreicheren Unternehmen stärker auf externe Partner wie beispielsweise Universitäten oder Forschungseinrichtungen setzen.

Entscheidend sei jedoch ein übergreifender strategischer Ansatz, betont Rasch. Jede Abteilung und jeder Bereich müsse wissen, welche digitale Strategie das Unternehmen verfolgt und wie sie zum Erfolg dieser Strategie beitragen könnte. Dies erfordere auch eine stärkere Durchmischung von IT- und operativen Kompetenzen in der Unternehmensorganisation.

Roboter für den Transport

Nachdem ich Ihnen gestern eine Roboterlösung aus dem Bereich der Gebäudereinigung vorgestellt habe, bin ich nun auf einen Transportroboter der Neobotix GmbH gestoßen. Der könnte gut für einen unterbrechungsfreien Materialfluss eingesetzt werden.

Das Video des Heilbronner Unternehmens zeigt,  wie es läuft:

Roboter für die Gebäudereinigung

Mit Kai Kummert hatte ich mich ja schon über Innovationen in der Facility Management-Branche unterhalten. Dabei kamen wir auch auf das Thema Robotik und welche Funktionen und Services die Droiden unter Umständen eines Tages den Menschen abnehmen könnten – auch im Hinblick auf den in der FM-Branche existierenden Kostendruck.

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Verbundprojekt „Plug & Play für Automatisierungssysteme“ (AutoPnP) wird nun genau an einer solchen Lösung gearbeitet.

Unter Federführung des Fraunhofer IPA in Stuttgart und in Kooperation mit Dussmann Service aus Berlin soll untersucht werden, wie sich eine robotergestützte Reinigung realisieren und möglichst effizient auf andere Roboterplattformen übertragen lässt. Der standardisierte Leichtbauarm, eine Greifhand und ein elektrisches Schnellwechselmodul stammen dabei vom auf Spanntechnik und Greifsysteme spezialisierten Unternehmen Schunk aus Lauffen am Neckar.

Care-O-bot erkennt mit seinen Sensoren den Schmutz und entfernt ihn mithilfe eines speziell dafür angepassten Akkusaugers / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Care-O-bot erkennt mit seinen Sensoren den Schmutz und entfernt ihn mithilfe eines speziell dafür angepassten Akkusaugers / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Der Hintergrund des Vorhabens ist schnell erklärt: 70 Prozent aller bei der professionellen Gebäudereinigung anfallenden Arbeiten betreffen die Reinigung der Böden und die Entsorgung von Abfällen. Der Roboterassistent „Care-O-bot® 3“ soll daher eines Tages gewerblich genutzte Innenräume selbstständig reinigen – sozusagen als mobiler Robo-Butler, wie er auch genannt wird.

Care-O-bot entleert den Papierkorb automatisch in den Sammelbehälter am Reinigungswagen / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Care-O-bot entleert den Papierkorb automatisch in den Sammelbehälter am Reinigungswagen / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Hierfür fährt er zunächst autonom durch offenstehende Büros und inspiziert die Fußbodenflächen. Verschmutzungen werden dabei automatisch erkannt, kartiert und dann mit einem Akkubesen beseitigt. Misslingt der Versuch, weil sich beispielsweise ein getrockneter Kaffeefleck nicht mit dem Akkubesen entfernen lässt, markiert der Roboter die Verschmutzung in seiner Karte und informiert das Fachpersonal.

Mit seiner 3-Finger-Hand nimmt Care-O-bot einen vollen Papierkorb auf / Quelle:

Mit seiner 3-Finger-Hand nimmt Care-O-bot einen vollen Papierkorb auf / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Auf Basis von Algorithmen zur Klassifizierung von Objekten kann der Roboter zudem Papierkörbe erkennen. Durch die visuelle Prüfung des Füllstands können diejenigen Papierkörbe identifiziert werden, die der Roboter mit seinem Arm greifen und in einen Sammelbehälter entleeren soll.

Weitere beteiligte Konsortialpartner sind die Fortiss GmbH, die Technische Universität Berlin/DAI-Labor, die Festo AG und die Festo Didactic GmbH & Co. KG.

(mit Material vom Fraunhofer IPA, von Dussman Service und von Schunk)

Innovationen in der Facility Management-Branche

Auf der gestrigen Abschlussdiskussion auf dem Podium im Rahmen der Facility Management Messe gab es noch einmal ein spannendes Gespräch zum Thema „FM 2020: Ideen – Initiative – Innovationen“, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Zum Thema „FM 2020: Ideen – Initiative – Innovationen“ diskutierten Markus Holzke (Geschäftsführer der Spie GmbH, Janke Papenfuß (Geschäftsfürer der Dr. Odin GmbH), Dr. Martin Soboll (Geschäftsführer der RESULT Real Estate Management Consultants GmbH), Oliver Arnemann (CEO der VHB Facility Management GmbH), Andreas Broßmann (Mitglied der Geschäftsführung der Canzler Ingenieure GmbH) und Sebastian Hölzlein (geschäftsführender Gesellschafter der ALPHA Immobilien Consulting GmbH) (v.l.n.r.)

Und hier der Audio-Mitschnitt der Diskussion: