RE Talk: „Die Datenqualität ist ein großer Wettbewerbsfaktor“

Ganz frisch aus der Druckerei kommt der neue „PMRE Monitor Spezial: IT-Excellence in der Immobilienwirtschaft“. Professorin Dr.-Ing. Regina Zeitner von der HTW Berlin und Dr. Marion Peyinghaus, Geschäftsführerin der pom+International GmbH – die beiden sind die Herausgeberinnen – untersuchen darin den Einsatz von IT-Systemen in der Immobilienwirtschaft.

Kernelement des 152-seitigen Berichts sind die Best-Practice-Beispiele. Unternehmen geben Einblick in ihre Arbeit mit der IT und beschreiben dabei auch, welche Hürden sie bei der Einführung zu meistern hatten, welche Extraschleifen gegangen werden mussten, um schließlich zum Ziel mit den gewünschten Resultaten zu kommen.

Die Untersuchung geht des Weiteren auf Marktanforderungen ein, sie beleuchtet die Chancen, nennt die Impulsgeber, beschreibt die Notwendigkeiten für IT und gibt schließlich auch Tipps, die Unternehmen der Immobilienwirtschaft bei der Einführung von IT-Systemen beachten können. So kann mancher Fehler schon im Vorfeld umgangen und vermieden werden.

Wir konnten bereits kurz vor Veröffentlichung mit Regina Zeitner und Marion Peyinghaus sprechen. Sie können sich die Antworten auf die Fragen unten anhören, wir stellen sie als Audio-Dateien zur Verfügung. Am Ende können Sie sich zudem die gesamte Studie kostenlos downloaden, sie wurde uns dafür extra zur Verfügung gestellt.

 

CHRISTOPH BERGER Frau Peyinghaus, Frau Zeitner, wie bewerten Sie die Situation in den Unternehmen bezüglich der IT-Systeme: Haben die Unternehmen schon ihre IT-Systeme oder arbeiten noch viele mit Excel-Tabellen?
MARION PEYINGHAUS & REGINA ZEITNER

BERGER Von welchen Daten sprechen wir genau?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Kann man das schon zu Big oder Smart Data zählen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Was sollten IT-Systeme für die Immobilienbranche können?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sie schreiben: Manche Unternehmen sind schon weit in der Umsetzung, andere stehen gerade am Start. Können Sie die unterschiedlich vorangeschrittenen Entwicklungen noch etwas detaillierter erklären?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sollte Firmen mit einer kleineren IT-Lösung starten oder direkt ein allumfassenden System implementieren?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Gibt es überhaupt das eine System?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Um Transparenz zu erreichen fordern Sie in Ihrer Untersuchung Teamarbeit zwischen den Akteuren. An wen genau richtet sich dabei Ihr Appell?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Kern Ihrer Studie sind die Erfahrungsberichte aus den Unternehmen. Sind das alles positive Beispiele und konnten Sie gravierende Unterschiede bei den Fällen feststellen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Gab es Fälle, die Sie besonders herausragend fanden?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sie haben einen 10-Punkte-Plan zur Einführung von IT-Systemen in dem Buch veröffentlicht. Wer diese Punkte beachtet, macht alles richtig und kann nicht scheitern?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Welchen Tipp haben Sie noch für Unternehmen, die gerade am Start der Einführung eines IT-Systems stehen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Frau Peyinghaus, Frau Zeitner, vielen Dank für das Gespräch!

Die gesamte Studie können Sie hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen.

„Arbeiten am Kontoauszug für die Immobilie“

Wir stehen schon seit längerer Zeit mit der Wiener REALCUBE GmbH in Kontakt, finden deren Konzept sehr spannend, bei dem Daten von Immobilien konkreten Adressen zugeordnet werden, die in den Kartendienst Google Maps integriert werden. Seit einigen Wochen ist Realcube nun online. Daher fragten wir bei Geschäftsführer Antun Kovac nach, ob er uns nicht einige Fragen zu der Geschäftsidee beantwortet. Hier sind seine Antworten.

Antun Kovac, Geschäftsführer der Realcube GmbH aus Wien, Österreich / Foto: Realcube

Antun Kovac, Geschäftsführer der REALCUBE GmbH aus Wien, Österreich / Foto: Realcube

CHRISTOPH BERGER Herr Kovac, was drückt der Name „Realcube“ aus, was steckt hinter der Idee und wie sieht Ihr Geschäftsmodell aus?
ANTUN KOVAC Wir schaffen eine Heimat für die wichtigsten Immobiliendaten. Und das für jede beliebige Adresse. Sämtliche Daten zu einer Immobilie lassen sich bei uns vereinen, mit allen Ansichten und unabhängig davon, mit welchem Software-System die Daten erzeugt wurden. Außerdem lässt sich bei uns eine Chronologie aller existierenden Daten darstellen.

BERGER Seit wann arbeiten Sie an dem Projekt?
KOVAC Wir arbeiten seit Jahren an dem Konzept. Die zündende Idee wurde dann im Frühjahr 2013 geboren. Dabei waren die Erfahrungen aus der Planung, Bauherrenvertretung und dem Software-Umfeld sehr hilfreich, um die relevanten Sichten einfach und strukturiert abzubilden.

BERGER Für wen ist Realcube gedacht, wer hat etwas davon?
KOVAC Die Geschäftsführung von Immobilienunternehmen reduziert ihre Risiken und gibt ihren verantwortlichen Asset Managern mit Realcube ein vernünftiges Werkzeug in die Hand, ganz nach dem Motto: Einfach, strukturiert, verfügbar. Die Lösung ist etwas für sämtliche Akteure, die Immobilien verwalten und betreiben. Dazu gehören auch Städte, Kommunen, Retailer, Immobiliendienstleister, etc.

BERGER Welche Daten werden bei Realcube hinterlegt?
KOVAC Alle zentralen Eigentümerdokumente und die dazugehörigen, strukturierten Daten. Dazu gehören das Technische Immobilien-Management, das Finanzielle Immobilien-Management, Standort-Analysen sowie das Baurecht.

BERGER Wer hat Zugang zu den Daten?
KOVAC Eigentümer, Dienstleister und Käufer – der Zugriff kann nach Bedarf gesteuert werden. Der Eigentümer hat die Vergabe von Zugangsrechten in der Hand.

BERGER Und wer erhebt die Daten?
KOVAC Die Eigentümer selbst oder ihre Dienstleister. Realcube hilft dabei, die Aufwände zu minimieren.

BERGER Wo werden die Daten gespeichert?
KOVAC Wir haben dafür einen Dienstleister mit einem zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland.

BERGER Die Daten der Immobilien sind mit Googles Kartendienst Google Maps verknüpft. Was ist der Vorteil an dieser Verbindung?
KOVAC Heutzutage bedient sich jeder diverser Kartensysteme im täglichen Ablauf. Auf diesem Weg sollen auch unsere Eigentümer spielend und schnell finden, was sie suchen. Und zwar anhand der Immobilienadresse.

BERGER Der TÜV Süd bietet seit einiger Zeit einen Objektbrief für Immobilien an. Inwiefern unterscheiden Sie sich mit ihrem Angebot davon?
KOVAC Der TÜV Süd Objektbrief für technische Anlagen (TGA) ergänzet sich mit Realcube. Dabei erfasst und bewertet der TÜV Süd technische Anlagen, bietet zusätzliche Mehrwertleistungen und stellt seinen Kunden die TGA-Daten im marktkompatiblen Format CAFM Connect 2.0 zur Verfügung. So lassen sich auch die durch den TÜV Süd erfassten TGA-Daten in Realcube einfach und strukturiert verwalten. Somit verleihen wir unter anderem auch diesen Immobiliendaten Beine.

BERGER Überall scheint es derzeit darum zu gehen, die zur Verfügung stehenden Daten in den Griff zu bekommen. Welche Herausforderungen gibt es bei den Immobiliendaten?
KOVAC Immobilien sind Sachwerte mit leider sehr oft mangelhafter Dokumentation. Realcube arbeitet am Kontoauszug für die Immobilie. Unserer Meinung nach sollte dieser nicht nur für das Sparkonto selbstverständlich sein.

BERGER Eigentlich geht man doch davon aus, dass die Daten, die sie abspeichern, auch bei den Betreibern und/oder Besitzern vorhanden sind, oder nicht?
KOVAC Erstaunlicherweise kennen viele Betreiber weder ihre Betreiberpflichten in der Gesamtheit, noch den Zustand ihrer Gebäudetechnik oder den Stand der letzten Baugenehmigung mit den darin enthaltenen Auflagen. In anderen Themenbereichen wie zum Beispiel dem Mietmanagement sieht es ähnlich aus. Insbesondere beim Leerstands-Management, den Miet-Restlaufzeiten oder dem Cash-Flow auf Gebäude/Liegenschafts-Ebene fehlt sehr häufig der oft gewünschte „Bierdeckel-Report“, der das Steuern rechtzeitig und zielführend unterstützt. Hier helfen wir gerne, Licht ins Dunkel zu bringen, zum Nutzen der Immobilien, ihrer Benutzer und Eigentümer sowie zu guter Letzt dem Bankauszug, der es dann auch noch auf der Guthabenseite positiver aussehen lässt.

BERGER Herr Kovac, vielen Dank für das Gespräch!

1. Real Estate Finance Day

Der Frankfurt School Verlag veranstaltet in Kooperation mit Targa Communications erstmals den „Real Estate Finance Day“. Die Fachkonferenz findet am 21. Mai 2014 in der Frankfurt School of Finance & Management statt.

Die Veranstalter möchten mit dem Format Experten aus der Immobilienbranche und Finanzwirtschaft die Möglichkeit bieten, sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der gewerblichen Immobilienfinanzierung auszutauschen und neue Lösungsansätze zu entwickeln.

Dabei soll der Einsatz klassischer und alternativer Finanzierungsinstrumente ebenso beleuchtet werden wie die Frage, welche neuen Wege und Modelle es gibt, um die Finanzierbarkeit von Immobilienprojekten zu optimieren. Und es soll eine Brücke zwischen anwendungsorientierter Forschung und Praxis geschlagen werden.

Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte von Kreditinstituten, Investment- und Asset Manager, Immobilienkapitalanlagegesellschaften, Bauherren und Projektentwickler, Institutionelle Investoren, Rechtsanwälte und Berater sowie Hochschulangehörige und interessierte Studierende.

Am Vormittag finden Vorträge und eine Podiumsdiskussion statt. Am Nachmittag werden Breakout-Sessions zu drei Themen gebildet, in denen mithilfe von zwei kurzen Impulsvorträgen und Diskussionen im kleinen Kreis Antworten auf konkrete Fragestellungen erarbeitet werden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programmablauf finden Sie auf der Webseite des Real Estate Finance Day 2014.