Zertifizierungskurs „BIM Professional“

Die Ruhr-Universität Bochum bietet in Zusammenarbeit mit Hochtief ViCon ab dem Sommersemester 2016 – Start ist bereits am 21. April 2016 – einen Zertifizierungskurs „BIM Professional“ als standardisierte Ausbildung zum BIM-Experten an. In sechs thematisch strukturierten Modulen lernen die Teilnehmer in den Bereichen Technologie, Prozesse, Menschen und Richtlinien, wie mithilfe praxiserprobter Methoden und Werkzeuge Projekte mit BIM effizienter gestaltet werden können.

Die BIM-Schulung richtet sich an:

  • Ingenieure und Architekten aus allen Leistungsphasen
  • Führungskräfte und Projektleiter
  • zukünftige BIM-Koordinatoren

Kursteilnehmer haben so die Möglichkeit, sich berufsbegleitend und ganzheitlich mit dem Themenkomplex BIM auseinanderzusetzen. Der Kurs endet nach erfolgreicher Teilnahme mit dem Abschlusszertifikat „BIM Professional“. Das Zertifikat wird von der Gesellschaft Planen Bauen 4.0 anerkannt.

Gebäude simulieren

Von Christine Gärtner, Managerin bei EY (Ernst & Young) Real Estate

Bauen ist grundsätzlich komplex. Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich in Fällen, in denen Unternehmen eigene Immobilien errichten, beispielsweise zu Produktionszwecken. Das Zusammenspiel von Gebäudehülle und Produktions- beziehungsweise Organisationsprozessen im Innern muss hier den individuellen Anforderungen des Unternehmens gerecht werden. Allerdings bringen die Unternehmen, zum Beispiel die des produzierenden Gewerbes, üblicherweise wenig Erfahrung als Bauherr mit.

Simulation über digitale Gebäudemodelle

Christine Gärtner

Christine Gärtner von Ernst & Young Real Estate

Allerdings werden nach unsereren Beobachtungen genau solche Fälle eine Vorreiterrolle bei Neuentwicklung im Bauen einnehmen. Daher sollten der Bau und die Nutzung des Gebäudes bereits im Vorfeld bis in kleinste Details simuliert werden. Dies geschieht über digitale Gebäudemodelle, bei denen alle Gebäudeteile nicht nur dreidimensional am Computer dargestellt werden, sondern zudem mit einer Fülle relevanter Informationen hinterlegt sind.

Die Informationen umfassen die Architektur: Welche Auswirkungen hat eine bestimmte Fassade auf die spätere Raumtemperatur, und welche anfänglichen und laufenden Kosten sind mit welchem Bauteil verbunden?

Über die Architektur hinaus umfassen die Informationen die konkrete Nutzung des Gebäudes: Welche Bereiche müssen räumlich miteinander verzahnt werden, um die internen Prozesse adäquat abbilden zu können? Wie sieht es mit Wartungen aus? Wie sind die Laufwege der Mitarbeiter? Und werden dabei sensible Bereiche gestört? Wo entstehen Emissionen oder im Falle der Produktion beispielsweise Erschütterungen?

Building Information Modeling

Dies geschieht optimalerweise über digitale, informationsgestützte Gebäudemodelle – im Ausland sind sie längst Standard. Oft sind sie gar gesetzlich vorgeschrieben. Sie laufen dort unter dem Stichwort Building Information Modeling (BIM) und haben das Ziel, Baukosten zu senken und den späteren Betrieb zu optimieren.

In Deutschland ist das Thema noch jung. Wir schätzen die Zahl aktueller Bauprojekte auf etwa ein Dutzend. Häufig sind es Projekte ausländischer Bauherren, die in ihrem Heimatländern gute Erfahrungen mit BIM gemacht haben und das System nun freiwillig in Deutschland anwenden.

Meine Empfehlung daher: Je früher die deutsche Bauwirtschaft mit dem Thema beginnt, desto besser. Wir hinken dem Ausland ohnehin hinterher. Zudem rechnen Experten damit, dass BIM-Systeme auch in Deutschland Pflicht werden. Nutzen wir die Zeit, um vorbereitet zu sein.

BIM-Präsentationen zum freien Download

buildingSmart hat die Präsentationen der Vorträge des 11. BIM-Anwendertags online gestellt – mit Downloadmöglichkeit: www.buildingsmart.de/veranstaltungen/bim-anwendertag/11-bim-anwendertag?card=5

Nemetschek Allplan und bim+ bündeln ihre Kräfte

Die beiden Tochtergesellschaften der Nemetschek AG, Nemetschek Allplan und bim+ wollen das Thema Building Information Modeling (BIM) künftig mit vereinten Kräften vorantreiben. Deshalb hat Nemetschek Allplan die bim+ Cloud-Technologie inklusive BIM-Server erworben.

Diese Plattform bilde die Basis für zukünftige Entwicklungen, durch die Allplan-Anwender noch stärker von den Vorteilen der BIM-Arbeitsweise profitieren werden, heißt es. Allplan will die offene Cloud-Technologie weiter betreiben, entwickeln und ausbauen.

bim+ ermöglicht der Verkauf der Cloud Technologie, sich mehr auf ihre Vision zu fokussieren: „Making BIM happen faster“. Die Nemetschek-Tochter wolle sich in Zukunft darauf konzentrieren, Großkunden zu helfen, BIM-Projekte erfolgreich zu gestalten, um schneller besser und kosteneffizienter zu bauen.

Die Lösungen basieren auf dem neuen Open BIM IFC Server, der Cloud-Technologie von Allplan, BIM Apps und individuellen Softwarekomponenten. bim+ werde Lösungen gemeinsam mit den Kunden erarbeiten und auch bei der Umsetzung der jeweiligen Projekte begleiten und unterstützen.

Das zentrale Element der Cloud-Technologie von bim+ ist ein offener, cloud-basierter BIM-Server. Er unterstützt Collaboration-Services wie Versions- und Revisions-Management, Analysen und Clash-Detection.  Hierzu werden in einem zentralen Datenspeicher verschiedene Modelle für Architektur, Tragwerk und Haustechnik miteinander verknüpft und gemeinsam verwaltet.

Diese Technologie bietet offene Schnittstellen zu den gängigen AEC-Systemen sowie die Unterstützung offener Standards wie IFC oder BCF. Dies ist vorteilhaft, wenn es darum geht, die heterogene Infrastruktur beziehungsweise Prozesse von Großkunden abzubilden und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Drees & Sommer steigert Konzernumsatz um 18,6 Prozent

Der Konzernumsatz von Drees & Sommer 2013 liegt mit 204,7 Millionen Euro um 18,6 Prozent über dem Vorjahresniveau (172,5 Millionen Euro) und das operative Ergebnis konnte um 2,7 Millionen Euro oder 14,7 Prozent auf 21 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr 18,3 Millionen Euro).

Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender des Stuttgarter Unternehmens, sagte: „Die weiter verstärkte Fokussierung auf wichtige Branchen, in denen wir spezifische Kompetenzen aufweisen können, hat sich ebenso ausbezahlt wie die konsequente Vernetzung von Prozessberatung und Fachplanung mit Projektmanagement und Facility Management Consulting. So wird die Leistung General Construction Management – ergänzt um Lean Management und Logistikplanung – ebenso zunehmend nachgefragt wie Bauberatung und Planung aus dem Engineering-Bereich.“

Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender von Drees & Sommer / Quelle: Dreso

Peter Tzeschlock, Vorstandsvorsitzender von Drees & Sommer / Quelle: Dreso

Das an 37 Standorten aktive Unternehmen konnte den prozentualen Umsatzanteil der 21internationalen Standorte auf 27 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent) erhöhen. Vor allem in der Schweiz sowie in Russland und den GUS haben sich die Geschäfte positiv entwickelt – mit 27,9 Prozent (Schweiz) beziehungsweise 29,7 Prozent (Russland, GUS) verzeichnen diese Standorte den Löwenanteil am internationalen Umsatz.

Damit einher gingen allerdings auch erhebliche Investitionen in den weiteren Ausbau der internationalen Standorte. So haben Neueinstellungen, eine Intensivierung der Weiterbildung vor Ort, der Ausbau des Qualitätsmanagements und eine verstärkte Qualitätssicherung das Auslandsergebnis vorübergehend belastet.

Wie das Unternehmen berichtet, wurden 2013 über 270 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt – trotz der stärker spürbaren Folgen des demografischen Wandels. Darunter gehören 230 der Ingenieursdisziplin an, 30 Betriebswirte und 10 Berater aus anderen Branchen. Im laufenden Jahr 2014 plant Drees & Sommer erneut über weitere 200 qualifizierte Fachkräfte einzustellen.

Nach wie vor seien die Alleinstellungsmerkmale von Drees & Sommer die innovative Kompetenz, der hohe Qualitätsstandard und die absolute Zuverlässigkeit, mit der das Unternehmen im Sinne des „blue way“ Ökonomie und Ökologie zum Nutzen seiner Kunden nachhaltig verbinde, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sowie vorgelagerte Beratungsprozesse in den Branchen Automotive, Healthcare, Life Sciences und Retail würden auch 2014 einen wesentlichen Erfolgstreiber darstellen. Der Bedarf an einer zeit-, kosten- und bedarfsgerechten Beratung und Baubegleitung werde auch in der Immobilienwirtschaft weiter zunehmen.

Man plane vor diesem Hintergrund unter anderem auch die Leistung des General Construction Management weiter auszubauen. Bereits heute beschäftige das Unternehmen 50 TGA-Planer, die die Planung selbst in die Hand nehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt werde Building Information Modeling (BIM) sein: Bauvorhaben – insbesondere Großprojekte – würden immer komplexer: Dies erfordere auch neue Arbeitsmethoden, damit Bauvorhaben termingerecht und im Kostenrahmen fertiggestellt werden könnten. Bauen mit BIM nach dem Prinzip „Build it twice“ bedeutee, ein Gebäude zunächst digital durchzuplanen. Die Risiken ließen sich so auf ein Minimum reduzieren. Kombiniert mit Methoden wie Lean Management in der Abwicklung sowie Supply Chain Management bei der Anlieferungs- und Baustellenlogistik könne BIM die Qualität des Bauens in Zukunft erhöhen.

Schließlich stelle noch die wachsende Rohstoffknappheit eine Herausforderung für Wirtschaftsunternehmen auf der ganzen Welt dar – davon betroffen sei auch die Immobilienbranche. Ein intelligenter Umgang mit Rohstoffen auch bei Immobilien sei daher nicht nur ökologisch unabdingbar, sondern habe auch Auswirkungen auf das Renditepotenzial.

Eine Lösung hier entgegenzuwirken biete das Cradle-to-Cradle-(Von der Wiege zur Wiege)-Prinzip: Die Idee dahinter ist, verwendete Ressourcen immer wieder in gleicher Güte neu einzusetzen.

BTGA-Almanach 2014 ist erschienen

Der neue „BTGA-Almanach 2014“ ist erschienen. Präsentiert werden in ihm auf über 110 Seiten wegweisende Trends der TGA-Branche. Das in der 14. Auflage erschienene Jahrbuch, herausgegeben vom BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V., belegt die Innovationskraft der Branche und ihrer Partner aus Forschung und Wissenschaft.

Quelle: BTGA

Quelle: BTGA

Dies zeigen praxisorientierte Beispiele aus Anlagenbau und -technik, unter anderem zur industriellen Kühlung, zu Kraft-Wärme-Kopplung, Power-to-Gas und Gebäudeautomation.

Gefragt sind gebäudetechnische Innovationen in allen Phasen der Planung, des Baus und Betriebs wie auch der Sanierung von Gebäuden. Der „BTGA-Almanach 2014“ befasst sich daher auch mit dem Thema „Gebäudeautomation“ (BIM) als ganzheitliche Planungsmethode, mit der die Beiträge aller an einem Bauprojekt beteiligten Akteure eng miteinander vernetzt werden, auch um Projektergebnisse gemeinsam zu sichern.

Insgesamt reichen die inhaltlichen Schwerpunkte des Jahrbuches von der Anlagentechnik bis zu Wirtschafts-, Rechts- und Berufsbildungsthemen. Die kostenfrei erhältliche Publikation richtet sich an Industrie, Politik und Behörden, Investoren, Immobilienbetreiber, Planer und an die TGA-Branche.

Die Auswahl der Autoren ist breit gefächert: Neben Wissenschaft und Forschung sind Experten aus der Industrie vertreten, aus den Mitgliedsunternehmen der BTGA-Organisation, ihren Landesverbänden und aus der Geschäftsstelle des BTGA.

Ab sofort ist der „BTGA-Almanach 2014“ auch im Internet unter www.btga.de verfügbar. Dort besteht die Möglichkeit zum Download sowohl einzelner Fachbeiträge wie auch der Gesamtausgabe.

RIB Software unterzeichnet Vertrag mit chinesischem BIM-Pionier

Der chinesische BIM-Pionier Jianyi Group mit Hauptsitz in Peking hat einen iTWO P8-Vertrag mit der RIB-Gruppe aus Stuttgart unterzeichnet, um die Implementierung der iTWO 5D Big-Data-Technologie einzuleiten.

Die 1992 gegründete Jianyi Group ist ein multinationales Unternehmen, das im Bausektor sowie in den Bereichen Kapitalanlagen, Immobilien und Fertigung von Transportausrüstung tätig ist.

Mit dem Bausektor als wichtigsten Geschäftsbereich der Gruppe, gilt Jianyi als Pionier in der Anwendung von BIM, um ihre Kernkompetenzen zu erweitern. Der Präsident von Jianyi, Zhang Ming, ist bestrebt, sein Unternehmen mithilfe neuer Technologien und Denkweisen nachhaltig zu gestalten. Jianyi hat RIB beauftragt, das Unternehmen ausgehend von einem P8-Pilotpojekt schrittweise beim Aufbau des echten 5D-Managements auf Unternehmensebene zu unterstützen.

Interaktive BIM Collaboration

Jochen Tanger vom BIM Blog schreibt in seinem Beitrag „Interaktive BIM Collaboration – SMART Lösungen für AEC Projektteams“ über großformatige und interaktive Displays, über Kollaboration via Software, über Plugins, die für Projektteams aus den Branchen Architektur, Ingenieurswesen und für Bauunternehmen interessant sind und über Studien, in denen die wirtschaftlichen Vorteile und der ROI derartiger Lösungen analysiert wurden.

Masterstudiengang für Führungskräfte des Baubetriebs

Gemeinsam mit Vertretern der Bauwirtschaft ist an der Bergischen Universität Wuppertal der praxisorientierte Masterstudiengang Baubetrieb (Führung, Prozesse, Technik) entwickelt worden. Er richtet sich an Bauingenieure und Architekten, aber auch Wirtschaftsingenieure, die in der Bauwirtschaft als Projektleiter tätig sind.

Das berufsbegleitende Studium dauert drei Jahre, orientiert sich konsequent am Bauprozess und vermittelt technische Lösungen ebenso wie Führungskompetenz. Das Studium findet in drei Blöcken – jeweils im Februar und März eines Jahres – statt. Den Rest des Jahres arbeiten die Studierenden im Unternehmen und können das theoretisch Erlernte direkt in der Praxis anwenden.

Das Studium soll die künftigen Baustellenführungskräfte gezielt auf ihren Berufsalltag vorbereiten. Daher gehören Bauverfahrenstechniken ebenso zum Studium wie die Vermittlung von fundiertem Wissen über die Prozesse vor, während und nach der Bauausführung. Darüber hinaus stehen neue Technologien wie BIM-basiertes Bauen (Building Information Modeling) und der Umgang mit Projektkommunikationssystemen auf dem Lehrplan.

„Die Teilnehmer sollen nach ihrem Studium in der Lage sein, die hohen Ansprüche an die Qualität von Bauwerken zu erfüllen und dabei sowohl die Kosten und Termine, als auch die Sicherheit für Mensch und Material im Blick haben,“ sagt Initiator und Studiengangleiter Dr.-Ing. Manfred Helmus, Professor für Baubetrieb und Bauwirtschaft an der Bergischen Universität Wuppertal.

Neben technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Inhalten wird den Master-Studierenden auch das Thema Arbeitsschutz vermittelt. Dieser wichtige Bereich wurde zusammen mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft entwickelt, die sowohl die Entwicklung als auch die Umsetzung des Studiengangs maßgeblich fördert.

Bewerbungen sind ab sofort möglich unter www.baubetrieb.de.

Sechs Fragen zu BIM in der Nutzungsphase

Eelco de Bruijn hat auf dem Planon Blog sechs Fragen zu Building Information Modeling in der Nutzungsphase von Immobilien formuliert.