Rekordwachstum bei Eigentumswohnungen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2014 ein Rekordwachstum von 26 Prozent bei der Fertigstellung von Eigentumswohnungen. Damit wurden zum vierten Mal in Folge die Zahlen des Vorjahrs übertroffen.

Insgesamt wurden im letzten Jahr 55.954 neue Eigentumswohnungen errichtet. Das Segment wächst damit deutlich stärker als andere Wohneigentumsformen. Ihr Anteil an den insgesamt 101.021 fertiggestellten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (Gebäude mit drei und mehr Wohnungen) liegt bei über 55 Prozent. Bei Einfamilienhäusern (+ 3 %) und Zweifamilienhäusern (+ 12 %) fällt der Zuwachs an neuen Wohnungen geringer aus.

Insgesamt wurden 2014 245.325 Wohnungen fertiggestellt, rund 30.000 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent.

Trotz der stetig anhaltenden Wachstumszahlen werden jedoch noch immer zu wenige Wohnungen gebaut. Laut jüngst veröffentlichter BBSR-Wohnungsmarktprognose liegt der Neubaubedarf bei derzeit 272.000 Wohnungen pro Jahr. Das Institut prognostiziert in den kommenden 15 Jahren zugleich einen Flächenzuwachs von 16 Prozent für Eigentumswohnungen und erwartet einen Rückgang beim Bedarf an Mietwohnraum um fünf Prozent.

Über die Zukunft des Bauens

Die Plattform „Forschungsinitiative“ soll neue Wege bieten, um Forschende und fachlich Interessierte noch besser zu vernetzen, ihr Wissen zu bündeln und sich über innovative Gebäudetechnologien auszutauschen. Bundesumwelt- und Bauministerin Dr. Barbara Hendricks hat den neuen Internetauftritt der Initiative nun gestartet. Ziel sei es, bautechnische und baukulturelle Neuerungen in der angewandten Bauforschung zu fördern. Die Forschungsinitiative Zukunft Bau ist ein Programm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

300 geförderte Projekte
Die Website bietet einen Überblick über Gebäudekonzepte und Lösungen für das Zusammenspiel von Architektur, Effizienztechnologien und erneuerbaren Energien. Kern ist eine Projektsammlung mit mehr als 300 geförderten Vorhaben. Interessierte finden darin unter anderem Konzepte für den Einsatz von erneuerbaren Energien in Gebäuden, das energiesparende Bauen und die Modernisierung des Gebäudebestands.

Informationen gibt es auch zum Netzwerk Effizienzhaus plus, einer weiteren tragenden Säule der Forschungsinitiative. Die meisten Projekt-Berichte können über die Website heruntergeladen werden. Vorgestellt werden darüber hinaus die Fördermöglichkeiten von Zukunft Bau in der Auftrags- und Antragsforschung sowie im Netzwerk Effizienzhaus plus.

Allein im letzten Jahr wurden etwa 100 Forschungsvorhaben mit Mitteln der Forschungsinitiative gefördert. Neue Publikationen wie das Magazin „Zukunft Bauen“, Veranstaltungshinweise und Termine ergänzen das Angebot der Website. Der Internetauftritt richtet sich nicht nur an die Bauforschung und Bauwirtschaft, sondern auch an Fachleute aus planenden Berufen wie Bauingenieurwesen, Architektur und Denkmalpflege. Realisiert wird die Website vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und dem Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB in Stuttgart. Das BBSR ist Projektträger des Forschungs- und Förderprogramms.

Symposium in Stuttgart
Am Donnerstag den 13. März findet zudem in Stuttgart das zweite Symposium der fünfteiligen Reihe „Die Zukunft des Bauens“ statt. Veranstalter sind das Architekturportal DETAIL research und ebenfalls die Forschungsinitiative Zukunft Bau. Thema ist „Energieeffizientes Bauen“.

Programm: „Forscher verschiedener Universitäten und Unternehmen gewähren zum Symposium „Die Zukunft des Bauens – Energieeffizientes Bauen“ einen Blick hinter die Kulisse der Bauforschung, zeigen Prototypen und Monitoringprojekte und lassen erkennen, welche Prozesse, Materialien und Produkte das energetische Bauen in den nächsten Jahren noch effizienter machen wird. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Prof. Christiane Sauer, Berlin.“

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Zukunft Bau Kongress 2014: Innovation und Baukultur

Am 13. und 14. Mai 2014 findet in Bonn der Zukunft Bau-Kongress 2014 zum Thema „Innovation und Baukultur“ statt. Alle zwei Jahre lädt das Bundesbauministerium, nunmehr Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zu diesem Forschungskongress ein. Er richtet sich an Fachexpertinnen und Fachexperten aus der Bauforschung, Bau- und Immobilienwirtschaft sowie Politik.

Anlässlich der Neubildung der Bundesregierung widmet sich der diesjährige Kongress insbesondere der Frage, welche Perspektiven das Bauen und die Bauforschung in der nächsten Legislaturperiode bestimmen werden:

  • Wie zukunftsfähig ist das Bauen?
  • Wie können die Anforderungen der Energiewende, der Baukultur und innovativer Technologien besser verbunden werden?
  • Befördert eine ganzheitliche Planungskultur mehr Innovation und Baukultur?

Diese Fragen greift die Forschungsinitiative Zukunft Bau für einen Dialog zwischen Bauforschung und Bau- und Immobilienwirtschaft auf. Beleuchtet werden Positionen zur Bauforschung wie auch das Thema Innovation aus den Perspektiven Energie, Baukonstruktion und Wohnen. In das abwechslungsreiche Programm sind 22 hochkarätige Referentinnen, Referenten und Moderatoren eingebunden.

Details: Zukunft Bau Kongress 2014 „Innovation und Baukultur“
Termin: 13. – 14. Mai 2014Ort: Bonn, Altes Wasserwerk
Zielgruppe: Fachleute, Expertinnen und Experten aus der Bauforschung, Bau- und Immobilienwirtschaft sowie Politik
Teilnahmegebühr: keine
Anmeldung: Zur Teilnahme am Kongress ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung ist ab dem 18.02.2014 möglich. Die Anmeldungen werden wegen der begrenzten Teilnehmerzahl nach der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Infos: www.forschungsinitiative.de/veranstaltungen_3.jsp

Das BBSR veröffentlicht BIM-Leitfaden für Deutschland

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat für Deutschland einen BIM-Leitfaden (Building Information Modeling) herausgegeben. Es reagiert damit auch auf das hierzulande steigende Interesse und dem Bedarf nach Informationen zu dieser modellbasierten Arbeitsmethode. Der Leitfaden bietet Interessierten eine erste, praxisnahe Einführung in die Thematik und die damit verbundenen Anforderungen. Er richtet sich an Bauherren, Planer, Bauunternehmen, das Baugewerbe, Handwerker, Produkthersteller und Softwareunternehmen.

In einem November 2013 abgeschlossenen Projekt zu dem Thema haben die Autoren des Instituts relevante Informationen zu BIM zusammengetragen. Die Wissenschaftler haben dabei auch festgestellt, dass BIM in der Praxis – im Gegensatz zur traditionellen Projektabwicklung – eine andere Denkweise und ein neues Verhalten erforderlich mache. Vor allem in den frühen Projektphasen seien einige wesentliche Punkte zu beachten, die den Projekterfolg entscheidend beeinflussen würden.In dieser Startphase werde bereits das Fundament für den Erfolg von BIM im Projekt gelegt.

Folgende Fragestellungen werden in dem BIM-Leitfaden erörtert:

  • Was muss ein Auftraggeber bei der Formulierung einer Anforderung, BIM im ausgeschriebenen Projekt zu nutzen, beachten?
  • Was müssen Planer über die BIM-Methode wissen, um effektiver zusammenzuarbeiten und dem Auftraggeber eine BIM basierte Projektabwicklung zu gewähren?
  • Wie müssen die bauausführenden Firmen mit BIM umgehen?
  • Welche neue Form der Informationsbereitstellung bietet BIM für die Bauprodukthersteller und wovon kann das Facility Management beim Betrieb von Immobilien profitieren?
  • Insgesamt: welche Motivationen bei Auftraggeber und Auftragnehmer führen zur Akzeptanz von BIM?

Die Autoren schreiben, dass Qualität, Aktualität und Transparenz von Projektinformationen die zentralen Vorteile der BIM-Methode gesehen werden. Diese Daten seien jederzeit auswertbar sind was zu einer höheren Sicherheit hinsichtlich Kosten, Terminen und Nachhaltigkeit in der Projektabwicklung führe.

Außerdem stellt der Leitfaden auch den Nutzen für alle Projektbeteiligten heraus. Es werden die zu schaffenden Voraussetzungen beschrieben und die dann möglichen und effizienten BIM-Aufwendungen umrissen.

Der 109-seitige „BIM-Leitfaden für Deutschland – Information und Ratgeber“ steht auf der BBSR-Internetseite kostenlos zum Download zur Verfügung.

(via BIM Blog)