Bauplan von Facility Management-Leistungen der Zukunft

Zukunftsforscher von Beuth und Innotec prognostizieren weitreichende Veränderungen bei Services und Management von Facilities.

Wie sehen Servicemodelle im Facility Management der Zukunft aus? Dieser Frage ist ein Team des Kompetenzzentrums Bau, Immobilien und Facility Management von Prof. Kai Kummert an der Beuth Hochschule für Technik Berlin nachgegangen. Initiiert und gefördert wird die Grundlagenforschung von der Innotec Gruppe aus Kiel, die im Rahmen der Analysen für den nötigen Praxisbezug sorgt. „Wir sehen vor dem Hintergrund der Megatrends die Notwendigkeit grundlegender Veränderungen der Facility Services und des Managements“, so Geschäftsführer Walter Thomsen von der Innotec Gruppe. „Die Erfahrung und Methodik des Zukunfts- und Trendforschungsbereichs von Prof. Kummert bietet für unsere Neuausrichtung wichtige Erkenntnisse und dient der Entscheidungsvorbereitung“, so Thomsen weiter.

Im Rahmen der INServFM 2016 in Frankfurt am Main vom 23. – 25. Februar 2016 können sich Besucher über die Ergebnisse der Forschung informieren. RE Times stellt Ihnen bereits jetzt exklusiv erste Ergebnisse der Forschungskooperation vor.

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Königsklasse Quartiersentwicklung

Ein Gastbeitrag von Thorsten Wiehe, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Goldwert Gruppe.

Thorsten Wiehe

Thorsten Wiehe

Quartiersentwicklung ist seit einigen Jahren wieder en vogue. Nach der Wiedervereinigung hatte es eine Phase gegeben, in der ganze Stadtteile auf dem Reißbrett entwickelt und auf der grünen Wiese umgesetzt wurden. Die Quartiere von heute sind typischerweise in der Innenstadt gelegen. In erster Linie sind es Konversionsprojekte: Meist sind es ehemalige Bahnareale, aufgegebene Militär- oder Industrieflächen.

Quartiersentwicklung auf der grünen Wiese ist weniger anspruchsvoll als die Quartiersentwicklung in den Innenstädten. Bei Letzterem schauen die Behörden noch genauer hin und verlangen eine Reihe von Gutachten  – zum Beispiel zum Schallschutzkonzept.

Die Rolle des Projektentwicklers

Eine besondere Rolle kommt dabei dem Projektentwickler zu. Grundsätzlich ist ein Projektentwickler in erster Linie ein Problemlöser. Probleme tauchen bei jeder Projektentwicklung auf. Bei innerstädtisch gelegenen Quartieren betragen die Probleme ein Vielfaches von denen, die bei einer einfachen Projektentwicklung anfallen.

Die Komplexität erhöht sich auch dadurch, dass in Quartieren meist ein Mix aus verschiedenen Nutzungsarten entsteht. Der Projektentwickler muss mit den unterschiedlichen Themen Wohnen, Büro, Einzelhandel und Hotel umgehen können. Daher kann die Entwicklung von innerstädtischen Quartieren durchaus als die Königsklasse der Projektentwicklung bezeichnet werden.

Gelungene Quartiere bestechen durch Nachhaltigkeit

Ein gelungenes Quartier ist ein zusammenhängendes Gebiet mit funktionaler, baulicher und sozialer Vielfalt sowie qualitätsvollen öffentlichen Räumen. Der Ansatz der Nutzungsmischung findet sich darin. Im Idealfall wird auch die Idee der „Stadt der kurzen Wege“ realisiert: Das Quartier ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, dies folgt allerdings meist bereits aus der oben angesprochenen zentralen oder zentrumsnahen Lage innerhalb des Stadtgefüges. Das Quartier selbst hat ein gewisses Volumen, das ihm – gepaart mit seiner städtebaulich-architektonischen Qualität – eine herausragende Stellung für sein Umfeld verleiht.

Anspruchsvoll ist auch das Einbinden des Quartiers in sein Umfeld. Zwar ist das Quartier eine zusammenhängende, in sich stimmige Einheit, es sollte aber auch die Gefüge und städtebaulichen Zusammenhänge seines Umfelds berücksichtigen. Das setzt voraus, dass dem Quartier ein einheitliches, übergreifendes städtebauliches Konzept zugrunde liegt. Oft erstreckt sich das Quartier dabei über mehrere Grundstücke, und es umfasst mehrere Gebäude.

Quartiersentwicklung ist die Königsklasse

Dabei ist es egal, ob ein Quartier als Neubau neu geschaffen oder bestehende Strukturen zu einem Quartier weiterentwickelt werden. Beide Fälle – die Neuentwicklung und das übergreifende Redevelopment mit Quartiers-Ansatz – sind städtebauliche Aufgaben, die in ihrer Komplexität kaum zu überbieten sind.

Die aktuellen Quartiersentwicklungen sind aus den genannten Gründen sehr viel anspruchsvoller als in der Vergangenheit. Projektentwicklung ist die Königsdisziplin der Immobilienwirtschaft und innerhalb der Projektentwicklung ist wiederum die Quartiersentwicklung die Königsklasse.

Megatrends bewegen die Immobilienmärkte

Über Megatrends in der Immobilienwirtschaft hatte ich mich Anfang des Jahres schon einmal mit Marion Peyinghaus und Regina Zeitner vom Competence Center Process Management Real Estate (CC PMRE) unterhalten. Jetzt hat auch die Deutsche Hypo dazu eine aktuelle Studie veröffentlicht – auch sie untersuchte die Auswirkungen der Megatrends aus die Immobilienmärkte in Deutschland. Beleuchtet wurden die Megatrends Demografische Entwicklung, Technischer Fortschritt und Wertewandel.

Ein Ergebnis der Deutschen Hypothekenbank ist, dass die strikte Trennung zwischen Arbeitswelt und Privatsphäre der Vergangenheit angehört.  Zudem wirkt sich auch die zunehmende gesellschaftliche Individualisierung deutlich aus: Einerseits werden Ein- und Zwei-Personen-Haushalte im Jahr 2030 einen Anteil von rund 80 Prozent ausmachen.

Andererseits rücken in der Arbeitswelt flache Hierarchien und Projektarbeit stärker in den Fokus und erfordern eine Modernisierung der Arbeitsprozesse und damit der Bürotypen. An die Seite klassischer Zellen- beziehungsweise Großraumbüros treten zukünftig auch andere Ausprägungen, wie zum Beispiel Business Clubs, die viele Arbeitsorte mit je nach Tätigkeit unterschiedlichen Eigenschaften bereithalten.

Trotz der demografischen Entwicklung wird mit weiterem Wachstum für die Büromärkte an den deutschen Top-Standorten gerechnet. Hintergrund sind die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Erhöhung des Flächenbedarfs je Bürobeschäftigten.

Die Entwicklung an peripheren Bürostandorten wird dagegen kritischer gesehen. Ähnlich ist es bei den Wohnungsmärkten: Auch hier sind die Aussichten vor allem für Metropolen und Großstädte positiv, da diese der zunehmend älteren Bevölkerung die beste Infrastruktur bieten.

Auch hinsichtlich der Ausstattung von Wohnungen und der Gestaltung von Einzelhandelsimmobilien sollten sich Investoren stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren, heißt es in der Studie.

Auf den Seiten der Deutschen Hypo steht die vollständige Studie zum Download bereit.

Studie: Nur wenige Unternehmen sind auf die technologische Entwicklung vorbereitet

Laut vorläufigen Ergebnissen einer IBM-Technologiestudie sind bisher weniger als zehn Prozent der Unternehmen auf die Ausbreitung von Cloud Computing, Analytics, mobile Endgeräte und Social Media wirklich vorbereitet. Für die Untersuchung wurden 750 globale Organisationen befragt.

Heraus kam dabei auch, dass 70 Prozent der Organisationen der Meinung sind, die IT-Infrastruktur spiele eine wichtige Rolle dabei, sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und Umsatz zu generieren.

RE Talk: „Die Datenqualität ist ein großer Wettbewerbsfaktor“

Ganz frisch aus der Druckerei kommt der neue „PMRE Monitor Spezial: IT-Excellence in der Immobilienwirtschaft“. Professorin Dr.-Ing. Regina Zeitner von der HTW Berlin und Dr. Marion Peyinghaus, Geschäftsführerin der pom+International GmbH – die beiden sind die Herausgeberinnen – untersuchen darin den Einsatz von IT-Systemen in der Immobilienwirtschaft.

Kernelement des 152-seitigen Berichts sind die Best-Practice-Beispiele. Unternehmen geben Einblick in ihre Arbeit mit der IT und beschreiben dabei auch, welche Hürden sie bei der Einführung zu meistern hatten, welche Extraschleifen gegangen werden mussten, um schließlich zum Ziel mit den gewünschten Resultaten zu kommen.

Die Untersuchung geht des Weiteren auf Marktanforderungen ein, sie beleuchtet die Chancen, nennt die Impulsgeber, beschreibt die Notwendigkeiten für IT und gibt schließlich auch Tipps, die Unternehmen der Immobilienwirtschaft bei der Einführung von IT-Systemen beachten können. So kann mancher Fehler schon im Vorfeld umgangen und vermieden werden.

Wir konnten bereits kurz vor Veröffentlichung mit Regina Zeitner und Marion Peyinghaus sprechen. Sie können sich die Antworten auf die Fragen unten anhören, wir stellen sie als Audio-Dateien zur Verfügung. Am Ende können Sie sich zudem die gesamte Studie kostenlos downloaden, sie wurde uns dafür extra zur Verfügung gestellt.

 

CHRISTOPH BERGER Frau Peyinghaus, Frau Zeitner, wie bewerten Sie die Situation in den Unternehmen bezüglich der IT-Systeme: Haben die Unternehmen schon ihre IT-Systeme oder arbeiten noch viele mit Excel-Tabellen?
MARION PEYINGHAUS & REGINA ZEITNER

BERGER Von welchen Daten sprechen wir genau?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Kann man das schon zu Big oder Smart Data zählen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Was sollten IT-Systeme für die Immobilienbranche können?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sie schreiben: Manche Unternehmen sind schon weit in der Umsetzung, andere stehen gerade am Start. Können Sie die unterschiedlich vorangeschrittenen Entwicklungen noch etwas detaillierter erklären?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sollte Firmen mit einer kleineren IT-Lösung starten oder direkt ein allumfassenden System implementieren?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Gibt es überhaupt das eine System?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Um Transparenz zu erreichen fordern Sie in Ihrer Untersuchung Teamarbeit zwischen den Akteuren. An wen genau richtet sich dabei Ihr Appell?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Kern Ihrer Studie sind die Erfahrungsberichte aus den Unternehmen. Sind das alles positive Beispiele und konnten Sie gravierende Unterschiede bei den Fällen feststellen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Gab es Fälle, die Sie besonders herausragend fanden?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Sie haben einen 10-Punkte-Plan zur Einführung von IT-Systemen in dem Buch veröffentlicht. Wer diese Punkte beachtet, macht alles richtig und kann nicht scheitern?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Welchen Tipp haben Sie noch für Unternehmen, die gerade am Start der Einführung eines IT-Systems stehen?
PEYINGHAUS & ZEITNER

BERGER Frau Peyinghaus, Frau Zeitner, vielen Dank für das Gespräch!

Die gesamte Studie können Sie hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen.

Lünendonk®-Liste 2014: Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland

Nach dem Geschäftsjahr 2012 – dem bisher schwächsten seit Erstausgabe der Lünendonk®-Liste „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“ vor zehn Jahren – zeigen sich die Dienstleister im Jahr 2013 erholt.

Die 25 nach Inlandsumsatz führenden Facility-Service-Unternehmen (FS) legten im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 5,3 Prozent innerhalb Deutschlands zu. Zwar blieben sie damit unter der Anfang 2013 abgegebenen Prognose von 5,8 Prozent, übertrafen aber die Umsatzentwicklung aus dem Jahr 2012 deutlich (4,3%).

Verantwortlich für die positive Entwicklung sind höhere externe FS-Budgets und eine Zunahme an Outsourcing-Entwicklungen. Das Geschäft der Übernahmen und Fusionen nahm hingegen im Vergleich zu 2012 ab. Wachstum erhofft sich eine Vielzahl an Dienstleistern im Ausland sowie mit den Themen Energiemanagement und Nachhaltigkeit. Das sind Ergebnisse der Lünendonk®-Liste 2014 „Führende Facility-Service-Unternehmen in Deutschland“, die das Marktforschungs­unternehmen Lünendonk aus Kaufbeuren in Frankfurt präsentierte.

So stiegen die Inlandsumsätze der 25 führenden FS-Anbieter im Geschäftsjahr 2013 auf 9,8 Milliarden Euro – das bisher höchste von Lünendonk gemessene Umsatzvolumen (2012: 9,3 Mrd. Euro). Rund 250 000 Mitarbeiter trugen 2013 zu diesem Ergebnis bei.

Auch die Gesamtumsätze (einschließlich der Auslandsumsätze) der führenden 25 Anbieter erreichten im Jahr 2013 Rekordhöhen: Über 12 Milliarden Euro betrug der kumulierte Umsatz. Davon entfielen mehr als zwei Drittel (8,4 Mrd. Euro) auf die Top 10.

Jahr 2013 stand im Zeichen der internen Konsolidierung
Nachdem sich im Jahr 2012 der Anteil des anorganischen Wachstums bei den 25 führenden FS-Anbietern auf rund 25 Prozent erhöht hatte, ging dieser im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 21 Prozent zurück. Nach vielen Übernahmen und Fusionen in den zurückliegenden Jahren setzte nun eine Konsolidierung ein. Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk, geht jedoch davon aus, dass in den kommenden Jahren Übernahmen und Fusionen wieder zunehmen werden.

Insgesamt sind in der Studie, die im Juli veröffentlicht wird, insgesamt 65 Facility-Service-Unternehmen einbezogen. Die aktuelle Lünendonk®-Liste der 25 nach Inlandsumsatz führenden Unternehmen steht seit 26. Mai 2014 kostenfrei auf der Lünendonk-Internetseite zum Download bereit.

Bilfinger Facility Services führt erneut die Lünendonk®-Liste an. Das Frankfurter Unternehmen ist immer noch der einzige FS-Dienstleister mit mehr als einer Milliarde Euro Inlandsumsatz (1,187 Mrd. €) und legte um 4,9 Prozent zu. Der Inlandsumsatz der Strabag Property and Facility Services bleibt stabil gegenüber dem Vorjahr. Mit 871 Millionen Euro nimmt das FS-Unternehmen die Position zwei ein.

Wisag Facility Service Holding festigt durch ein Umsatzwachstum von 13,6 Prozent auf 819 Millionen Euro Rang drei. Hierin ist neben organischem Wachstum die komplette Konsolidierung der Schubert Unternehmensgruppe berücksichtigt. Dussmann Service wächst ebenfalls überdurchschnittlich und liegt mit geschätzten 785 Millionen auf dem vierten Rang.

Neu auf Platz fünf rangiert die Spie GmbH aus Essen. Die ehemalige Facility-Management-Einheit der Hochtief Solutions AG steigerte in 2013 den Inlandsumsatz um 9,8 Prozent auf 650 Millionen Euro. Die Compass Group verlor hingegen und rangiert mit 645 Millionen Euro auf Position sechs, gefolgt von Sodexo mit 490 Millionen Euro – bereinigt um die Umsätze mit Service-Gesellschaften und Organschaften. Cofely wuchs in 2013 überdurchschnittlich (+8,7%) und liegt mit 463 Millionen Euro auf Platz acht.

Die Position neun nimmt mit 435,4 Millionen Euro der FS-Anbieter Piepenbrock ein. Das Osnabrücker Unternehmen legte im Jahr 2013 um 7,8 Prozent zu; dabei sind die Umsätze bereinigt um die Instandhaltungs-Leistungen, die in einem separaten Ranking geführt werden. Gegenbauer schließt mit 429,8 Millionen Euro Inlandsumsatz die Top 10 ab. Die Berliner legten im Jahr 2013 um 2,9 Prozent zu.

Vinci musste hingegen einen Umsatzrückgang von -3,7 Prozent hinnehmen und rutscht mit 415 Millionen Euro auf den elften Platz. Klüh nimmt die 400-Millionen-Euro-Hürde und belegt mit einem Wachstum von 4,3 Prozent Rang zwölf (403,1 Mio. €). Der Essener FS-Anbieter Kötter wächst leicht um 0,8 Prozent und folgt mit 383 Millionen Euro auf dem 13. Platz.

Der Inlandsumsatz der ISS Gruppe nähert sich wieder der 300 Millionen-Euro-Grenze. Das Düsseldorfer Unternehmen belegt mit 266 Millionen Euro Rang 14, gefolgt von Götz (205 Mio. €) und Johnson Controls (165 Mio. €). Nah beieinander liegen Caverion (ehemals YIT mit 163,6 Mio. €) und RGM (163,4 Mio. €) auf den Positionen 17 und 18. Sauter FM belegt Rang 19, Dorfner rutscht durch stagnierenden Umsatz auf Rang 20 ab.

Clemens Kleine (132 Mio. €), Lattemann & Geiger (115,94 Mio. €, exklusive anteilige Umsätze mit Servicegesellschaften und Organschaften) sowie Dr. Sasse (110 Mio. €) belegen die Positionen 21 bis 23 – gefolgt von Hectas Facility Service, das um fast 20 Millionen Euro zulegte (108,4 Mio. €). Neu in der Lünendonk®-Liste 2014 ist mit einem Inlandsumsatz von 89,1 Millionen Euro gepe Gebäudedienste Peterhoff. Das Unternehmen aus Düren konnte um 8,5 Prozent zulegen. Dadurch rutschte die b.i.g.-Gruppe, Karlsruhe, aus dem Ranking.

Auslandsgeschäft im Fokus
Im Geschäftsjahr 2014 plant eine Vielzahl der Top-25-Unternehmen einen Ausbau der internationalen Aktivitäten. „Überdurchschnittliches Wachstum aus eigener Kraft ist im Inland künftig nur bedingt möglich“, so Hossenfelder. „Zudem erwarten immer mehr Kunden länderübergreifende Services. Dadurch ändert sich der Fokus, so dass die Prognose der Top 25 für das Inlandswachstum 2014 bei nur 3,9 Prozent liegt.“

Unternehmen
Umsatz in Deutschland in Mio. €
Gesamtumsatz in Mio. €
Mitarbeiter in Deutschland
2013
2012
2013
2012
2013
2012
1
1.187,0
1.132,0
1.733,0
1.643,0
11.840
11.500
2
871,0
872,0
955,0
960,0
9.300
9.400
3
819,0
721,1
819,0
721,1
30.256
25.853
4
785,0
703,0
1.447,0
1.341,0
23.350
22.880
5
Spie GmbH, Essen *) 3)
650,0
592,0
730,0
700,0
4.300
4.100
6
645,0
667,0
645,0
667,0
16.000
16.500
7
490,0
478,5
670,0
701,2
9.296
9.087
8
463,0
426,0
479,0
446,0
1.905
1.767
9
435,4
404,0
441,4
409,4
25.337
25.911
10
429,8
417,9
442,8
430,0
15.020
14.958
11
415,0
431,0
479,0
500,0
1.575
1.800
12
403,1
386,3
658,5
650,8
16.836
17.157
13
383,0
380,0
383,0
380,0
15.500
15.300
14
266,0
249,0
266,0
249,0
9.936
10.864
15
205,0
205,0
252,0
250,0
13.100
13.750
16
165,0
155,0
165,0
155,0
760
750
17
163,6
146,5
163,6
146,5
872
1.200
18
RGM Holding GmbH, Dortmund
163,4
159,6
170,9
167,7
1.385
1.350
19
156,9
134,3
156,9
134,3
952
876
20
Dorfner Gruppe, Nürnberg 13)
155,0
155,0
226,0
225,0
9.650
9.650
21
132,0
129,0
132,0
129,0
10.000
10.000
22
115,9
114,1
178,0
173,0
6.787
6.700
23
Dr. Sasse AG, München 15)
110,0
108,0
138,0
135,0
4.000
3.900
24
108,4
89,7
190,5
177,1
6.716
5.876
25
89,1
82,1
100,7
95,2
5.594
5.251

Die Rangfolge der Übersicht basiert auf kontrollierten Selbstauskünften der Unternehmen und Schätzungen der Lünendonk GmbH über in Deutschland bzw. von Deutschland aus bilanzierte/erwirtschaftete Umsätze.
COPYRIGHT: Lünendonk GmbH, Kaufbeuren 2014 – Stand 26.05.2014 (Keine Gewähr auf Firmenangaben)

1) Umsatzzuwachs u.a. bedingt durch Vollkonsolidierung der Schubert Holding AG & Co. KG im
Jahr 2013. Auslandsumsatz seit 2013 durch Schwestergesellschaft erbracht.
2) Exklusive Kursana und Kulturkaufhaus. Gesamtumsatz Dussmann Gruppe 2013: 1.843 Mio. €.
3) Vormals Hochtief Solutions AG.
4) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 670,0 Mio. €.
5) Inklusive Umsätze der Cofely Deutschland GmbH und Cofely Refrigeration GmbH.
6) Umsätze mit Industrieservices werden in der separaten Industrieservice-Liste 2014 ausgewiesen.
7) Umsatzrückgang u.a. aufgrund von rückläufigem PPP-Geschäft.
8) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 473,0 Mio. €.
9) Inklusive Umsätze der ISS HWS GmbH & Co. KG, ISS Personalservice GmbH, ISS
Schädlingsbekämpfung und Hygiene GmbH und Klaus Harren GmbH.
10) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 220,0 Mio. €.
11) JC IFM Industrie GmbH & JC Industrial Services GmbH.
12) Vormals YIT, nur Umsätze mit Facility Services in Deutschland.
13) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 213,0 Mio. €.
14) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften (at Equity): 174,7 Mio. €.
15) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 111,0 Mio. €.
16) Inlandsumsatz inkl. Servicegesellschaften und Organschaften: 100,7 Mio. €.
*) Umsatz und/oder Mitarbeiterzahlen teilweise geschätzt

Industrial-FM gewinnt an Bedeutung

Mit der zunehmenden Fremdvergabe von bisher noch intern erbrachten Dienstleistungen wird das Marktsegment Industrial Facility Management (FM) weiter an Bedeutung gewinnen. Hierbei erhöhen die FM-Nutzer vor allem die externen Ausgaben für Energiemanagement, Gebäudetechnik, Sicherheits- und Empfangsdienste. Das gilt sowohl für den deutschen als auch den österreichischen FM-Markt im industriellen Umfeld.

Die Trendstudie „Industrial FM“ des Marktforschundsunternehmens Lünendonk aus Kaufbeuren zeigt eine externe Vergabequote für Facility Services von zwei Drittel (64,6%) und für Industrieservices von 56 Prozent. In Deutschland sind externe Dienstleister deutlich stärker in die FM-Aktivitäten der Industrieunternehmen involviert als in Österreich. Gerade bei Industrieservices ist der Unterschied deutlich erkennbar.

Verteilung und Entwicklung des externen Budgets für Facility Services/ Quelle: Lünendonk® - 360-Grad-Studie Facility Management, Lünendonk GmbH, Kaufbeuren , April 2014

Verteilung und Entwicklung des externen Budgets für Facility Services/ Quelle: Lünendonk®
– 360-Grad-Studie Facility Management, Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, April 2014

Hohe Budgets für Gebäudetechnik und -reinigung
Der Löwenanteil der externen Budgets für Facility Services und Industriedienstleistungen fließt in die Instandhaltung der Gebäudetechnik. Zusammen mit der Gebäudereinigung werden hierfür laut der Trendstudie mehr als die Hälfte des externen Budgets verwendet.

Auf Platz drei folgen mit großem Abstand Sicherheitsdienstleistungen. Durchschnittlich unter zwei Prozent des vorhandenen Budgets werden für Property Management, Büroservice, Parkraumbewirtschaftung und FM-Beratung ausgegeben.

In welchen Bereichen die Unternehmen Handlungsbedarf sehen, lässt sich laut der Studie an der Budgetplanung ablesen. Höhere Budgets bedeuten zum einen die zusätzliche Auslagerung von Dienstleistungen sowie eine angestrebte Qualitätsverbesserung.

Ein Drittel der Unternehmen plant für das Thema Energiemanagement ein zusätzliches Budget ein. Weitere Posten mit Budgetzuwächsen sind die Sicherheits- und Empfangsdienste sowie die Instandhaltung der Gebäudetechnik. Künftige Einsparungen oder Insourcing-Tendenzen sind weder in Deutschland noch Österreich feststellbar.

Trotz der unterschiedlichen Branchenstrukturen im industriellen Umfeld lassen sich den Autoren zufolge folgende Trends herausarbeiten:

  •  Industrieunternehmen bevorzugen Dienstleister mit Niederlassungen in der Nähe der Auftraggeber.
  • Unternehmen mit einer hohen internen Dienstleistungsquote werden in den kommenden Jahren unter dem Druck des Wettbewerbs die Schritte der Konkurrenz nachholen und vermehrt Aufträge an externe Dienstleister vergeben.
  • Leistungen des technischen Gebäudemanagements und der Industrieservices werden zukünftig vermehrt ausgelagert.
  • Je größer ein Unternehmen ist und je mehr Standorte es aufweist, desto wichtiger sind Komplettdienstleister, die die speziellen Unternehmensbedürfnisse flexibel und kostengünstig bedienen können.

Das Whitepaper „Industrial FM“ kann kostenfrei im Web-Shop bei Lünendonk bezogen werden.

Wie ist es um die digitale Kompetenz der Unternehmen bestellt?

Die meisten Unternehmen bewerten ihre digitale Kompetenz zurückhaltend. Nur jeder fünfte der weltweit rund 1 500 befragten Top-Manager ist davon überzeugt, dass in seinem Unternehmen die Bedeutung der neuen digitalen Technologien voll erkannt und in der Geschäftsstrategie berücksichtigt werden.

Die von den Entscheidern wahrgenommenen Defizite machen sich bei der Mehrzahl der Unternehmen negativ bei der Umsetzung strategischer IT-Projekte bemerkbar, wie der „6th Annual Digital IQ Survey“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt.

Besonders kritisch zeigen sich die US-Manager: Nur 29 Prozent sind der Ansicht, dass strategische IT-Initiativen ihren Zweck zumindest meistens voll und ganz erfüllen. Von den Befragten in Europa sagen dies immerhin 43 Prozent, in Asien und Afrika liegt die Quote mit jeweils über 75 Prozent deutlich höher.

Zudem sind die Projekte nach Einschätzung der meisten Befragten in der Regel teurer und zeitaufwändiger als geplant. In Europa sieht nur knapp jeder zweite Entscheider (47%) IT-Initiativen meist im Zeitplan, gut 60 Prozent konstatieren regelmäßig Budgetüberschreitungen.

„In nahezu allen Wirtschaftsbereichen gewinnen digitale Themen wie ‚Big Data‘ und die Vernetzung der Wertschöpfungskette stark an Bedeutung. Den befragten Managern ist dies durchaus bewusst, vielen fehlen aber die Instrumente, um diese Trends mit eigenen Innovationen zu gestalten“, kommentiert Michael Rasch, PwC-Partner und Experte für den Bereich digitale Transformation.

So fürchten zwar über 70 Prozent der Manager, dass ihr Unternehmen nicht schnell genug auf technologische Veränderungen reagiert und nicht alle relevanten Daten zu Kunden, Lieferanten und Produkten auswertet. Diese Befunde werden aber nur bei rund 45 Prozent der Unternehmen in der Geschäftsstrategie adressiert.

Teamwork ist entscheidend
Die Befragung zeigt aber auch noch etwas anderes. So zeichnen sich Unternehmen, die auf dem Weg zur „Digital Company“ weiter vorangeschritten sind als andere, durch klare Eigenschaften aus. Neben einer ausgeprägten Technologiekompetenz und Innovationsbereitschaft des CEO ist demnach eine enge Kooperation zwischen IT-Management (CIO) und den Führungskräften anderer operativer Bereiche (CMO) förderlich: Während 70 Prozent der befragten „Top-Performer“ ein gutes Teamwork zwischen CIO und CMO konstatieren, sagen dies nur 45 Prozent der übrigen Befragten.

Wesentlich für den Erfolg ist zudem die systematische Suche nach Innovationen. Hier zeigt sich, dass die erfolgreicheren Unternehmen stärker auf externe Partner wie beispielsweise Universitäten oder Forschungseinrichtungen setzen.

Entscheidend sei jedoch ein übergreifender strategischer Ansatz, betont Rasch. Jede Abteilung und jeder Bereich müsse wissen, welche digitale Strategie das Unternehmen verfolgt und wie sie zum Erfolg dieser Strategie beitragen könnte. Dies erfordere auch eine stärkere Durchmischung von IT- und operativen Kompetenzen in der Unternehmensorganisation.

Sind in 15 Jahren smarte Städte Realität?

Diese Frage lässt sich mit „Ja“ beantworten, nimmt man eine Umfrage des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) zur Grundlage. Nach der gehen 67 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen davon aus, dass spätestens 2030 die Entstehung von Smart Cities – jenseits von Pilotprojekten und Demonstratoren – in einem volkswirtschaftlich bedeutenden Umfang zu erwarten ist.

Trotz dieser Erwartung, spielt die deutsche Industrie bei dieser Entwicklung nur eine untergeordnete Rolle. Zwar glauben 61 Prozent der Unternehmen, dass Smart-Cities-Technologien die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stärken werden, aber nur 28 Prozent sind davon überzeugt, dass die deutsche Industrie zum Leitanbieter für Smart-Cities-Technologien wird. Sechs von zehn Unternehmen sind noch unentschieden in dieser Frage.

Auch glauben nur 22 Prozent der Unternehmen, dass mit dem Trend zu Smart Cities mehr Arbeitsplätze entstehen werden. Dies sind Ergebnisse des VDE-Trendreports, einer Umfrage unter den 1 300 Mitgliedsunternehmen des VDE.

Die größten Aufgaben auf dem Weg zu Smart Cities liegen in den Bereichen Mobilitätskonzepte, Energie-Infrastruktur, Verkehrs-Infrastruktur und IT-Sicherheit sowie der branchen- und technologieübergreifenden Zusammenarbeit. Vor allem die Bereiche Gebäudetechnik und Elektrotechnik sowie die Energieversorger und die IKT-Branche werden nach Ansicht der Experten vom Trend zu Smart Cities profitieren.

Deutscher Hochbau zieht an

Der deutsche Hochbau soll dieses Jahr um 2,7 Prozent zunehmen. Damit setzt sich ein Trend aus dem vergangen Jahr fort. Schon 2013 hat sich das Marktvolumen gegenüber dem schwachen Vorjahr stabilisiert und wuchs um 0,4 Prozent auf 214,4 Milliarden Euro. Und auch 2015 und 2016 soll das Marktvolumen um 1,1 und 0,5 Prozent ansteigen. Dies sind Ergebnisse und Prognosen der Studie „Hochbau-Prognose 2014“ durch die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants.

Die Studie zeigt, dass es insbesondere der florierende Wohnungsbau ist, der dem deutschen Hochbau 2014 zu einem prognostizierten Wachstumsplus von 2,7 Prozent verhilft. Ausschlaggebend für diesen Trend seien neben der fortschreitenden Urbanisierung und den kontinuierlich steigenden Miet- und Kaufpreisen vor allem die guten Rahmenbedingungen: das günstiges Zinsniveau sowie hohe Arbeitsplatzsicherheit und stabile Einkommen.

Mit Blick auf den Wohnungsbau prognostiziert OC&C für das Jahr 2014 ein Plus von 2,8 Prozent. Auch für den Nichtwohnungsbau wird wieder Wachstum erwartet: 2,4 Prozent in 2014.

Damit kann die Baubranche insgesamt optimistisch sein: 2014 profitiert die Industrie noch von Bauvorhaben, die aufgrund des strengen Winters 2012/13 verschoben wurden. Dieser Effekt entfällt dann in 2015 und 2016, wo abflachendes Wachstum erwartet wird.

Die positive Entwicklung der kommenden Jahre wird vor allem durch das Neubaugeschäft gestützt. Die Studie rechnet zwischen 2013 und 2016 mit einem Wachstum des Neubauvolumens von durchschnittlich 2,5 Prozent. Das Renovierungsgeschäft ist dagegen deutlich gesättigter – entsprechend geringer fällt das prognostizierte jährliche Wachstum (bis 2016) mit 0,7 Prozent aus.