Apps für Shopping-Center

Bis Ende 2014 erhalten rund 30 Shopping-Center der ECE eine individualisierbare App. Damit erweitert das Hamburger Unternehmen ein Jahr nach Beginn der ersten Tests sein Angebot an interaktiven Shopping-Erlebnissen. Der Plan ist es, die mobile Online-Welt mit dem stationären Einzelhandel zusammenzuführen.

Die App ist für iPhones und Android-Smartphones in den App-Stores kostenlos unter dem Namen „Love to shop“ verfügbar. Nach der Installation kann der Nutzer die App personalisieren und sein Lieblings-ECE-Center festlegen.

Die Centerbesucher erhalten durch die App auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Angebote der Händler sowie Informationen zu Rabatt-Aktionen, Veranstaltungen, News und Service-Angeboten im Center. Mit der App erhält der Kunde aber nur Angebote von Sortimenten, die ihn speziell interessieren – zum Beispiel Taschen und Schuhe. Das so genannte Geo-Fencing sorgt dafür, dass die Informationen nur dann aktiv auf dem Smartphone erscheinen, wenn der Kunde sich dem Center nähert.

Neben dem Informationsgewinn können Kunden durch die interaktive Nutzung zudem Punkte sammeln, die in Form von Gutscheinen in den Einkaufszentren eingelöst werden können. Punkte gibt es unter anderem für das Teilen von Angeboten in sozialen Netzwerken oder für die Angabe von Geschlecht, Alter und persönlichen Interessen, damit nur die interessanten Angebote den Weg aufs Smartphone finden. Dies erfolgt vollständig anonymisiert und freiwillig, es werden keine personenbezogenen Daten erhoben.

Bisher können Besucher die neue „Love to shop“-App bereits im Rhein-Center Köln-Weiden, im Allee-Center Magdeburg, im Elbe-Einkaufszentrum Hamburg, im Olympia-Einkaufszentrum München, im Schlosspark-Center Schwerin, in den City-Arkaden Wuppertal, im Ring-Center Berlin, im Rheinpark-Center Neuss sowie im Forum Mittelrhein Koblenz verwenden. Weitere Center folgen noch dieses Jahr.

Vor einem Jahr hatte die ECE im Alstertal-Einkaufszentrum Hamburg und im Limbecker Platz Essen ihre so genannten „Future Labs“ gestartet. Dabei werden zahlreiche Service-Angebote getestet, welche die digitale Welt mit dem stationären Handel verknüpfen.

Neben einer Shopping-App für Smartphones, die als Grundlage für die „Love to shop“-App diente, gehören dazu unter anderem auch die Ausstattung der Center mit WLAN, virtuelle Kinderspielflächen, ein 3D-Wegeleitsystem oder eine riesige LED-Wand („Mall Wall“), auf der sich die Kunden interaktiv über Angebote informieren oder spielen können. Die Angebote mit dem besten Kundenzuspruch sollen auch in weiteren Shopping-Centern zur Anwendung kommen.

Das nun gestartete App-Projekt gehört neben dem Ausbau des WLAN-Netzes zu den ersten Angeboten, die nach einem erfolgreichen Test in den „Zukunftslaboren“ nun ihren Weg in zahlreiche weitere Center finden. Im Alstertal-Einkaufszentrum und im Limbecker Platz hatten in den vergangenen 12 Monaten insgesamt nahezu 25 000 Besucher die App heruntergeladen und mit über 2,5 Millionen „Views“ intensiv genutzt.

Auch die Händler zeigen starkes Interesse an der App. Über 250 Mietpartner haben das Medium bereits genutzt, um mehr als 5 000 Angebote zu platzieren.

Architekten wünschen BIM-Daten von Bauproduktherstellern

Architekten erwarten, dass ihnen BIM-Informationen und 3D-Objekte für das Produktsortiment kostenfrei von den Herstellern von Bauprodukten zugänglich gemacht werden. Dies ist ein Ergebnis aus dem Q4 2013-Bericht des europäischen Architektenbarometers, einer vierteljährlichen Untersuchung unter 1 600 Architekten in acht europäischen Ländern.

Demnach ist durch die zunehmende Bekanntheit und Verwendung von BIM bei Architekturbüros in Europa auch deren Erwartungshaltung an die Hersteller von Baumaterialien und -produkten deutlicher geworden. Die Hersteller sollten BIM auf dem Schirm haben, insbesondere wenn sie wollen, dass ihre Produkte schon in der Frühphase von Großprojekten von der Bauleitung in Betracht gezogen werden. Denn in dieser Phase wird BIM derzeit am meisten verwendet, wie weitere Arch-Vision-Ergebnisse belegen.

Wenn Hersteller sich in Bezug auf BIM einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen wollen, sollten Sie den Architektur-und Ingenieurbüros vor allem durch folgende Aktionen das Leben leichter machen:

  • technische Produktinformationen/Ausschreibungsvorlagen für BIM,
  • freier Zugang zu BIM- Produktinformationen in Open-Source-BIM-Onlinedatenbanken sowie
  • Bereitstellung von 3D-BIM-Objektinformationen für ihr Produktsortiment.

Diese drei Anforderungen wurden in nahezu allen acht Ländern, in denen der europäische Architektenbarometer durchgeführt wird, als Hauptergebnis genannt.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur BIM-relevanten Produktunterstützung führt über die Fähigkeit eines Herstellers in BIM zu konstruieren. Diese Anforderung haben vor allem die deutschen (32%) und niederländischen Architekten (20%) und im geringeren Maße ihre italienischen (12%) und belgischen Branchenkollegen (14%).

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Mehrheit der Architekten, die BIM verwenden, die BIM-Dokumente am liebsten direkt von der Internetseite des jeweiligen Herstellers herunterladen und dass lediglich die Belgier am liebsten eine allgemeine Plattform/Online.Bibliothek nutzen würden, die BIM-Dokumente von verschiedenen Herstellern sammelt. Es ist jedoch zu erwarten, dass diese Art Plattformen in Zukunft mehr Zulauf bekommen dürfte, sobald mehr Hersteller und eine größere Bandbreite von Bauprodukten dort vertreten sind.

Die Studie wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Polen viermal im Jahr von Arch-Vision durchgeführt. Neben Indikatoren für die Vorhersage des europäischen Bauvolumens wird jedes Quartal ein Thema in den Mittelpunkt gestellt. In Q4 2013 lautete das Thema „Building Information Modeling (BIM)“.

Googles „Project Tango“

Der Internet- und Technologiekonzern Google arbeitet an der Entwicklung eines Mobiltelefons, mit dessen Kamera sich 3D-Bilder von Räumen erstellen lassen sollen. Bei dem derzeitigen Prototyp handelt es sich nach Unternehmensangaben um ein 5-Zoll-Handy, das sämtliche Bewegungen des Geräts aufzeichnet während es parallel eine Karte der Umgebung erstellt. Die Sensoren nehmen dafür etwa 250 000 Messungen pro Sekunde auf, aktualisieren die Daten in Echtzeit und erstellen so schließlich das 3D-Modell.

Als mögliches Einsatzgebiet nennt das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Mountain View, USA, beispielsweise den Möbeleinkauf. Mit Hilfe der 3D-Modelle könne man Möbel virtuell Probestellen. Andere Anwendungen könnten Navigationen in Gebäuden sein – beispielsweise für Sehbehinderte oder Fremde – oder das Hinführen von Kunden zu gesuchten Artikeln in Super- oder Einkaufsmärkten.

Momentan steht das Gerät nur ausgewählten Entwicklern zur Verfügung – 200 Prototypen sind wohl im Umlauf. Allerdings stehen auch noch Geräte für weitere Ideen zur Verfügung. Falls Sie also innovative Anwendungen und Lösungen für Immobilien dazu in Verbindung setzen können… Das Projekt läuft unter dem Namen „Tango Project„.

Betriebssystem ist Android. Die Entwickler-Schnittstellen, die Daten für die Orientierung, Position und Tiefendaten zu Android-Standard-Apps liefern, sind in Java, C/C++ programmiert. Außerdem ist eine Anbindung an die Unity Game Engine, eine Maschine für die Entwicklung von Spielen, möglich.

(via cio.de)

Kostenfreies BIM-Einsteigerpaket für Teams

Die Nemetschek bim+ GmbH aus München hat ein kostenfreies BIM-Einsteigerpaket für Teams herausgebracht. Das Angebot richtet sich vor allem an Architekten, Ingenieure, Bauunternehmen, Immobilienbesitzer sowie deren Partner. Für bis zu 5 Projekte, 5 Nutzer und bis zu einem 5-Gigabyte-Modell-Speicher ist die Version frei verfügbar.

Bei der Software spielt es keine Rolle, mit welchem CAD-Programm welchen Herstellers die BIM-Modelle erstellt wurden. Die Lösung ist IFC- und Open BIM-konform.

Über Zusammenarbeitsfunktionen können BIM-Modelle (BIM=Building Information Modeling) verschiedener Softwarelösungen kombiniert und gemeinsam im Web-Browser oder auf dem iPad visualisiert werden. bim+ nutzt dabei Technologien für Internet, Cloud-Computing, Apps und mobile Endgeräte, damit alle den Bauprozess schneller und besser begleiten können.

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Building Information Modeling (BIM) ist heute aus der Bauwirtschaft und dem Immobilienmanagement nicht mehr wegzudenken – auch wenn Deutschland bei der Technik anderen Ländern noch etwas hinterherhinkt. Es spielt in allen Phasen (Planung, Konstruktion, Bau, Nutzung und Management) und damit im gesamten Lebenszyklus von Bauwerken und Infrastruktur eine wichtige Rolle.

„BIM ist für einen effizienten Bauprozess eine wesentliche Voraussetzung und wird entscheidend für eine erfolgreiche Auftragsvergabe sein. Mit der kostenfreien Team Edition ermöglichen wir auch kleinen Architektur- und Bauingenieurbüros einen problemlosen Einstieg in die zukunftsträchtige Arbeitsweise“, ist sich Christian Ehl, Geschäftsführer der Nemetschek bim+ GmbH, sicher.

Features für schnelleres und besseres Bauen
Mit der Team Edition haben alle am Bau Beteiligten die Möglichkeit, jederzeit und von überall auf aktuelle Gebäudeinformation zuzugreifen. Das ermöglicht beispielsweise es schnelle und effiziente Entscheidungsfindung durch Klärung offener Fragen direkt vor Ort.

Präsentation der Projekte in 3D: Über Präsentationsmöglichkeiten können Projekte in der Planung sowie Konzepte über das iPad oder im Web-Browser erklärt und besser verstanden werden. Abstimmungsfehler mit Hausbesitzern, Ingenieuren, Statikern und Bauunternehmern können so reduziert werden.

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Vor-Ort-Beobachtungen und jegliche andere Informationen können direkt an der relevanten Stelle in dem Gebäudemodell angefügt werden. Getroffene Entscheidungen und Veränderungen können so im Überblick gehalten werden und das Ausdrucken von Plänen wird überflüssig.

Das Hinzufügen von Anmerkungen, Fotos, Prioritäten und Terminen hilft Probleme im Team zu erkennen und zu lösen. Alle Projektbeteiligten sind auf dem Laufenden. Auch so können kostspielige Irrtümer vermieden werden. In Echtzeit, wo immer die Personen sich gerade befinden. Vor Ort auf der Baustelle können Mängel über mobile Endgeräte erfasst und gemeinsam im Team überwacht und behoben werden.

Bilder: Nemetschek bim+ GmbH