Aufzugsmanagement: Besser prüfen oder zahlen

Ein Gastbeitrag von Daniel Ehlers, Geschäftsführer von Hundt Consult

Immobilieneigentümer müssen dafür sorgen, dass die Bewohner des Gebäudes und ihre Besucher die Anlagen nutzen können, ohne ein Risiko einzugehen – das dürfte den meisten Eigentümern bekannt sein. Aus dieser Verantwortung für den Liftbetrieb, die der Immobilieneigentümer teilweise an einen Verwalter oder Facility Manager delegieren kann, ergeben sich jedoch Haftungsrisiken, derer sich viele nicht bewusst sind.

So drohen Bußgelder in vier- bis fünfstelliger Höhe, wenn Prüfungsfristen überschritten werden. Kommt es zu einem Unfall mit Personenschaden, sind theoretisch sogar Haftstrafen möglich.

Fast täglich Bußgelder wegen vernachlässigten Prüfungspflichten
Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) legt fest, dass jeder Aufzug alle 24 Monate von einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) – zum Beispiel TÜV oder DEKRA – geprüft werden muss. Die richtigen Abstände zwischen den sogenannten wiederkehrenden Prüfungen einzuhalten, ist dabei essentiell: Bei einer Verspätung von mehr als zwei Monaten droht bereits ein Bußgeld. Die Prüfungen in Auftrag zu geben und fristgerecht durchführen zu lassen, ist Aufgabe des Aufzugsbetreibers – also jener Person, die die Verantwortung für den Liftbetrieb und die Sicherheit der Anlagen trägt.

Zusätzlich fallen Zwischenprüfungen an den Aufzügen an. Wie der Name vermuten lässt, müssen diese zwischen den wiederkehrenden Prüfungen stattfinden. Genauere Vorschriften zu den Fristen nennt die BetrSichV nicht.

Ebenfalls verpflichtend sind weitere regelmäßige Kontrollen der technischen Funktionalität der Anlage von einer dazu beauftragten Person, zum Beispiel dem Hausmeister. Auch für diese Kontrollen muss der Aufzugsbetreiber sorgen. Damit nicht genug: Wenn der Aufzug defekt ist und sich daraus ein Risiko für die Nutzer ergeben kann, muss der Betreiber die Anlage sofort abstellen. Reparatur-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten in Auftrag zu geben, diese abzunehmen und alles zu dokumentieren fällt ebenfalls in seinen Zuständigkeitsbereich.

Bußgelder wegen mangelnder Prüfung von Aufzügen werden derzeit übrigens fast täglich verhängt. Dabei ist zu beachten: Ein Immobilieneigentümer kann die Verwaltung der Anlagen und die damit zusammenhängenden Aufgaben zwar an einen technischen Leiter, Facility Manager oder Verwalter delegieren. Er kann die Verantwortung jedoch nicht komplett abgeben. Ein Bußgeldbescheid kann also theoretisch auch auf dem Schreibtisch eines Immobilieneigentümers oder des Vorstandes einer Immobilien-AG landen.

Höhere Kosten durch TRBS 1121
Auch ohne Bußgelder könnten die Kosten für Aufzugsbetreiber – beziehungsweise die Immobilieneigentümer – künftig steigen. Der Grund ist eine Änderung in den „Technischen Regeln für Betriebssicherheit – Änderungen und wesentliche Veränderungen von Aufzugsanlagen“ (TRBS 1121) auf die sich die Bundesregierung vor ihrer diesjährigen Sommerpause geeinigt hat.

Damit steigen unter anderem die Anforderungen an die Installation einer Schutzeinrichtung für den aufwärts fahrenden Fahrkorb gegen Übergeschwindigkeit. Die Kosten für Immobilieneigentümer können dadurch pro Aufzug um bis zu 500 Prozent in den fünfstelligen Eurobereich steigen.

BetrSichV wird novelliert
Bei den Vorschriften zum Liftbetrieb wird sich in naher Zukunft voraussichtlich noch mehr ändern, denn die BetrSichV wird derzeit überarbeitet. Anders als im ursprünglichen Entwurf vorgesehen, werden die Zwischenprüfungen nicht entfallen, im Gegenteil: Es wird wichtiger werden, sie fristgerecht durchzuführen. Im aktuellen Kabinettsentwurf ist zu lesen, dass die Zwischenprüfung „in der Mitte“ von zwei Hauptprüfungen stattfinden soll. Was das im Detail bedeutet, ist derzeit im Entwurf nicht erklärt, wird sich im Laufe der kommenden Wochen und Monate jedoch herausstellen.

Aufzugsbetreiber müssen ihre Pflichten ernster nehmen und sich regelmäßig über anstehende Änderungen informieren. Nur so können sie verhindern, sich strafbar zu machen und vermeiden, zur Zahlung hoher Bußgelder herangezogen zu werden. Und letztlich bedeuten versäumte Aufzugsprüfungen auch immer ein Risiko für Leib und Leben der Nutzer.

Mängelmanagement-Apps sind im Trend

Gastbeitrag von Elke Tonscheidt

Was ist im operativen Mängelmanagement entscheidend? Vermutlich gehören die genaue Feststellung sowie die Zuordnung und Behebung von Mängeln mit Einbindung aller relevanter Projektbeteiligten in einem gemeinsamen Arbeitsraum dazu. Das internationale Software-Unternehmen Conject mit Hauptsitz in München wollte es genauer wissen und befragte, anonym, Akteure der Bau- und Immobilienbranche: Wie dokumentieren, archivieren und verwalten Sie Baumängel und was wünschen Sie sich künftig für einen besseren Überblick? Elke Tonscheidet hat für RE Times die Ergebnisse, die vor wenigen Tagen publiziert wurden, zusammengefasst.

An der Umfrage beteiligten sich laut Conject zu einem Drittel Bauherren und Eigentümer, gefolgt von Planern, Beratern, Generalunternehmern und Projektsteuerern. Auch Bauleiter, Facility Manager und Behörden gaben Auskunft.

Ralf Händl: „Treffen den Nerv der Zeit“

Die Ergebnisse zeigen: Über 80 Prozent der Teilnehmer setzen zur Erfassung und Bearbeitung von Mängeln Digitalkameras und Smartphones ein, nur 64 Prozent versenden via E-Mail mit Datei-Anhängen wie Mängellisten, Fotos oder Planmarkierungen. Auch Excel-Listen nehmen nach wie vor einen großen Anteil (rund 59 %) ein. Da auch die Baubranche immer digitalisierter arbeitet, scheint das Diktiergerät als Mängelprotokoll weniger relevant zu sein. Dafür steigt das Interesse an einem mobilen Mängelmanagement. Ralf Händl, Geschäftsführer und CEO der Conject Holding GmbH, schließt daraus: „Eine schöne Bestätigung dafür, dass wir mit unserem mobilen Mängelmanagement genau den Nerv der Zeit treffen. Der Bedarf für eine solche Lösung ist also definitiv vorhanden.“

Interessant auch die Antworten auf die Frage, wie ein professionelles Mängelmanagement die tägliche Arbeit konkret erleichtern kann. Deutlich wurde, dass folgende Anforderungen wichtig sind: Es muss übersichtlich, leicht und intuitiv bedienbar sein. Mängellisten, Bilder und Kommunikation müssen verknüpfbar und die Nachvollziehbarkeit für alle Projektteilnehmer gegeben sein.

 „Das spornt uns an und zeigt uns das Potenzial auf.“

Wie zufrieden sind die Akteure momentan hinsichtlich ihres derzeit praktizierten Mängelmanagements? „Die Handhabung von Mängeln“, heißt es im Conject-Blog, „schneidet durchschnittlich befriedigend ab“. Noch schlechter schnitten Benutzerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit ab, notiert das Unternehmen. Ralf Händl kommentiert das wie folgt: „Obwohl die aktuellen Methoden durchschnittlich nur als befriedigend bewertet wurden, werden die Alternativen zu Excel von einem großen Teil nicht eingesetzt. Das spornt uns an und zeigt uns das Potenzial auf.“

Für Re Times sind die Umfrageergebnisse besonders interessant hinsichtlich der daraus ableitbaren Trends. Hier zeigt sich: Mobile Mängelmanagement-Apps und webbasierte Software auf z. B. Tablets werden bereits genutzt, sind aber – noch – in der Minderzahl. Conject wertet das als erfreuliche Tatsache, „dass die Skepsis gegenüber mobilen Softwareanwendungen für das Mängelmanagement nicht groß zu sein scheint“. Im Blog des Unternehmens heißt es weiter: „So äußerten weniger als 50 Prozent der Befragten jeweils überhaupt Bedenken, wobei der meistgenannte Grund Unkenntnis über mobile Software als Alternative zu Excel ist (46 Prozent).“

Welches Fazit kann man ziehen?

Viele Firmen betrachten das Thema Mängelmanagement als entscheidend. Auch wenn einige bereits gute, zudem wirtschaftlich sinnvolle Lösungen gefunden haben, sehen viele hier noch Potential nach oben. Im Blog zieht Conject folgendes Resume: „Die Umfrageergebnisse verdeutlichen das Optimierungspotenzial auf Kundenseite“ und man glaubt, genau hier Angebote machen zu können.

Welchen entscheidenden Nutzen eine mobile Variante habe, wollten wir von Ralf Händl abschließend wissen. Der Conject-CEO antwortet: „Der entscheidende Vorteil des mobilen Mängelmanagements liegt darin, dass es vor Ort – auf der Baustelle oder während der Inspektion im bestehenden Gebäude – im offline-Betrieb zur Verfügung steht und alle Daten erfassen kann. Zurück im Büro kann die Synchronisierung mit der Datenbank stattfinden und alle Prozesse angestoßen werden. Das spart unendlich viel Zeit – nach Aussagen unserer Kunden 98% des bisherigen Aufwands – und sichert darüber hinaus die Projektqualität.“

Einen detaillierten Einblick in die Umfrageergebnisse mit Graphiken finden Sie im Conject-Blog.

Facility Services: Zufriedene Kunden zahlen mehr

Machen Facility-Service-Anbieter ihre Arbeit gut und begeistern so ihre Kunden, akzeptieren diese leicht höhere Angebotspreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Trendstudie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk mit dem Center for Service Excellence der Universität Koblenz-Landau.

Erbringt ein Dienstleister nachhaltig exzellente Leistungen, erhöhen sich seine Chancen im Vergabeprozess sowie in der Weiterempfehlung signifikant

Vor allem proaktive Impulse bei der Optimierung der Gebäudebewirtschaftung, Überraschungsleistungen oder innovative Services über den Dienstleistungsvertrag hinaus gehören demnach zu den Elementen, die für Kundenbegeisterung sorgen.

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Vergabevorteile 
bei 
erlebter 
Kundenbegeisterung / Quelle: Lünendonk

Exzellente Services und Kundenbegeisterung gehen über Zufriedenheit hinaus. Noch vor Jahren galt Kundenzufriedenheit als einer der zentralen Unternehmensziele. Die Auswirkungen dieser Annahme auf den Erfolg wurden verstärkt in Zweifel gezogen. „Trotz Zufriedenheit mit einem Dienstleister sind immer mehr Kunden bereit, den Anbieter zu wechseln“, sagt Professor Matthias Gouthier, Direktor des Center for Service Excellence an der Universität Koblenz-Landau. „Darüber hinaus liegt es im Interesse jeden Dienstleisters, seine Kunden zufriedenzustellen. Damit stellt dies kein Differenzierungsmerkmal mehr dar.“

Doch mit Überraschungsleistungen, proaktiven Optimierungsimpulsen und freundlichen, herzlichen Mitarbeitern könnten Dienstleister die Erwartungen ihrer Kunden noch übertreffen.

So könnten Facility-Service-Unternehmen mit begeisternder Leistungserbringung nachhaltig zur Wertschöpfung ihrer Kunden beitragen. Denn wenn Anwender ihre Immobilien bei einem Partner in vertrauensvollen Händen wissen, ermögliche ihnen dies eine stärkere Konzentration auf ihr Kerngeschäft.

Begeisternde Dienstleister haben Wettbewerbsvorteile

Jörg Hossenfelder - Geschäftsführender Gesellschafter bei Lünendonk / Quelle: Lünendonk

Jörg Hossenfelder – Geschäftsführender Gesellschafter bei Lünendonk / Quelle: Lünendonk

Im preissensiblen Facility-Service-Markt biete eine kontinuierlich exzellente Leistungserbringung daher auch eine zusätzliche Differenzierungsmöglichkeit vom Wettbewerb. „Die Zusammenhänge sind wissenschaftlich belegt“, sagt Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk. „Service Excellence beim Dienstleister ermöglicht eine exzellente Leistungserbringung, die für Kundenbegeisterung sorgt. Folgen hieraus sind Kundenloyalität und ökonomischer Erfolg.“ Dies liege auch daran, dass Kundenbegeisterung mit Emotion zu tun hat.

Kunden würden bis zu 6 Prozent mehr zahlen

Dies schlage sich auch in der Zahlungsbereitschaft nieder – nimmt die Bedeutung von hoher Leistungsqualität im Ausschreibungsprozess doch nimmt weiter zu: Exzellente Leistungserbringung würden Facility-Management-Verantwortliche mit etwa vier bis sechs Prozent Aufschlag im Vergleich zum günstigsten Wettbewerber honorieren, so ein Studienergebnis. Das Gesamtvolumen des Auftrages sowie Branche und Unternehmensgröße der Auftraggeber würden zusätzlich die Bewertung der vorliegenden Angebote beeinflussen.

Auch jenseits der Preisfrage könnten begeisternde Dienstleister mit Vorteilen rechnen. Exzellente Services seien FM-Verantwortlichen zwar wichtig, im Alltagsgeschäft gelinge dies aktuell aber eher mittelmäßig. Anbieter mit einer konsequenten Strategie könnten sowohl aktuell als auch zukünftig punkten. Die Studienteilnehmer erwarten, dass exzellente Anbieter mittel- und langfristig Wettbewerbsvorteile genießen werden.

RE Talk: „Die Datenqualität ist ein großer Wettbewerbsfaktor“

Ganz frisch aus der Druckerei kommt der neue „PMRE Monitor Spezial: IT-Excellence in der Immobilienwirtschaft“. Professorin Dr.-Ing. Regina Zeitner von der HTW Berlin und Dr. Marion Peyinghaus, Geschäftsführerin der pom+International GmbH – die beiden sind die Herausgeberinnen – untersuchen darin den Einsatz von IT-Systemen in der Immobilienwirtschaft.

Kernelement des 152-seitigen Berichts sind die Best-Practice-Beispiele. Unternehmen geben Einblick in ihre Arbeit mit der IT und beschreiben dabei auch, welche Hürden sie bei der Einführung zu meistern hatten, welche Extraschleifen gegangen werden mussten, um schließlich zum Ziel mit den gewünschten Resultaten zu kommen.

Die Untersuchung geht des Weiteren auf Marktanforderungen ein, sie beleuchtet die Chancen, nennt die Impulsgeber, beschreibt die Notwendigkeiten für IT und gibt schließlich auch Tipps, die Unternehmen der Immobilienwirtschaft bei der Einführung von IT-Systemen beachten können. So kann mancher Fehler schon im Vorfeld umgangen und vermieden werden.

Wir konnten bereits kurz vor Veröffentlichung mit Regina Zeitner und Marion Peyinghaus sprechen. Sie können sich die Antworten auf die Fragen unten anhören, wir stellen sie als Audio-Dateien zur Verfügung. Am Ende können Sie sich zudem die gesamte Studie kostenlos downloaden, sie wurde uns dafür extra zur Verfügung gestellt.

 

CHRISTOPH BERGER Frau Peyinghaus, Frau Zeitner, wie bewerten Sie die Situation in den Unternehmen bezüglich der IT-Systeme: Haben die Unternehmen schon ihre IT-Systeme oder arbeiten noch viele mit Excel-Tabellen?
MARION PEYINGHAUS & REGINA ZEITNER

BERGER Von welchen Daten sprechen wir genau?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Kann man das schon zu Big oder Smart Data zählen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Was sollten IT-Systeme für die Immobilienbranche können?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sie schreiben: Manche Unternehmen sind schon weit in der Umsetzung, andere stehen gerade am Start. Können Sie die unterschiedlich vorangeschrittenen Entwicklungen noch etwas detaillierter erklären?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sollte Firmen mit einer kleineren IT-Lösung starten oder direkt ein allumfassenden System implementieren?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Gibt es überhaupt das eine System?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Um Transparenz zu erreichen fordern Sie in Ihrer Untersuchung Teamarbeit zwischen den Akteuren. An wen genau richtet sich dabei Ihr Appell?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Kern Ihrer Studie sind die Erfahrungsberichte aus den Unternehmen. Sind das alles positive Beispiele und konnten Sie gravierende Unterschiede bei den Fällen feststellen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Gab es Fälle, die Sie besonders herausragend fanden?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sie haben einen 10-Punkte-Plan zur Einführung von IT-Systemen in dem Buch veröffentlicht. Wer diese Punkte beachtet, macht alles richtig und kann nicht scheitern?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Welchen Tipp haben Sie noch für Unternehmen, die gerade am Start der Einführung eines IT-Systems stehen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Frau Peyinghaus, Frau Zeitner, vielen Dank für das Gespräch!

Die gesamte Studie können Sie hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen.

Data Center Infrastructure und IT-Management-Plattform

Schneider Electric und HP haben Mitte März bekanntgegeben, dass sie gemeinsame eine Plattform für das Datacenter Infrastructure Management (DCIM) auf den Markt bringen werden. Die Lösung werde IT- und Facility-Managern in Unternehmen einen konsistenten Überblick über die IT-Infrastruktur und das Gebäudemanagement verschaffen und erleichtere beiden Bereichen so die Zusammenarbeit für eine verbesserte Effizienz.

Die Lösung bestehe aus der ITSM-Lösung HP Converged Management Services (CMC) und StruxureWare for Data Centers, der DCIM-Software von Schneider Electric. Durch die Zusammenarbeit würden sich Daten zur physikalischen Infrastruktur für eine umfassende Analyse künftig mit den Geschäftsprozessen verknüpfen lassen.

HP und Schneider Electric integrieren StruxureWare for Data Centers dabei in die HP Universal Configuration Management Database (UCMDB). Dadurch wird eine Kommunikation zwischen den beiden Plattformen für das DCIM und IT Service Management (ITSM) sowie der Abgleich von Asset-Daten möglich.

Zudem bildet HP die Funktionen und Features von StruxureWare for Data Centers im HP Converged Management Consulting Framework ab. Dieser Schritt ermöglicht es den Beratern, informierte und fundierte Empfehlungen rund um den Einsatz der gemeinsamen Lösung beim Kunden zu treffen und die optimale Lösung für die Integration der ITSM und DCIM-Lösung in die bestehende Umgebung zu finden.

StruxureWare for Data Centers gewährt einen Einblick in die IT-Infrastruktur sowie das Gebäudemanagement – inklusive Reporting und Analyse. Damit ist die DCIM-Lösung eine Ergänzung zur ITSM-Software von HP. Die Kombination dieser beiden Technologien gebe Kunden die Möglichkeit zu erheblichen Energieeinsparungen und einer effizienteren Verwaltung ihrer IT-Dienstleistungen und Vermögenswerte, heißt es von Seiten Schneider Electric.

Fachsymposium CAFM

Am 26. Juni findet im Parkhotel Stuttgart Messe-Airport das vom „Der Facility Manager“ und dem CAFM Ring organisierte Fachsymposium CAFM statt.

Inhaltlich wird es um den Einsatz von CAFM, also Computer Aided Facility Management-Systemen, für den Gebäudebetrieb gehen. So lassen sich beispielsweise sämtliche rechtlich relevanten Dokumente in der Software hinterlegen und per Knopfdruck Informationen über anstehende und ausgeführte Wartungen und Reparaturen abrufen. Dies hilft Immobilieneigentümern, Facility Managern und Facility Services-Anbietern, ihrer Dokumentationspflicht im Rahmen der Betreiberverantwortung gerecht zu werden. Zudem lassen sich durch CAFM Arbeitsabläufe im Facility Management effektiver gestalten und Flächen effizienter verwalten.

Und wer schon mal da ist, kann gleich noch ein verlängertes Wochenende in der Stadt mitsamt Umgebung anschließen. Denn die Woche darauf findet in direkter Nachbarschaft zum Veranstaltungsort die Consense statt. Dazu dann mehr am Montag.

Weitere Informationen zum Fachsymposium CAFM finden Sie hier.

Fachsymposium „IT-Einsatz“

Am 22. Mai veranstaltet die Fachzeitschrift „Der Facility Manager“ gemeinsam mit der Conject AG im Mövenpick Hotel Frankfurt City das „Fachsymposium IT-Einsatz in Gebäudeplanung und -betrieb“.

Auf dem Programm stehen drei Vorträge:

  • Die Beratersicht: „Planen, Bauen und Bewirtschaften – Anforderungen und Lösungsansätze durch IT-Systeme“
    Wolfgang Moderegger, Geschäftsführer AIS Management GmbH
  • Die Anbietersicht: „Wissensverluste vermeiden – Phasenübergreifendes Prozessmanagement im Immobilienlebenszyklus“
    Frank Bögel, Regional Director Conject Duisburg
  • Die Nutzersicht: „Prozessoptimierung durch gelebtes ILM-Konzept bei der Universität Oldenburg“
    Gerd Bahlo, Abteilungsleitung Technisches Gebäudemanagement und Bauplanung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Anmeldungen sind hier möglich.

Innovationen in der Facility Management-Branche

Auf der gestrigen Abschlussdiskussion auf dem Podium im Rahmen der Facility Management Messe gab es noch einmal ein spannendes Gespräch zum Thema „FM 2020: Ideen – Initiative – Innovationen“, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Zum Thema „FM 2020: Ideen – Initiative – Innovationen“ diskutierten Markus Holzke (Geschäftsführer der Spie GmbH, Janke Papenfuß (Geschäftsfürer der Dr. Odin GmbH), Dr. Martin Soboll (Geschäftsführer der RESULT Real Estate Management Consultants GmbH), Oliver Arnemann (CEO der VHB Facility Management GmbH), Andreas Broßmann (Mitglied der Geschäftsführung der Canzler Ingenieure GmbH) und Sebastian Hölzlein (geschäftsführender Gesellschafter der ALPHA Immobilien Consulting GmbH) (v.l.n.r.)

Und hier der Audio-Mitschnitt der Diskussion:

Strategisches Facility Management steigert Produktivität am Arbeitsplatz

Facility Manager auf der ganzen Welt stehen vor ähnlichen Herausforderungen wenn es darum geht, Facility Management (FM) als strategische und zentrale Geschäftsfunktion in den Unternehmen zu positionieren. Dies ist das Ergebnis einer von der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) in Auftrag gegebenen Studie, die letzte Woche in Washington D.C., USA, veröffentlicht wurde.

Die Verfasser der Studie, das Occupiers Journal, zeigen auf, dass das Strategiedefizit in den Bereichen Geschäftsführung, Ausbildung und Unternehmensstruktur in Verbindung mit einer nicht vorhandenen „FM-Marke“ zu Wachstumsstagnation und Demotivation junger Arbeitskräfte führt. Dies schränkt die Effizienz von Unternehmen ein, die sich an den im Wandel begriffenen Arbeitsmarkt anpassen müssen.

Kosteneinsparungen und der Mangel an langfristigen Investmentstrategien würden derzeit dazu führen, dass zukünftige Veränderungen der Arbeitsplatzgestaltung, -kultur und -strategie vernachlässigt würden.

Die Studie baut auf den Ergebnissen der Untersuchung „Raising the Bar: Enhancing the Strategic Role of Facilities Management (Phase I)“ aus dem Jahr 2012 auf. Schon damals hieß es: Richtig eingesetzt, kann Facility Management ein wertvoller strategischer Aktivposten in den Unternehmen sein; FM solle zudem nicht als Cost-Center gesehen werden, sondern viel eher als wichtiger Beitrag zur Produktivität und Leistung des Kerngeschäfts. Daher müsse das FM in der Chefetage angesiedelt und in alle Unternehmensbereiche strategisch mit einbezogen werden.

Die aktuelle Studie greift diese Empfehlungen auf. Zudem wurden Facility Manager auf sechs Kontinenten in 12 Städten befragt (12 City Roundtables). Dabei wurden „Ein Dutzend Herausforderungen“ herausgearbeitet, dem „Ein Dutzend Empfehlungen“ für das Facility Management gegenüber stehen.

Eine der zentralen Aussagen der Befragten zeigt, dass FM-Verantwortliche mit der Unternehmensführungsebene zusammenarbeiten sollten, um ein Profil für das Facility Management zu erarbeiten und eine „FM-Marke“ zu schaffen. Außerdem sollten berufliche Standards und Karrieremöglichkeiten aufgezeigt werden, um die Rolle des FM zu unterstreichen.

Paul Carder, Managing Director Occupiers Journal: „Sowohl Branchenvertreter als auch Unternehmen sind sich einig, dass das Facility-Management strategisch ausgerichtet sein muss. Heutzutage verwendet der durchschnittliche Facility Manager über 50 Prozent seiner Zeit damit ‚Alltagsaufgaben‘ zu erledigen. Weniger als 20 Prozent entfallen auf Strategie und Planung. Das muss sich ändern, wenn das FM sein volles Potenzial entfalten soll.“