Pan-Europäisches Zertifikat für Objektmanager im FM-Bereich

Die an der Technischen Universität Wien, Immobilien- und Facility Management (IFM), angesiedelte, REUG (Real Estate User Group) bietet in Zusammenarbeit mit dem European Facility Management Network – EuroFM das Pan-Europäische Zertifikat für Objektmanager im Bereich Facility Management an.

Objektmanager werden dabei auf ihre Bindefunktion zwischen Mietern, Immobilien und Facility Services vorbereitet, um Dienstleistungen orientieren, unterstützen und abwickeln zu können.

Die Weiterbildung richtet sich an „interne“ Objektmanager beim Eigentümer beziehungsweise Nutzer, als auch an „externe“ Objektmanager beim Dienstleister. Dabei orientiert sie sich sowohl an dem internationalen Standard EN15221 Teil 4 als auch die jeweiligen nationalen Gegebenheiten.

Absolventen haben mit Abschluss technisches, infrastrukturelles, juristisches, soziales kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Wissen sowie in Arbeitsplatz-Strategien und Umbau/Sanierung erworben.

Voraussetzungen sind die Reifeprüfung AHS/HAK/HTL, ein Universitäts- oder Fachhochschulabschluss im FM-Bereich sowie Lehrberufe mit Meisterbrief oder Lehrberufe mit einschlägiger Erfahrung.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie hier.

 

Ausstellungen: Mies van der Rohe Award 1988–2013 und DAM Preis für Architektur in Deutschland 2013

Im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main eröffnete am 8. Februar die Ausstellung „Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur – Mies van der Rohe Award 1988–2013„. Noch bis zum 20 April 2014 können sich Architekturinteressierte und -begeisterte dort nicht nur alle Gewinnerprojekte der vergangenen 25 Jahre ansehen, sondern auch die Modelle und Tafeln der aktuellen Preisträger, die der Finalisten sowie eine engere Auswahl von 34 Projekten.

Henning Larsen Architects mit Batteríið Architects und Studio Olafur Eliasson: Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa, Reykjavik\Island © Foto: Nic Lehoux

Henning Larsen Architects mit Batteríið Architects und Studio Olafur Eliasson:
Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa, Reykjavik\Island /
© Foto: Nic Lehoux

Der Mies van der Rohe Preis (Preis der europäischen Union für zeitgenössische Architektur) ist ein renommierter europäischer Architekturpreis. Der seit mittlerweile 25 Jahren verliehene Preis kürt alle zwei Jahre hochkarätige Architektur von kultureller Bedeutung und lobt herausragende Beiträge zur modernen Stadtentwicklung. Die Liste der weltberühmten Preisträger umfasst Namen wie David Chipperfield, Rem Koolhaas oder Zaha Hadid.

2013 wählte die internationale Jury unter 335 nominierten Projekten aus 37 europäischen Ländern das Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik/Island von Henning Larsen Architects mit Batteríið Architects und Studio Olafur Eliasson. Die Emerging Architect Special Mention geht an Langarita-Navarro Arquitectos mit dem Projekt der Red Bull Music Academy. Unter den Finalisten fanden sich darüber hinaus Arbeiten von BIG Bjarke Ingels Group, Aires Mateus Arquitectos, Marie-José Van Hee architekten und Jürgen Mayer H.

Die wesentlichen Zielsetzungen des „European Union Prize for Contemporary Architecture – Mies van der Rohe Award“ sind die Anerkennung und Auszeichnung von Exzellenz im Bereich Architektur sowie auf die wichtigen Beiträge europäischer Architekten im Hinblick auf die Entwicklung neuer Ideen und Technologien aufmerksam zu machen. Der Architekturpreis und die „Emerging Architect Special Mention“ als besondere Anerkennung werden alle zwei Jahre für Arbeiten verliehen, die in den vorangegangenen zwei Jahren fertiggestellt und in Ländern umgesetzt wurden, die vom Kulturprogramm der Europäischen Union abgedeckt werden.

Auf diese Weise bietet der Preis sowohl Einzelpersonen als auch öffentlichen Institutionen die Möglichkeit, ein tieferes Verständnis der kulturellen Bedeutung der Architektur für die Struktur unserer Städte zu erlangen. Es gibt überdies zwei maßgebliche Gründe für den Architekturpreis: Es soll eine größere Mobilität von Architekten innerhalb der gesamten Europäischen Union erreicht und junge Architekten am Beginn ihrer Karriere unterstützt werden.

Die Kandidaten für den Preis werden von einer breit gefächerten Gruppe von unabhängigen Sachverständigen aus ganz Europa, Verbänden, die Teil des Architects’ Council of Europe (ACE) sind und anderen nationalen Architektenvereinigungen aus Europa sowie den Mitgliedern des Beratungsausschusses vorgeschlagen.

Für die alle zwei Jahre stattfindende Auszeichnung werden zwei Projekte ausgewählt: eines, das den Preis erhält, und eines, das die besondere Anerkennung in Form der „Emerging Architect Special Mention“ zugesprochen bekommt: beide als Anerkennung für ihre konzeptionelle, technische und bauliche Qualität. Die Jury wählt überdies eine Reihe von Arbeiten aus der engeren Auswahl aus, die dann in die Ausstellung und den sie begleitenden Katalog aufgenommen werden.

Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 60.000 Euro und 20.000 Euro für die besondere Anerkennung dotiert. Neben den Preisgeldern erhalten die Gewinner überdies eine von dem katalanischen Künstler Xavier Corberó entworfene Skulptur, die von den Stützen des Mies van der Rohe Pavillons inspiriert ist, der zugleich Symbol des Preises ist und eine der bedeutendsten Architekturleistungen des 20. Jahrhunderts darstellt.

Parallel dazu zeigt das Deutsche Architekturmuseum auch noch die Ausstellung „DAM Preis für Architektur in Deutschland 2013 – Die 22 besten Bauten in/aus Deutschland„. Diese Schau ist noch bis zum 11. Mai 2014 zu sehen.

LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei: Kunstmuseum Ravensburg © Foto: Roland Halbe 2012

LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei: Kunstmuseum Ravensburg /
© Foto: Roland Halbe 2012

Architekturstudium der Alanus Hochschule EU-weit anerkannt

Der Bachelorstudiengang „Architektur und Stadtraum“ am Fachbereich Architektur der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn wurde durch die Europäische Kommission notifiziert. Die im Architekturstudium der Alanus Hochschule erworbene Berufsqualifikation ist damit in allen EU- Staaten anerkannt.

Die Absolventen der Alanus Hochschule können so ohne Einzelfallprüfung in die Architektenkammer oder die vergleichbare Berufsorganisation des jeweiligen EU-Landes eingetragen werden können. Der Berufseinstieg wird ihnen somit erleichtert.

Nach Aussage der Hochschule ist eine solche Notifizierung das Ergebnis eines aufwändigen Verfahrens, bei dem sowohl die Europäische Kommission als auch die zuständigen Behörden und Einrichtungen aller europäischen Mitgliedsstaaten den Studiengang einer eingehenden Prüfung unterziehen.

Eine Auflistung aller Hochschulen mit einem Fachbereich Architektur gibt es bei der Bundesarchitektenkammer: www.bak.de/architekten/ausbildung/hochschulen-in-deutschland/hochschulen-fachbereich-architektur/

Studie: FM-Anbietermarkt nur unzureichend auf länderübergreifende Angebote vorbereitet

International agierende Unternehmen möchten mit FM-Dienstleistern zusammenarbeiten, die länderübergreifende innovative Modelle mit hoher Eigenleistungstiefe anbieten. Schließlich spüren vor allem produzierende Firmen den Druck der Märkte: Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, gilt es, Sekundär- und Facility-Management-Prozesse europaweit zu standardisieren. Doch der Anbietermarkt ist im Gegenzug auf diesen Wandel nur unzureichend vorbereitet. Dies ergab eine Studie von Drees & Sommer. Rund 100 Facility-Management-Dienstleister aus dem ganzen europäischen Kontinent gaben Auskunft über ihr Angebot auf den europäischen Märkten. Das Ergebnis: Keiner der Anbieter deckt ganz Europa mit einer umfassenden Eigenleistungstiefe ab.

Die jüngsten Erfahrungen von Drees & Sommer haben gezeigt, dass globale, internationale Kunden – allen vorab Industrieunternehmen – nach FM-Anbietern suchen, die länderübergreifend innovative Modelle mit hoher Eigenleistungstiefe anbieten. Bisher gibt es jedoch keine Transparenz, die aufzeigt, ob der Markt diesen Anforderungen auch gewachsen ist. Aus diesem Grund wurde die internationale Studie durchgeführt, die zyklisch jährlich wiederholt werden soll, um daraus die Entwicklungen am Anbietermarkt kontinuierlich im Blick zu haben.

Der Bedarf an Green-FM-Dienstleistungen ist erkannt – bei der Umsetzung gibt es noch Nachholbedarf.

Der Bedarf an Green-FM-Dienstleistungen ist erkannt – bei der Umsetzung gibt es noch Nachholbedarf.

Ziel der Studie war es, relevante Informationen zum europäischen FM-Markt, der Dienstleisterstrukturen mit ihrer jeweiligen Eigenleistungstiefe im kaufmännischen, technischen und infrastrukturellen Bereich sowie zur Art und Umfang internationaler und grenzüberschreitender, strategischer Partnerschaften zu erhalten.

Die Diskrepanz zwischen Anforderungen und Markt bedeutet für international agierende Unternehmen oftmals eine enorme Herausforderung. So haben die Entscheider meist nicht die Möglichkeit, alle immobilienrelevanten Leistungen für ihre europäischen Standorte in die Hände eines strategischen Betreibers zu geben. Stattdessen müssen in zum Teil aufwändigen Auswahlverfahren die Unternehmen für die einzelnen Länder mit individuellen Lösungen dem Markt anpassen, beziehungsweise Leistungen implementieren.

Kein Anbieter deckt ganz Europa ab

Auf die Frage, ob der Dienstleister Verträge, die mindestens zwei Länder umfassen, mit ihren Auftraggebern haben, haben 45 Prozent der Befragten mit ja, 55 Prozent mit nein geantwortet. Ganz Europa deckt dabei kein Anbieter mit hoher Eigenleistungstiefe ab.

Demzufolge haben die Auftraggeber derzeit nur die Wahl zwischen Modellen mit hoher Eigenleistungstiefe, die jedoch nicht europaweit angeboten werden, und reinen Management-Modellen, bei denen die Leistungen an Subunternehmer vergeben werden.

Der Trend hin zum Outsourcing ist ungebremst.

Der Trend hin zum Outsourcing ist ungebremst.

Die Studie hat zudem einen erkennbaren Trend zum weiteren Outsourcing von FM-DienstIeistungen in ganz Europa aufgezeigt – über nahezu alle Branchen hinweg. Folglich werden auch die oben bereits genannten Marktanforderungen internationaler Kunden an internationale Dienstleister weiter steigen. Die Dienstleister sind gefordert, darauf zu reagieren.

Green FM europaübergreifend noch in den Kinderschuhen

Ernüchternd waren die Ergebnisse zum Teilbereich Green FM: So schätzen zwar 86 Prozent der Befragten die Leistungen des Green FM als für ihre Kunden sehr wichtig ein, jedoch bieten gerade 72 Prozent Green-FM-Leistungen selbst an – und auch diese nicht in ganz Europa. Mittels Freitexteingabe konnten die Befragten die Leistungen angeben, die sie in diesem Bereich anbieten. Aufgeführt wurden

  • Green Lease Contracts
  • Energie- und Müllmanagement
  • Unterstützungsleistungen bei Green-Building-Zertifizierungen
  • Green Cleaning

Strategische, ganzheitliche Green-Building-Leistungen werden von den Dienstleistern überwiegend nicht angeboten. Nachhaltigkeitsmessungen im Betrieb und die Ableitung von Optimierungsmaßnahmen – wie sie von Global Playern vermehrt gefordert werden – sind für die operativen Anbieter in Europa derzeit größtenteils (noch) Zukunftsmusik.

Auch die Frage nach innovativen Lösungskonzepten zeigt auf, dass die Anbieter den Marktanforderungen hinterherhinken. Auf die Frage ‚Bietet Ihr Unternehmen innovative Lösungskonzepte an?‘ haben 52 Prozent mit ja und 1,5 Prozent mit nein geantwortet. Über 46 Prozent haben diese Frage gar nicht beantwortet.

Davon ausgehend, dass ein Unternehmen, das Innovationen anbietet, diese auch publiziert, ist die Innovationskraft bei den Dienstleistern europaübergreifend noch in den Kinderschuhen. Im Freitextfeld wurden unter anderem Total FM, Ergebnisorientierte Leistungen und Ergebnisgarantie, Energiemanagement mit zustandsorientierter Instandhaltung, Life Cycle Modelle inkl. Investitionen und Instandhaltungsgarantie und Gainsharing-Modelle angegeben. Nirgends zu finden waren CO2-Footprint-Optimierungen oder übergreifende strategische Managementkonzepte.

Grafiken: Drees & Sommer