Mängelmanagement-Apps sind im Trend

Gastbeitrag von Elke Tonscheidt

Was ist im operativen Mängelmanagement entscheidend? Vermutlich gehören die genaue Feststellung sowie die Zuordnung und Behebung von Mängeln mit Einbindung aller relevanter Projektbeteiligten in einem gemeinsamen Arbeitsraum dazu. Das internationale Software-Unternehmen Conject mit Hauptsitz in München wollte es genauer wissen und befragte, anonym, Akteure der Bau- und Immobilienbranche: Wie dokumentieren, archivieren und verwalten Sie Baumängel und was wünschen Sie sich künftig für einen besseren Überblick? Elke Tonscheidet hat für RE Times die Ergebnisse, die vor wenigen Tagen publiziert wurden, zusammengefasst.

An der Umfrage beteiligten sich laut Conject zu einem Drittel Bauherren und Eigentümer, gefolgt von Planern, Beratern, Generalunternehmern und Projektsteuerern. Auch Bauleiter, Facility Manager und Behörden gaben Auskunft.

Ralf Händl: „Treffen den Nerv der Zeit“

Die Ergebnisse zeigen: Über 80 Prozent der Teilnehmer setzen zur Erfassung und Bearbeitung von Mängeln Digitalkameras und Smartphones ein, nur 64 Prozent versenden via E-Mail mit Datei-Anhängen wie Mängellisten, Fotos oder Planmarkierungen. Auch Excel-Listen nehmen nach wie vor einen großen Anteil (rund 59 %) ein. Da auch die Baubranche immer digitalisierter arbeitet, scheint das Diktiergerät als Mängelprotokoll weniger relevant zu sein. Dafür steigt das Interesse an einem mobilen Mängelmanagement. Ralf Händl, Geschäftsführer und CEO der Conject Holding GmbH, schließt daraus: „Eine schöne Bestätigung dafür, dass wir mit unserem mobilen Mängelmanagement genau den Nerv der Zeit treffen. Der Bedarf für eine solche Lösung ist also definitiv vorhanden.“

Interessant auch die Antworten auf die Frage, wie ein professionelles Mängelmanagement die tägliche Arbeit konkret erleichtern kann. Deutlich wurde, dass folgende Anforderungen wichtig sind: Es muss übersichtlich, leicht und intuitiv bedienbar sein. Mängellisten, Bilder und Kommunikation müssen verknüpfbar und die Nachvollziehbarkeit für alle Projektteilnehmer gegeben sein.

 „Das spornt uns an und zeigt uns das Potenzial auf.“

Wie zufrieden sind die Akteure momentan hinsichtlich ihres derzeit praktizierten Mängelmanagements? „Die Handhabung von Mängeln“, heißt es im Conject-Blog, „schneidet durchschnittlich befriedigend ab“. Noch schlechter schnitten Benutzerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit ab, notiert das Unternehmen. Ralf Händl kommentiert das wie folgt: „Obwohl die aktuellen Methoden durchschnittlich nur als befriedigend bewertet wurden, werden die Alternativen zu Excel von einem großen Teil nicht eingesetzt. Das spornt uns an und zeigt uns das Potenzial auf.“

Für Re Times sind die Umfrageergebnisse besonders interessant hinsichtlich der daraus ableitbaren Trends. Hier zeigt sich: Mobile Mängelmanagement-Apps und webbasierte Software auf z. B. Tablets werden bereits genutzt, sind aber – noch – in der Minderzahl. Conject wertet das als erfreuliche Tatsache, „dass die Skepsis gegenüber mobilen Softwareanwendungen für das Mängelmanagement nicht groß zu sein scheint“. Im Blog des Unternehmens heißt es weiter: „So äußerten weniger als 50 Prozent der Befragten jeweils überhaupt Bedenken, wobei der meistgenannte Grund Unkenntnis über mobile Software als Alternative zu Excel ist (46 Prozent).“

Welches Fazit kann man ziehen?

Viele Firmen betrachten das Thema Mängelmanagement als entscheidend. Auch wenn einige bereits gute, zudem wirtschaftlich sinnvolle Lösungen gefunden haben, sehen viele hier noch Potential nach oben. Im Blog zieht Conject folgendes Resume: „Die Umfrageergebnisse verdeutlichen das Optimierungspotenzial auf Kundenseite“ und man glaubt, genau hier Angebote machen zu können.

Welchen entscheidenden Nutzen eine mobile Variante habe, wollten wir von Ralf Händl abschließend wissen. Der Conject-CEO antwortet: „Der entscheidende Vorteil des mobilen Mängelmanagements liegt darin, dass es vor Ort – auf der Baustelle oder während der Inspektion im bestehenden Gebäude – im offline-Betrieb zur Verfügung steht und alle Daten erfassen kann. Zurück im Büro kann die Synchronisierung mit der Datenbank stattfinden und alle Prozesse angestoßen werden. Das spart unendlich viel Zeit – nach Aussagen unserer Kunden 98% des bisherigen Aufwands – und sichert darüber hinaus die Projektqualität.“

Einen detaillierten Einblick in die Umfrageergebnisse mit Graphiken finden Sie im Conject-Blog.

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