Zertifizierungskurs „BIM Professional“

Die Ruhr-Universität Bochum bietet in Zusammenarbeit mit Hochtief ViCon ab dem Sommersemester 2016 – Start ist bereits am 21. April 2016 – einen Zertifizierungskurs „BIM Professional“ als standardisierte Ausbildung zum BIM-Experten an. In sechs thematisch strukturierten Modulen lernen die Teilnehmer in den Bereichen Technologie, Prozesse, Menschen und Richtlinien, wie mithilfe praxiserprobter Methoden und Werkzeuge Projekte mit BIM effizienter gestaltet werden können.

Die BIM-Schulung richtet sich an:

  • Ingenieure und Architekten aus allen Leistungsphasen
  • Führungskräfte und Projektleiter
  • zukünftige BIM-Koordinatoren

Kursteilnehmer haben so die Möglichkeit, sich berufsbegleitend und ganzheitlich mit dem Themenkomplex BIM auseinanderzusetzen. Der Kurs endet nach erfolgreicher Teilnahme mit dem Abschlusszertifikat „BIM Professional“. Das Zertifikat wird von der Gesellschaft Planen Bauen 4.0 anerkannt.

M.Sc. Real Estate Management an der ISM

Ab dem Wintersemester 2016/2017 bietet die International School of Management (ISM) in München den Studiengang M.Sc. Real Estate Management an. Das im Bereich Immobilienwirtschaft angesiedelte Studienangebot wurde in Kooperation mit Ernst & Young Real Estate erarbeitet. Es soll internationales Managementwissen mit Kenntnissen aus der Immobilienbranche verknüpfen.

Das Angebot ist eine Reaktion auf den Umstand, dass die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Immobiliensektors den Bedarf an einer interdisziplinären und akademischen Ausbildung verstärkt hat. So wird Fachwissen in den Disziplinen Immobilienentwicklung und -bewertung, Immobilienrecht, immobilienspezifische Investments & Finanzierungen, Merger & Acquisition, Vermarktung sowie Property-, Facility- und Asset-Management vermittelt. Bestandteile des Studiums sind außerdem Grundlagenwissen der Bauwirtschaft und der Architektur. In der Lehre kommen Experten aus Wissenschaft und Praxis zum Einsatz.

Praxisbezug wird unter anderem durch die integrierten Fallstudien anhand realer Immobilienprojekte hergestellt – wobei die wissenschaftlichen Aspekte in der Immobilienwirtschaft nicht vernachlässigt werden sollen. Mit der Konzeption als Master of Science und der Anbindung an die neu geschaffene Forschungseinrichtung „Institute for Real Estate & Location Research“ in München kommt dieser Aspekt zum Ausdruck. Neben Praxisprojekten sind außerdem auch eine zwölfwöchige Praxisphase und ein Auslandssemester in das Studium integriert

Absolventen des Studiengangs steht ein vielfältiges Spektrum an Berufsmöglichkeiten offen: zum Beispiel als Asset oder Property Manager Real Estate, Immobilien-Projektentwickler, Consultant Real Estate, M&A Real Estate Expert oder im Bereich Transaction Advisory Services.

Umfrage: „Wie möchtest du in der Zukunft wohnen?“

Ernst & Young Real Estate fragt Studenten, Auszubildende und Schüler: „Wie möchtest du in der Zukunft wohnen?“ Bitte nimm dir wenige Minuten Zeit und teile uns mit, wie du dir deine Wohnung der Zukunft vorstellst.

Für jede Antwort spendet Ernst & Young Real Estate 50 Cent an die Stiftung Lesen. Hier ist EY bereits seit 2013 Mitglied im Stifterrat und engagiert sich seitdem auch an verschiedenen Events der Stiftung, um dem Thema Lesen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Hier geht es zur Umfrage.

Vielen Dank für deine Teilnahme!

 

Master „Energie-Betriebsmanagement“

Die Fachhochschule Bingen bietet den dreisemestrigen Weiterbildungsstudiengang „Energie-Betriebsmanagement“ an, der mit Abschluss zum Master of Engineering führt. Der Studiengang ist akkreditiert und kostenpflichtig.

Er richtet sich an erfahrene Ingenieure und Fachkräfte mit einschlägiger Berufserfahrung in der Energiewirtschaft, der Pharmazeutischen und Chemischen Industrie, der Lebensmittelindustrie, dem Gebäudemanagement oder der Automobilproduktion und deren Zulieferern.

Übernahme von Führungsverantwortung

Nach Abschluss sollen Absolventen die Fähigkeit haben, Führungs- und Leitfunktionen übernehmen zu können. Hierbei sind die Herausforderungen zum Betrieb von Energieanlagen unter den Aspekten Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit zu bewältigen.

Pflichtfächer sind:

  • Methoden der Energieberatung
  • Energie- und Umweltrecht
  • Stoffstrommanagement
  • Regeneratives und rationelles Energie- und Anlagenmanagement
  • Energiewirtschaft und Portfoliomanagement
  • Vergabe-/Vertragswesen
  • Technische Betriebsführung in der Praxis
  • Energiemanagement

Zu den Wahlpflichtfächern gehören:

  • Finanzmanagement
  • Versorgungskonzepte
  • Umweltökonomie
  • Anlagen-, Gebäude- und Prozessleittechnik
  • Regenerative Versorgungstechnik

Flexible Arbeitsplätze

Am eBay-Standort in Dreilinden bei Berlin muss ein Arbeitsplatz bis zu 1.400 Mal im Jahr verlegt werden. Das erklärte Jens Schlüter,  Europa-Chef des Facility Managements (FM) bei dem internationalen Konzern, in einem Vortrag vor Studierenden der FH Münster. Zu dem hatte der Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management eingeladen.

Schlüter sagte daher bezüglich der Arbeitsplätze auch: „Flexibel müssen sie sein.“ Dies liege daran, dass ständig neue Segmente am Markt etabliert würden, dafür neue Mitarbeiter eingestellt oder Teams umorganisiert werden müssten.

Er sagte auch, dass diese Flexibilität insbesondere den Mitarbeitern zugute komme: Über den ganzen Tag verteilt könnten sie ihren Ort der Arbeit frei wählen. „Wir haben unterschiedliche Arbeitswelten auf einer Großraumfläche vereint“, erläuterte Schlüter. Einige würden an das heimische Wohnzimmer erinnern.

Prof. Dr. Torben Bernhold, Initiator des Impulsgesprächs, sagte: „Arbeit wird in Zukunft mobiler und integrierter, das hat der Vortrag sehr anschaulich gezeigt. Sie entkoppelt sich zunehmend vom physischen Arbeitsplatz, wie wir ihn bisher kannten.“

Master „Green Building Engineering“ in Köln

Zum Wintersemester 2015/16 bietet das Institut für Technische Gebäudeausrüstung der Fachhochschule Köln erstmals den dreisemestrigen Masterstudiengang „Green Building Engineering“ an.

Studierende lernen in diesem Angebot mit dem Schwerpunkt „Nachhaltiges Bauen“, wie sie ein Gebäude sowohl nachhaltig planen und errichten, als auch anschließend ressourcenschonend betreiben.

„Green Building‘ bezieht sich auf nachhaltige Gebäude, die sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte berücksichtigen und dabei den Nutzeranforderungen, wie etwa an Komfort und Gesundheit, gerecht werden“, erklärt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Michaela Lambertz. Engineering bedeute, dass der Fokus des Studiengangs auf den gebäudetechnischen Aufgabenstellungen und Lösungen liege. Dieses Thema sei ein sehr aussichtsreiches Betätigungsfeld für angehende Ingenieurinnen und Ingenieure.

Das Institut setzt bei dem neuen Masterstudiengang auf projektbezogenes, interdisziplinäres und ganzheitliches Lernen. Schwerpunkte des Studiengangs sind unter anderem Bauen und Optimieren im Bestand, Energiedesign und Systemengineering, integrales Planen und Bauprojektmanagement, Zertifizierungen, Gebäudebetriebsmanagement, Monitoring oder Smart Building.

Die Studierenden erlernen etwa, wie sich integrierte Gebäudesysteme während des Betriebs verhalten und welche Bedarfe bei den Nutzern bestehen. Zu den Studieninhalten gehören auch verschiedene Simulationsmethoden und deren Ergebnisinterpretation sowie die Optimierung bestehender technischer Anlagen.

Zugangsvoraussetzung für den Studiengang ist ein anerkannter erster Hochschulabschluss in einem Studiengang in Energie- und Gebäudetechnik oder in einem vergleichbaren Studiengang wie Architektur oder Bauingenieurwesen mit einer Gesamtnote 2,3 oder besser. Ist diese Voraussetzung nicht vollständig erfüllt, so werden Studierende nur unter der Auflage zugelassen, dass sie fehlende Vorkenntnisse durch die erfolgreiche Teilnahme an bestimmten Lehrveranstaltungen aus den Bachelorstudiengängen nachholen.

Insgesamt stehen für den Studiengang 15 Studienplätze zur Verfügung.

Master „Planung nachhaltiger Gebäude“

Bereits zu dem derzeit laufenden Sommersemester startete an der Beuth Hochschule für Technik Berlin der interdisziplinäre Master-Studiengang „Planung nachhaltiger Gebäude„.

In ihm können Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen der Fachrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen, Facility Management, Gebäude- und Energietechnik sowie Landschaftsarchitektur sowohl ihr gebäudebezogenes Fachwissen vertiefen als auch das gemeinsame Planen nachhaltiger Gebäude erlernen.

Nicht nur beim Bauen von Neubauten, sondern auch bei zu sanierenden Bestandsgebäuden sind heute im Sinne des Klimaschutzes besondere ganzheitliche Herausforderungen zu beachten. Das klassische Planen reicht dabei oft nicht mehr aus. Moderne, umweltverträgliche Gebäude weisen einen hohen Komplexitätsgrad auf. Die Planung solcher Gebäude erfordert laut der Hochschule fachübergreifendes Wissen und die frühzeitige Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren.

Die Beuth Hochschule setzt daher auf ein folgendes Lernkonzept: Praktiziert wird ein Projektstudium mit interdisziplinärer Teamarbeit als Lehr- und Lernmethode. Kooperationen mit Unternehmen der Baubranche sichern darüber hinaus den aktuellen Kontakt zur Praxis.

So sollen Absolventinnen und Absolventen zu Experten für nachhaltiges Bauen werden, die qualifiziert sind, zukunftsfähige Gebäude zu planen und zu betreiben. Die ebenfalls praxisnahen Lehrinhalte wurden gemeinsam mit Experten aus der Wirtschaft entwickelt und gezielt durch ökologische Themen und Fragestellungen erweitert.

Das Studium dauert vier Semester und führt zum Master of Science. Studiengebühren werden keine erhoben.

Masterstudiengang „Baurecht im Lebensszyklus von Bauwerken“

Gemeinsam mit der BWI Bau GmbH – Institut für Bauwirtschaft hat die FH Münster den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Baurecht im Lebenszyklus von Bauwerken“ entwickelt. Die wissenschaftliche Leitung übernimmt die Hochschule, die Lehre erfolgt durch beide Partner.

Schon zum kommenden Sommersemester geht der Studiengang an den Start. Er richtet sich an Bauingenieure, Architekten, Fachingenieure, Wirtschaftswissenschaftler sowie Juristen. Nach bestandener Masterprüfung verleiht die Hochschule den „Master of Laws“.

„Normen, Ordnungen, Verträge – rechtliche Fragen rund ums Bauen werden immer komplizierter“, sagt Prof. Dr. Richard Dellen von der Fachhochschule Münster. Es gebe zwar genug gesetzliche Vorgaben und Richtlinien, aber jedes Bauobjekt sei ein Unikat, jede Abweichung von der Regel habe Konsequenzen.

Daher sollen in dem Studiengang die spezifischen rechtliche Besonderheiten wie das Planungsrecht, die Projektentwicklung, die Problematik des Nachtragsmanagements und die Nachhaltigkeit hinsichtlich dem Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken vermittelt werden.

Die Studienzeit ist auf vier Semester ausgerichtet, die Studienkosten belaufen sich für jedes Semester auf 3.000 Euro.

 

Berliner Mieten-Volksbegehren

Von Jacopo Mingazzini, Vorstand der ACCENTRO REAL ESTATE AG

Jacopo Mingazzini, Vorstand der ACCENTRO REAL ESTATE AG

Jacopo Mingazzini, Vorstand der ACCENTRO REAL ESTATE AG

Vor einem Jahr entschieden sich die Berliner per Volksentscheid gegen die Randbebauung des Tempelhofer Feldes – trotz Wohnraummangel. Jetzt wird der nächste Volksentscheid vorbereitet: Eine Mieterinitiative sammelt in Berlin Unterschriften, um die sechs städtischen Wohnungsgesellschaften in „Anstalten öffentlichen Rechts“ umzuwandeln. Alles ist genau ausformuliert in einem „Gesetz über die Neuausrichtung der sozialen Wohnraumversorgung in Berlin“.

Die Wohnungsgesellschaften sollen künftig nicht mehr gewinnorientiert arbeiten. Sie sollen in Anstalten des öffentlichen Rechts umgewandelt werden. Bei allen Entscheidungen hat der Verwaltungsrat, der sich aus Mietern und Arbeitnehmern der Wohnungsgesellschaften zusammensetzt, das letzte Wort.

Soziale Wohnraumversorgung in Berlin

Die städtischen Wohnungsgesellschaften werden damit zu sozialen Einrichtungen. Beispielsweise dürfen sie, so ist es im Gesetzentwurf vorgesehen, vor Abschluss eines Mietvertrages nicht mehr die Bonität des Mieters prüfen. Das heißt: Jeder Mietbewerber wird, ohne Auswahlverfahren, genommen – und zwar auch dann, wenn eine Schufa-Auskunft (die jedoch laut § 13 Abs. 5 des Gesetzentwurfes nicht mehr eingeholt werden darf) zeigt, dass er überschuldet ist und seine Miete nicht wird zahlen können.

Wer seine Miete nicht zahlt, darf trotzdem wohnen bleiben. Räumungen darf es nach dem Gesetzentwurf nicht mehr geben – jedenfalls dann nicht, wenn der Mieter Transferleistungen enthält, also beispielsweise Arbeitslosengeld, Hartz IV oder Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Grundsicherung im Alter.

All diese Bestimmungen zeigen, dass sich der Charakter der Wohnungsgesellschaften grundlegend ändern soll. Künftig dürfen dort die Mieter – zusammen mit den Angestellten der Wohnungsgesellschaften sowie mit Vertretern von Mieterverbänden – selbst darüber entscheiden, wie hoch die Miete sein soll, die sie bezahlen müssen.

Aus Sicht der Wohnungsgesellschaften ist das natürlich ein Problem. Die jahrelangen Bemühungen, die Gesellschaften wirtschaftlich tragfähig zu machen, würden zunichte gemacht werden. Denn es bestehen gute Aussichten, dass ein Volksentscheid Erfolg haben wird. Schließlich haben sich die Mieterverbände (diese vertreten 100.000 Berliner) dafür ausgesprochen.

Entlastung für private Vermieter

Für private Vermieter ist das alles jedoch keine schlechte Sache. In jeder Stadt gibt es Menschen, die Probleme haben, im freifinanzierten Wohnungsbau eine Wohnung zu finden – beispielsweise solche, die eine negative Schufa-Auskunft haben. Und es gibt nun einmal auch eine Gruppe von Mietern, die nicht bereit oder in der Lage ist, regelmäßig ihre Miete zu zahlen. Das müssen nicht einmal Mietnomaden sein, sondern es können durchaus auch Mieter sein, die unverschuldet in wirtschaftliche Probleme geraten sind. Hier hat der Staat eine Verantwortung.

Für private Wohnungsvermieter sind Mieter mit schlechter Bonität bzw. solche, die ihre Miete nicht bezahlen, natürlich ein Problem. Diese werden jedoch, wenn die Initiative Erfolg hat, künftig von den städtischen Wohnungsgesellschaften aufgefangen. Sicherlich, für den Steuerzahler bedeutet das eine erhebliche Belastung. Aber in der einen oder anderen Weise werden diese Mietergruppen ohnehin von uns Steuerzahlern subventioniert, sei es nun durch Wohngeld, Hartz IV oder andere staatliche Leistungen.

Trend verpennt: Wohnen auf Zeit

Von Markus Selinger, Geschäftsleitung der CG Immobilien Gruppe

Deutsche Metropolen erleben einen Ansturm im Geschäftsreisemarkt. Immer öfter übernehmen Arbeitnehmer temporäre Projekte. Für längere Aufenthalte sind Hotelzimmer häufig ungeeignet – zum einen stehen weder Küche noch Waschmaschine zur Verfügung; zum anderen sind Hotels als Lösung für mehrere Monate zu teuer. Möblierte Wohnungen mit optionalen Leistungen wie Handtuchwechsel oder Brötchen an der Tür bieten die Alternative. Doch im Gegensatz zu internationalen Investoren reagiert der deutsche Markt zögernd auf die steigende Nachfrage.

Laut aktueller Studie des Global Services Apartments Industry Report (GSAIR) stieg die Anzahl der Serviced Apartments in den letzten zwei Jahren um 9,4 Prozent an. Weltweit liegt das Angebot bei 656 000 Apartments. In Deutschland gibt es etwa 25 000 – als Wirtschaftsstandort eine mittlere Katastrophe. Dabei wächst der Bedarf weiter.

Markus Selinger

Markus Selinger, CG Immobilien Gruppe

Wohnungen auf Zeit gelten als interessante Investitionschance. Dazu kommt die hohe Stabilität bei der Belegung: Anders als bei Urlaubshotels gibt es kaum saisonale Schwankungen. Durch die längeren Aufenthalte sind Apartments weniger managementintensiv und damit kostengünstiger als klassische Hotels. Zusatzangebote wie Einkaufservice, Reinigung oder Gastronomie verheißen weitere Einnahmen.

Während sich Serviced Apartments und Boardinghäuser in den USA und Kanada etabliert haben und dort Know-how im Bereich Wohnen auf Zeit vorhanden ist, fehlen in Deutschland Langzeiterfahrungen. Sicher einer der Gründe, warum deutsche Investoren noch zögern, sich in diesem Segment zu engagieren. Währenddessen drängen internationale Player auf den Markt und sichern sich die attraktivsten Standorte.

Beispiele dafür gibt es genügend: das Marriott mit dem „Residence Inn“ in München; Ascott Limited aus Singapur mit „Citadines“ in Berlin, Frankfurt, Hamburg, München oder TFE Hotels, einem Projekt der Far East Hospitality und der Toga Group, mit „Adina Apartment Hotels“ in Berlin, Frankfurt und Hamburg. Die Frasers Hospitality Group, eine Tochtergesellschaft von Frasers Centrepoint Limited, plant gerade ein Projekt in der Nähe der Museumsinsel Berlin.

Deutschland gilt als einer der Märkte mit großem Potenzial. Der Konkurrenzdruck wächst; alles spricht für einen schnellen Einstieg. Vor allem Angebote zwischen normalen Wohnungen und Boardinghäusern mit einer Vermietungsdauer jenseits eines halben Jahres sind nach wie vor Mangelware. Deutschland braucht jedoch eine neue Form des Wohnens auf Zeit mit optionalen Serviceleistungen, die Fristen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren abdeckt und für die hochmobilen Nutzergruppen von heute geeignet sind. Momentan sind dazu weder Hotels noch Boardinghäuser oder Serviced Apartments geeignet. Diese Lücke gilt es zu schließen. Doch ein Großteil der deutschen Investoren scheint zu schlafen. Wer aber wacher als die anderen ist, kann jetzt in neue Projekte investieren und sich ein Stück des Kuchens sichern.