pit – cup GmbH von Initaitive Mittelstand ausgezeichnet

Die Initiative Mittelstand zeichnete die pit – cup GmbH aus Heidelberg, ein Anbieter von Bau- Immobiliensoftware, in der Kategorie Branchensoftware mit dem Prädikat „BEST OF 2014“ aus.

Insgesamt hatten sich 2014 über 5 000 Unternehmen in 42 Kategorien um die Auszeichnung beworben. Die  prämierten Innovationen reichen von ausschlaggebenden Verbesserungen in der Unternehmenskommunikation, über Innovationen auf Basis vorhandener IT-Ressourcen und herausragenden App-Anwendungen bis zu notwendigen Entwicklungen zur Schonung beziehungsweise dem gezielten Einsatz von vorhandenen Ressourcen zur Kostenreduzierung und zum Schutz unserer Umwelt.

Die Begründung der Jury für die Verleihung des Prädikats an die pit – cup GmbH lautet unter anderem: „Mit den pit-Produktlinien werden die relevanten Prozesse entlang des Lebenszyklus von Immobilien und Liegenschaften – von der Planung, über  die  Realisierung bis hin zum Betrieb und der Umnutzung unterstützt. Im Ergebnis erhalten die Anwender eine durchgängige Dokumentation der relevanten Daten, was zu Transparenz, Kosteneinsparung und erhöhter Qualität führt. Nicht zuletzt ermöglicht es pit-FM Unternehmen der verschiedenen Branchen und der öffentlichen Verwaltung, ihre Sekundärprozesse so in Griff zu bekommen, dass sie den gesetzlichen Vorschriften, ihren Zielen von Nachhaltigkeit und den Notwendigkeiten von Energie- beziehungsweise CO2-Reduzierungen besser entsprechen können.“

Apps für Shopping-Center

Bis Ende 2014 erhalten rund 30 Shopping-Center der ECE eine individualisierbare App. Damit erweitert das Hamburger Unternehmen ein Jahr nach Beginn der ersten Tests sein Angebot an interaktiven Shopping-Erlebnissen. Der Plan ist es, die mobile Online-Welt mit dem stationären Einzelhandel zusammenzuführen.

Die App ist für iPhones und Android-Smartphones in den App-Stores kostenlos unter dem Namen „Love to shop“ verfügbar. Nach der Installation kann der Nutzer die App personalisieren und sein Lieblings-ECE-Center festlegen.

Die Centerbesucher erhalten durch die App auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Angebote der Händler sowie Informationen zu Rabatt-Aktionen, Veranstaltungen, News und Service-Angeboten im Center. Mit der App erhält der Kunde aber nur Angebote von Sortimenten, die ihn speziell interessieren – zum Beispiel Taschen und Schuhe. Das so genannte Geo-Fencing sorgt dafür, dass die Informationen nur dann aktiv auf dem Smartphone erscheinen, wenn der Kunde sich dem Center nähert.

Neben dem Informationsgewinn können Kunden durch die interaktive Nutzung zudem Punkte sammeln, die in Form von Gutscheinen in den Einkaufszentren eingelöst werden können. Punkte gibt es unter anderem für das Teilen von Angeboten in sozialen Netzwerken oder für die Angabe von Geschlecht, Alter und persönlichen Interessen, damit nur die interessanten Angebote den Weg aufs Smartphone finden. Dies erfolgt vollständig anonymisiert und freiwillig, es werden keine personenbezogenen Daten erhoben.

Bisher können Besucher die neue „Love to shop“-App bereits im Rhein-Center Köln-Weiden, im Allee-Center Magdeburg, im Elbe-Einkaufszentrum Hamburg, im Olympia-Einkaufszentrum München, im Schlosspark-Center Schwerin, in den City-Arkaden Wuppertal, im Ring-Center Berlin, im Rheinpark-Center Neuss sowie im Forum Mittelrhein Koblenz verwenden. Weitere Center folgen noch dieses Jahr.

Vor einem Jahr hatte die ECE im Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg und im Limbecker Platz Essen ihre so genannten „Future Labs“ gestartet. Dabei werden zahlreiche Service-Angebote getestet, welche die digitale Welt mit dem stationären Handel verknüpfen.

Neben einer Shopping-App für Smartphones, die als Grundlage für die „Love to shop“-App diente, gehören dazu unter anderem auch die Ausstattung der Center mit WLAN, virtuelle Kinderspielflächen, ein 3D-Wegeleitsystem oder eine riesige LED-Wand („Mall Wall“), auf der sich die Kunden interaktiv über Angebote informieren oder spielen können. Die Angebote mit dem besten Kundenzuspruch sollen auch in weiteren Shopping-Centern zur Anwendung kommen.

Das nun gestartete App-Projekt gehört neben dem Ausbau des WLAN-Netzes zu den ersten Angeboten, die nach einem erfolgreichen Test in den „Zukunftslaboren“ nun ihren Weg in zahlreiche weitere Center finden. Im Alstertal-Einkaufszentrum und im Limbecker Platz hatten in den vergangenen 12 Monaten insgesamt nahezu 25 000 Besucher die App heruntergeladen und mit über 2,5 Millionen „Views“ intensiv genutzt.

Auch die Händler zeigen starkes Interesse an der App. Über 250 Mietpartner haben das Medium bereits genutzt, um mehr als 5 000 Angebote zu platzieren.

C2C: Immobilien als wertvolle Rohstofflager

Die wachsende Rohstoffknappheit beschäftigt Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt. Alleine die Baubranche verbraucht in Europa fast 50 Prozent aller Rohstoffe und verursacht nahezu 60 Prozent des Abfallaufkommens. Vor diesem Hintergrund hat Drees & Sommer am 03. April 2014 in Stuttgart das erste Cradle-to-Cradle-(C2C)-Forum – exklusiv für Entscheider der Bau- und Immobilienwirtschaft veranstaltet.

„Cradle to Cradle bedeutet, Produkte zu entwickeln, die nicht nur unschädlich für Mensch und Natur sind, sondern auch eine positive Wirkung erzeugen. Diese sollen in Stoffkreisläufen immer wieder genutzt werden, sodass es keinen unnützen Abfall, sondern nur nützliche Rohstoffe gibt“, erläuterte der C2C-Initator und Inhaber der EPEA Internationale Umweltforschung, Prof. Dr. Michael Braungart, sein Konzept. Es gehe darum, zusammenzuarbeiten und den Kunden als Partner zu verstehen. Nur gemeinsam ließen sich Innovationen schneller auf den Markt bringen.

Ergebnis des Forums war, dass Immobilien wahre Rohstofflager sind, die angesichts der steigenden Rohstoffpreise eine enorme Wertsteigerung erfahren können. „Das Forum hat deutlich gezeigt, dass ein intelligenter Umgang mit Rohstoffen nicht nur ökologisch unabdingbar ist, sondern auch enormes Renditepotenzial mit sich bringt. Die Nachfrage nach gesunden Gebäuden mit hoher Qualität wird in den nächsten Jahren enorm zunehmen“, fasst Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender der Drees & Sommer AG, die Ergebnisse zusammen.

Die Referenten des Forums brachten die verschiedensten Facetten aus ihren Erfahrungsbereichen in die Veranstaltung ein. Hier einige Beispiele:

Leasen statt kaufen – auch beim Teppich
Der Teppichfließenhersteller Desso B.V. ist ein Beispiel für die Innovationskraft in den Niederlanden. Der Marktführer stellt komplett recyclefähige Teppiche her, die Feinstaub binden und damit die Luftqualität in Innenräumen verbessern. Nach der Nutzungsdauer nimmt Desso die Teppiche zurück und bereitet sie für den erneuten Einsatz wieder auf. „Wir haben mit der Bank De Lage Landen ein Full-Service-Leasing-Konzept entwickelt. Damit liegen Pflege, Reinigung, Nutzung und Rücknahme in unserer Verantwortung.

Der Nutzer profitiert davon, dass diese Themen nicht inhouse behandelt werden müssen und er kann sich sicher sein, keine Schadstoffe im Teppich zu haben“, erklärt Rob Peters, Managing Director Desso B.V. Niederlande, sein Konzept. Seit 2008 setzt das Unternehmen auf C2C, derzeit produziert Desso rund 80 Prozent seiner Teppiche nach den Vorgaben. Bis zum Jahr 2020 sollen alle Produkte C2C-Kriterien entsprechen.

200 Euro pro Quadratmeter im C2C-Park 20I20 (Delta Development)
Dass C2C funktioniert, hat auch der niederländische Projektentwickler Delta Development mit seinem Park 20I20 bewiesen. Unweit von Amsterdam entsteht derzeit das 80 000 Quadratmeter umfassende C2C-Gewerbegebiet. Neben ökologischen Themen wurde der Business Park durch sein Konzept, das Arbeiten und Wohnen kombiniert und den Fokus auf gesunde Immobilien mit hoher Luftqualität legt, zum Mieter- und Käufermagneten. „Während benachbarte Areale mit der schwierigen Marktsituation kämpfen, konnten wir Preise von 200 Euro pro Quadratmeter erzielen – doppelt so viel wie in den Gebieten nebenan“, zieht Coert Zachariasse, CEO Delta Development Group, eine Zwischenbilanz für den zu 50 Prozent fertiggestellten Park.

Der Niederländer fragt zu Beginn eines Vorhabens potenzielle Lieferanten, wie viel es ihnen wert ist, ihre Rohstoffe nach der Nutzungsdauer zurückzunehmen. Nur wer ein Rücknahmekonzept anbietet, kommt in die nächste Runde. Um die Faktoren der späteren Umsetzung bereits in die Planung zu integrieren, arbeitet Delta Development mit Building Information Modeling.

Fassadensysteme rezyklierbar gestalten
Die Schüco International KG betrachtet C2C als logische Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsgedankens, den das Unternehmen seit langem verfolgt. „Wir versuchen, so viel wie möglich wiederzuverwerten und Stück für Stück unser gesamtes Sortiment zu optimieren“, definiert Dr. Winfrid Heusler, Senior Vice President Schüco International KG, seine Herangehensweise. „Dafür müssen Materialien trennbar sein. Ein gutes Beispiel sind Pfostenriegelfassaden mit leicht lösbaren Schraubverbindungen.“

Oft würden derartige Überlegungen jedoch an der Nachfrage scheitern. So sei die Rücknahme von Aluminium für Schüco durchaus interessant. Bisher reagierten die Investoren zumindest in Deutschland jedoch eher zurückhaltend.

Transparenz im Kupferkreislauf
Recycling gehört zum Kerngeschäft der Aurubis AG. Das Unternehmen produziert unter anderem jährlich über eine Million Kupferkathoden und daraus diverse Kupferprodukte. Das Rohmaterial stammt aus Kupferminen oder aus dem Recycling.

„Werden Hersteller verpflichtet, ihre Endprodukte wieder zurückzunehmen, sorgt dies für Transparenz“, sagt Dr. Sven-Kelana Christiansen,  Executive Director Corporate Development Aurubis AG. Er sieht zudem die Möglichkeit, dass der reine Kupferwert Eigentum des Zulieferers bleibt. Der Produkthersteller berechnet dann nur den Wert für die Verarbeitung des Materials.

Rohstoffe als Wertanlage in Immobilien
„Des Pudels Kern ist die Frage, wie sich der Rohstoffpreis entwickelt“, ist sich Birger Ehrenberg, Inhaber der Sachverständigengesellschaft für Immobilienbewertung ENA Experts GmbH & Co.KG, sicher. Der Immobilienbewerter sieht bei dem Thema eine Analogie zu den Bodenwerten: Diese beeinflussen den Immobilienwert erheblich. „Wir sehen mehr als deutlich, dass die Angebotsknappheit die Nachfrage verstärkt und damit die Preise steigen. Auch bei größer werdender Rohstoffknappheit könnte ein derartiger Effekt die Folge sein.“

Zudem seien große Konzerne aufgrund ihrer eigenen Nachhaltigkeitsphilosophien geneigt, auf C2C zu setzen und damit eine Werterhöhung zu erzielen.

Ästhetik ist Voraussetzung für den Erhalt
Stephan Schütz, Partner gmp Architekten, hat den Blick aufs Ganze. Wenn die gebaute Umwelt qualitätvoll und vor allem auch ästhetisch ist, werde sie nicht abgerissen, sondern erhalten

„Wir versuchen, in jedem Projekt Innovation zu schaffen. Und wir beschäftigen uns zunehmend mit Transformation, mit Re-Use von Gebäuden. Dazu gehört auch die Rezyklierbarkeit von Baustoffen – und von ganzen Gebäuden. Die Voraussetzung ist die gesellschaftliche Relevanz und Akzeptanz sowie die nutzungsfreundliche Flexibilität des jeweiligen Gebäudes“, erklärt der Architekt seine Perspektive auf C2C.

Rohstoffproblematik genauso drängend wie Fachkräftemangel
Dr. Eric Schweitzer ist als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags und als CEO der Alba Group ganz nah am Recycling-Geschehen. „C2C wird der Branche Auftrieb geben. 1990 wurde das duale System eingeführt, das Volumen an Recycling ist innerhalb von 18 Monaten um das Zehnfache angestiegen. C2C verspricht ähnliche Effekte“, prognostiziert der Experte.

Darüber hinaus haben IHK-Untersuchungen ergeben, dass Rohstoffknappheit neben dem Fachkräftemängel derzeit das Thema ist, das die Unternehmen am meisten beschäftigt.