Dussmann wuchs im Jubiläumsjahr 2013

Die Berliner Dussmann Group ist im Geschäftsjahr 2013 im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Der weltweit verantwortete Gesamtumsatz betrug 1,84 Milliarden Euro und wuchs um 6,6 Prozent oder 114 Millionen Euro. Im Jahr 2012 lag der weltweite Gesamtumsatz noch bei 1,73 Milliarden Euro. Dieses Wachstum wurde nach Unternehmensangaben organisch sowie durch Zukauf eines Kältetechnik-Unternehmens erzielt.

Der Multidienstleister behauptete sich in seinem 50. Unternehmensjahr in seinen Kerngeschäften Facility Management (FM) sowie Pflege und Betreuung von Senioren. Zudem forcierte das Unternehmen seine drei strategisch wichtigsten Eckpfeiler: Der Ausbau des Dienstleistungsportfolios, die zunehmende Branchenspezialisierung und die weitere Internationalisierung.

Dirk Brouwers, Vorsitzender des Vorstandes / Foto: Dussmann Group

Dirk Brouwers, Vorsitzender des Vorstandes / Foto: Dussmann Group

Der Vorstandsvorsitzende der Dussmann Group, Dirk Brouwers, sagte: „Alle Geschäftsbereiche trugen zur weltweit erfolgreichen Entwicklung bei. Das ermöglichte uns, wieder über 1 000 neue Mitarbeiter bei der Dussmann Group zu begrüßen. Besonders im Servicegeschäft in Deutschland sind wir stark gewachsen. Durch den Zukauf der Dresdner Kühlanlagenbau GmbH haben wir gezielt unsere Kompetenz im Bereich Gebäudetechnik bei Kühlungsprozessen gestärkt. Der Trend deutscher Unternehmen, umfassende Sekundärleistungen an Dienstleister zu vergeben, ist weiter ungebrochen. Dabei bieten wir dem Markt das Dussmann-Modell an, nämlich alle Leistungen aus einer Hand mit hoher Wertschöpfungstiefe durch eigene Mitarbeiter zu erbringen.“

Die weltweite Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, inklusive der durch die Dussmann Group gemanagten Beschäftigten, stieg von 60 213 im Jahr 2012 um 1 008 Beschäftigte auf 61 221 (Durchschnitt im Geschäftsjahr 2013).

Pan-Europäisches Zertifikat für Objektmanager im FM-Bereich

Die an der Technischen Universität Wien, Immobilien- und Facility Management (IFM), angesiedelte, REUG (Real Estate User Group) bietet in Zusammenarbeit mit dem European Facility Management Network – EuroFM das Pan-Europäische Zertifikat für Objektmanager im Bereich Facility Management an.

Objektmanager werden dabei auf ihre Bindefunktion zwischen Mietern, Immobilien und Facility Services vorbereitet, um Dienstleistungen orientieren, unterstützen und abwickeln zu können.

Die Weiterbildung richtet sich an „interne“ Objektmanager beim Eigentümer beziehungsweise Nutzer, als auch an „externe“ Objektmanager beim Dienstleister. Dabei orientiert sie sich sowohl an dem internationalen Standard EN15221 Teil 4 als auch die jeweiligen nationalen Gegebenheiten.

Absolventen haben mit Abschluss technisches, infrastrukturelles, juristisches, soziales kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Wissen sowie in Arbeitsplatz-Strategien und Umbau/Sanierung erworben.

Voraussetzungen sind die Reifeprüfung AHS/HAK/HTL, ein Universitäts- oder Fachhochschulabschluss im FM-Bereich sowie Lehrberufe mit Meisterbrief oder Lehrberufe mit einschlägiger Erfahrung.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie hier.

 

Industrial-FM gewinnt an Bedeutung

Mit der zunehmenden Fremdvergabe von bisher noch intern erbrachten Dienstleistungen wird das Marktsegment Industrial Facility Management (FM) weiter an Bedeutung gewinnen. Hierbei erhöhen die FM-Nutzer vor allem die externen Ausgaben für Energiemanagement, Gebäudetechnik, Sicherheits- und Empfangsdienste. Das gilt sowohl für den deutschen als auch den österreichischen FM-Markt im industriellen Umfeld.

Die Trendstudie „Industrial FM“ des Marktforschundsunternehmens Lünendonk aus Kaufbeuren zeigt eine externe Vergabequote für Facility Services von zwei Drittel (64,6%) und für Industrieservices von 56 Prozent. In Deutschland sind externe Dienstleister deutlich stärker in die FM-Aktivitäten der Industrieunternehmen involviert als in Österreich. Gerade bei Industrieservices ist der Unterschied deutlich erkennbar.

Verteilung und Entwicklung des externen Budgets für Facility Services/ Quelle: Lünendonk® - 360-Grad-Studie Facility Management, Lünendonk GmbH, Kaufbeuren , April 2014

Verteilung und Entwicklung des externen Budgets für Facility Services/ Quelle: Lünendonk®
– 360-Grad-Studie Facility Management, Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, April 2014

Hohe Budgets für Gebäudetechnik und -reinigung
Der Löwenanteil der externen Budgets für Facility Services und Industriedienstleistungen fließt in die Instandhaltung der Gebäudetechnik. Zusammen mit der Gebäudereinigung werden hierfür laut der Trendstudie mehr als die Hälfte des externen Budgets verwendet.

Auf Platz drei folgen mit großem Abstand Sicherheitsdienstleistungen. Durchschnittlich unter zwei Prozent des vorhandenen Budgets werden für Property Management, Büroservice, Parkraumbewirtschaftung und FM-Beratung ausgegeben.

In welchen Bereichen die Unternehmen Handlungsbedarf sehen, lässt sich laut der Studie an der Budgetplanung ablesen. Höhere Budgets bedeuten zum einen die zusätzliche Auslagerung von Dienstleistungen sowie eine angestrebte Qualitätsverbesserung.

Ein Drittel der Unternehmen plant für das Thema Energiemanagement ein zusätzliches Budget ein. Weitere Posten mit Budgetzuwächsen sind die Sicherheits- und Empfangsdienste sowie die Instandhaltung der Gebäudetechnik. Künftige Einsparungen oder Insourcing-Tendenzen sind weder in Deutschland noch Österreich feststellbar.

Trotz der unterschiedlichen Branchenstrukturen im industriellen Umfeld lassen sich den Autoren zufolge folgende Trends herausarbeiten:

  •  Industrieunternehmen bevorzugen Dienstleister mit Niederlassungen in der Nähe der Auftraggeber.
  • Unternehmen mit einer hohen internen Dienstleistungsquote werden in den kommenden Jahren unter dem Druck des Wettbewerbs die Schritte der Konkurrenz nachholen und vermehrt Aufträge an externe Dienstleister vergeben.
  • Leistungen des technischen Gebäudemanagements und der Industrieservices werden zukünftig vermehrt ausgelagert.
  • Je größer ein Unternehmen ist und je mehr Standorte es aufweist, desto wichtiger sind Komplettdienstleister, die die speziellen Unternehmensbedürfnisse flexibel und kostengünstig bedienen können.

Das Whitepaper „Industrial FM“ kann kostenfrei im Web-Shop bei Lünendonk bezogen werden.

Macht das Lust auf FM?

„Weg mit den alten Zöpfen und Vorurteilen! Umdenken ist in – …“ Mit diesen Worten beschreibt die Agentur Bartenbach ihre Arbeit der aktuellen Kampagne der Initiative „FM – die Möglichmacher„. Mit plakativen Motiven und frechen Texten wolle man „Lust machen, sich mit einer Branche auseinanderzusetzen, die (Achtung: Vorurteil!) bisher eher unscheinbar daherkam: dem Facility Management.“

Quelle: Bartenbach

Quelle: Bartenbach

Ziel sei es außerdem, Aufklärungsarbeit rund um das Thema Facility Management zu leisten. Mit der Kampagne wolle man anregen, „festgefahrene Vorstellungen zu überdenken und sich ein aktuelles Bild von den Chancen zu machen, die Facility Management sowohl Unternehmen als auch Fachkräften und Berufseinsteigern eröffnet.“

Zu lesen ist nun auf den einzelnen Motiven:

  • Wenn du denkst, du steht nicht auf FM: Sich informieren tut gar nicht weh.
  • Wenn Sie denken, Facility Management ist nur was für Immobilienhaie: Warten Sie, bis Sie selbst Blut geleckt haben.
  • Wenn du denkst, Facility Management ist ein Abtörner: Lass dich doch mal anregen.
  • Wenn Sie denken, Sie kennen Facility Management: Lassen Sie uns das Thema neu aufrollen.

Also, ich weiß nicht. Regen diese Sätze wirklich zu den gewünschten Reaktionen an? Oder werden nicht vielmehr sämtliche Vorurteile bestätigt, die viele mit Facility Management verbinden.

Schön wäre es gewesen, wenn die Branche smart und in die Zukunft ausgerichtet vorgestellt worden wäre – nicht mit Plattitüden ohne Aussage – dazu ebensolche Motive.

Was denken Sie?

(via W&V)

RE Talk: Ralf Golinski

Für die heutige Ausgabe unserer Reihe RE Talk freute ich mich, Ralf Golinski begrüßen zu dürfen. Golinski war Mitbegründer des Softwarehauses conject, deren CAFM-Sparte er jahrelang leitete. Heute verantwortet er die Unternehmenskommunikation der pit-cup GmbH aus Heidelberg. Ich sprach mit ihm jedoch in seiner Funktion als Vorsitzender des CAFM-Rings.

Wir unterhielten uns über die morgen in Frankfurt am Main startende Facility Management Messe, die Rolle von CAFM in der FM-Branche, über die Vorteile und Voraussetzungen der Software sowie über das manchmal ausufernde Ausschreibungswesen.

Die im Interview angesprochen „Leitlinien für CAFM-Projekte“ finden Sie hier: www.cafmring.de/home/leitlinien/

Die manchmal in dem Interview auftretende schlechte Tonqualität (vor allem auf meiner Seite) bitte ich zu entschuldigen. Danke!

Strategisches Facility Management steigert Produktivität am Arbeitsplatz

Facility Manager auf der ganzen Welt stehen vor ähnlichen Herausforderungen wenn es darum geht, Facility Management (FM) als strategische und zentrale Geschäftsfunktion in den Unternehmen zu positionieren. Dies ist das Ergebnis einer von der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) in Auftrag gegebenen Studie, die letzte Woche in Washington D.C., USA, veröffentlicht wurde.

Die Verfasser der Studie, das Occupiers Journal, zeigen auf, dass das Strategiedefizit in den Bereichen Geschäftsführung, Ausbildung und Unternehmensstruktur in Verbindung mit einer nicht vorhandenen „FM-Marke“ zu Wachstumsstagnation und Demotivation junger Arbeitskräfte führt. Dies schränkt die Effizienz von Unternehmen ein, die sich an den im Wandel begriffenen Arbeitsmarkt anpassen müssen.

Kosteneinsparungen und der Mangel an langfristigen Investmentstrategien würden derzeit dazu führen, dass zukünftige Veränderungen der Arbeitsplatzgestaltung, -kultur und -strategie vernachlässigt würden.

Die Studie baut auf den Ergebnissen der Untersuchung „Raising the Bar: Enhancing the Strategic Role of Facilities Management (Phase I)“ aus dem Jahr 2012 auf. Schon damals hieß es: Richtig eingesetzt, kann Facility Management ein wertvoller strategischer Aktivposten in den Unternehmen sein; FM solle zudem nicht als Cost-Center gesehen werden, sondern viel eher als wichtiger Beitrag zur Produktivität und Leistung des Kerngeschäfts. Daher müsse das FM in der Chefetage angesiedelt und in alle Unternehmensbereiche strategisch mit einbezogen werden.

Die aktuelle Studie greift diese Empfehlungen auf. Zudem wurden Facility Manager auf sechs Kontinenten in 12 Städten befragt (12 City Roundtables). Dabei wurden „Ein Dutzend Herausforderungen“ herausgearbeitet, dem „Ein Dutzend Empfehlungen“ für das Facility Management gegenüber stehen.

Eine der zentralen Aussagen der Befragten zeigt, dass FM-Verantwortliche mit der Unternehmensführungsebene zusammenarbeiten sollten, um ein Profil für das Facility Management zu erarbeiten und eine „FM-Marke“ zu schaffen. Außerdem sollten berufliche Standards und Karrieremöglichkeiten aufgezeigt werden, um die Rolle des FM zu unterstreichen.

Paul Carder, Managing Director Occupiers Journal: „Sowohl Branchenvertreter als auch Unternehmen sind sich einig, dass das Facility-Management strategisch ausgerichtet sein muss. Heutzutage verwendet der durchschnittliche Facility Manager über 50 Prozent seiner Zeit damit ‚Alltagsaufgaben‘ zu erledigen. Weniger als 20 Prozent entfallen auf Strategie und Planung. Das muss sich ändern, wenn das FM sein volles Potenzial entfalten soll.“