Masterstudiengang Construction Management

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) startet zum kommenden Wintersemester den Online-Masterstudiengang Construction Management. Angehende Führungskräfte bekommen darin berufsbegleitend baurelevantes Wissen zu BWL, Vertragsrecht und Projektmanagement vermittelt. Bei dem Angebot ist der Abschluss nicht das vorrangige Ziel: Wer keinen Master anstrebt, kann auch nur einzelne Zertifikatskurse belegen.

Das kostenpflichtige Angebot, das im November startet, dauert insgesamt fünf Semester. Anwesenheit wird dabei von den Studierenden nur an insgesamt zwei Tagen pro Semester verlangt; ansonsten wird virtuell gelehrt und gelernt. So bleibt die Flexibilität gewahrt, die Studierenden können sich ihre Lernzeit frei einteilen.

Das praxisnahe Studium richtet sich nicht nur an Absolventen, die einen Uni- beziehungsweise FH-Abschluss in einem bauwissenschaftlichen Fach haben. Auch Architekten oder Interessierte mit einer einschlägigen Ausbildung und Berufserfahrung können sich einschreiben.

Leistungsverzeichnis für nachhaltiges Facility Management

Die WISAG Facility Management hat ein ökologisches Musterleistungsverzeichnis entwickelt, das das „Badge of Recognition“ des Deutschen Privaten Instituts für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (DIFNI) – der Trägergesellschaft des BREEAM-Zertifizierungssystems – erhalten hat.

Ralf Pilger, MRICS, Geschäftsführer der WISAG Facility Management Hessen GmbH & Co. KG und Leiter des Projekts, sagt: „Mit diesem Musterleistungsverzeichnis machen wir ökologischen Gebäudebetrieb konkret und geben Eigentümern Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Immobilien.“ Zugleich bediene der Standard den Wunsch vieler Eigentümer und Immobilienexperten nach mehr Transparenz und Vergleichbarkeit.

Gesamtkonzept für eine zielführende nachhaltige Immobilienbewirtschaftung

Das Konzept entstand im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit der Immobilienberatungsgesellschaft Cushman & Wakefield, der DIFNI – der Trägergesellschaft der BREEAM-Zertifizierung – und der Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper, vertreten durch Christiane Conrads.

Unter dem Titel „Sustainable Facility Management Service“ knüpft das Konzept an die im Oktober 2013 vorgestellten Regelungs- und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Gebäudebewirtschaftung an und stellt damit einen weiteren Baustein für eine zielführende und steuerbare Umsetzung nachhaltiger Immobilienbewirtschaftung dar.

Die Regelungs- und Handlungsempfehlungen basieren auf Methoden und Inhalten des international anerkannten BREEAM-Nachhaltigkeitszertifikats für Bestandsbauten, sie umfassen neben speziell zugeschnittenen Musterleistungsverzeichnissen auch rechtlich geprüfte Vertragsvorlagen. Für Facility-Management-Leistungen werden diese Vertragsvorlagen gerade erarbeitet.

„Im Zuge der erfolgreichen Implementierung von ‚Sustainable Property Management Services’ im letzten Jahr“, so Nina Jansen, Head of Technical Property & Asset Management von Cushman & Wakefield in Deutschland, „zeigte sich einmal mehr der Bedarf an nachhaltigen Facility-Management-Standards. Denn erst durch Kombination mit einer nachhaltigen technischen Gebäudebewirtschaftung lassen sich definierte und messbare Performanceziele zur Sicherung nachhaltiger Qualitäten über den gesamten Nutzungszyklus umsetzen.“

Vorbild in Sachen Umweltschutz sein

Mit dem „Badge of Recognition“ für das von der WISAG entwickelte Leistungsverzeichnis für nachhaltiges Facility Management bestätige die DIFNI die Erfüllung ihres hohen Qualitätsanspruchs, sagt Ralf Pilger. „Damit stellt das ökologische Leistungsverzeichnis für uns letztlich auch einen wichtigen Meilenstein zur Erfüllung unserer Vision dar. Darin haben wir uns unter anderem zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 überwiegend ökologische Produkte und Verfahren zu nutzen und in unseren Märkten Vorbild beim Schutz unserer Umwelt zu sein.“

WOLFF & MÜLLER ist „Bauunternehmen des Jahres 2014“ im Hochbau

Die TU München und das Fachmagazin tHIS zeichneten WOLFF & MÜLLER als „Bauunternehmen des Jahres 2014″ in der Kategorie Hochbau aus. Der Preis beruht auf einem ausführlichen Bewertungsverfahren des Lehrstuhls für Bauprozessmanagement und Immobilienentwicklung der TU München von Prof. Dr. Josef Zimmermann.

Jeder Bewerber musste belegen, wie er seine Planungs- und Ausführungsprozesse verbessert, die Qualität seiner Arbeit sichert sowie seine Mitarbeiter schult und in die Abläufe integriert. Anhand dieser Faktoren wurden dann die erfolgreichsten und innovativsten deutschen Bauunternehmen in fünf Kategorien ermittelt: Gesamtsieger, Hochbau, Tief-, Straßen- und Ingenieurbau, Spezialist (Industrie- und Bahnbau) und Sonderpreis „Mitarbeiterorientiertes Unternehmen“.

In der Sparte Hochbau hat die Jury vor allem die Unternehmensstrategie des Stuttgarter Unternehmens hervorgehoben, die sich konsequent an effektivem, partnerschaftlichem und innovativem Bauen ausrichtet. Darüber hinaus lobte die Fachjury das Engagement im Bereich Social Responsibility. WOLFF & MÜLLER habe ein umfangreiches System zur Prävention von Schwarzarbeit und Umweltverstößen auf der Baustelle entwickelt.

Die Auszeichnungen wurden in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Offiziell wurden die Preise am 1. Juli 2014 bei einer Tagung im Oskar von Miller Forum in München verliehen.

Bauunternehmen des Jahres wurde übrigens die Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG aus Papenburg. Hervorgetan und abgesetzt hat sich das Unternehmen vor allem durch sein innovatives Prozess- und Qualitätsmanagement.

In der Kategorie Tief-, Straßen- und Ingenieurbau siegte die Strabag, in der Kategorie Spezialist das Unternehmen Franz Kassecker und der Sonderpreis ging an Heitkamp & Hülscher.

Mit wenig Aufwand viel Energie gespart

25 Tausend Euro einmalig investiert – hunderttausend Euro jährlich eingespart. Das ist die Bilanz eines Energiesparprogramms an der TU Braunschweig. Es entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit mit einer ihrer Ausgründungen, dem Ingenieurbüro energydesign braunschweig.

Ziel des Vorhabens war es, zu erforschen, wie man bei komplexeren Gebäuden zehn Prozent der Energiekosten mit geringen Investitionen einsparen kann, und daraus Optionen auch für andere größere Bauten abzuleiten.

Das Projekt ist ein Baustein eines umfassenden Energiesparkonzepts der Technischen Universität Braunschweig. Die Forschung wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Re-Co-Projekts mit rund 150.000 Euro gefördert. Die Forschungsinitiative Zukunft Bau hat mit rund 50.000 Euro zur Finanzierung beigetragen.

Die Universitätsbibliothek, die Sporthalle der TU Braunschweig an der Beethovenstraße und ein Chemiegebäude waren im Rahmen eines Pilotprojekts begangen und analysiert worden. Gezielt wurden aus den insgesamt 200 Gebäuden der TU Braunschweig diejenigen ausgewählt, die bei geringen Investitionen ein hohes Sparpotenzial erwarten ließen.

„Unsere Investitionen haben sich in diesem Projekt in nur wenigen Monaten amortisiert“, erläutert der Hauptberufliche Vizepräsident der TU Braunschweig, Dietmar Smyrek. „So viel kann man nicht in allen Gebäuden erreichen, aber dies zeigt, welches Potenzial im Energiesparen steckt.“

Dabei arbeiteten die Expertinnen und Experten eng mit dem Geschäftsbereich Gebäudemanagement der TU Braunschweig zusammen. „Unter anderem durch den Austausch von Leuchtmitteln und die Optimierung von Lüftungsanalagen ergaben sich zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten, die nun dauerhaft zu Einsparungen führen. Auch die Information der Nutzer über den Einfluss ihres Verhaltens auf den Energieverbrauch hat zu den erheblichen Einsparungen beigetragen“, erläutert Projektleiter Dr.-Ing. Stefan Plesser, Geschäftsführer von energydesign braunschweig.

CAFM-RING öffnet sich für FM-Dienstleister

Bot der CAFM-Ring bislang vor CAFM-Anbietern eine Heimat, soll sich dies in Zukunft ändern. Der Verband gab Ende Juni bekannt, sich zukünftig auch FM-Dienstleistern zu öffnen.

Mit einer Kampagne sollen potenzielle neue Mitglieder angesprochen werden. Schon auf zwei vergangen Veranstaltungen warb der Branchenverband für die Aufnahme neuer Mitglieder aus dieser Branche. Die Initiative soll sich weiterhin über die Münchener Expo Real im Oktober ziehen und schließlich in der FM-Messe 2015 gipfeln.

Mit einer eigenen CA/FM Lounge soll dort ein branchenübergreifender Dialog gefördert werden, von dem sich der Verband zukunftsweisende Impulse für die Erhöhung von Qualität und Nutzen in CAFM-Projekten zum Wohle der Anwender verspricht.

Der Ring habe nun seine Statuten und Aufnahmekriterien weiter differenziert, heißt es, um die relevanten Qualitätskriterien auch mit Blick auf die neue Zielgruppe hoch zu halten, die für die Wahl und Aufnahme neuer Mitglieder die entscheidenden Voraussetzungen darstellten.

So sei der Weg frei gemacht worden, um nun offensiv für neue Mitglieder zu werben und damit die Kraft zu verstärken, mit der sich der Verband für Qualität, Transparenz, Nutzen und Nachhaltigkeit von CAFM-Projekten einsetzt.

Facility Services: Zufriedene Kunden zahlen mehr

Machen Facility-Service-Anbieter ihre Arbeit gut und begeistern so ihre Kunden, akzeptieren diese leicht höhere Angebotspreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Trendstudie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk mit dem Center for Service Excellence der Universität Koblenz-Landau.

Erbringt ein Dienstleister nachhaltig exzellente Leistungen, erhöhen sich seine Chancen im Vergabeprozess sowie in der Weiterempfehlung signifikant

Vor allem proaktive Impulse bei der Optimierung der Gebäudebewirtschaftung, Überraschungsleistungen oder innovative Services über den Dienstleistungsvertrag hinaus gehören demnach zu den Elementen, die für Kundenbegeisterung sorgen.

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Vergabevorteile 
bei 
erlebter 
Kundenbegeisterung / Quelle: Lünendonk

Exzellente Services und Kundenbegeisterung gehen über Zufriedenheit hinaus. Noch vor Jahren galt Kundenzufriedenheit als einer der zentralen Unternehmensziele. Die Auswirkungen dieser Annahme auf den Erfolg wurden verstärkt in Zweifel gezogen. „Trotz Zufriedenheit mit einem Dienstleister sind immer mehr Kunden bereit, den Anbieter zu wechseln“, sagt Professor Matthias Gouthier, Direktor des Center for Service Excellence an der Universität Koblenz-Landau. „Darüber hinaus liegt es im Interesse jeden Dienstleisters, seine Kunden zufriedenzustellen. Damit stellt dies kein Differenzierungsmerkmal mehr dar.“

Doch mit Überraschungsleistungen, proaktiven Optimierungsimpulsen und freundlichen, herzlichen Mitarbeitern könnten Dienstleister die Erwartungen ihrer Kunden noch übertreffen.

So könnten Facility-Service-Unternehmen mit begeisternder Leistungserbringung nachhaltig zur Wertschöpfung ihrer Kunden beitragen. Denn wenn Anwender ihre Immobilien bei einem Partner in vertrauensvollen Händen wissen, ermögliche ihnen dies eine stärkere Konzentration auf ihr Kerngeschäft.

Begeisternde Dienstleister haben Wettbewerbsvorteile

Jörg Hossenfelder - Geschäftsführender Gesellschafter bei Lünendonk / Quelle: Lünendonk

Jörg Hossenfelder – Geschäftsführender Gesellschafter bei Lünendonk / Quelle: Lünendonk

Im preissensiblen Facility-Service-Markt biete eine kontinuierlich exzellente Leistungserbringung daher auch eine zusätzliche Differenzierungsmöglichkeit vom Wettbewerb. „Die Zusammenhänge sind wissenschaftlich belegt“, sagt Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk. „Service Excellence beim Dienstleister ermöglicht eine exzellente Leistungserbringung, die für Kundenbegeisterung sorgt. Folgen hieraus sind Kundenloyalität und ökonomischer Erfolg.“ Dies liege auch daran, dass Kundenbegeisterung mit Emotion zu tun hat.

Kunden würden bis zu 6 Prozent mehr zahlen

Dies schlage sich auch in der Zahlungsbereitschaft nieder – nimmt die Bedeutung von hoher Leistungsqualität im Ausschreibungsprozess doch nimmt weiter zu: Exzellente Leistungserbringung würden Facility-Management-Verantwortliche mit etwa vier bis sechs Prozent Aufschlag im Vergleich zum günstigsten Wettbewerber honorieren, so ein Studienergebnis. Das Gesamtvolumen des Auftrages sowie Branche und Unternehmensgröße der Auftraggeber würden zusätzlich die Bewertung der vorliegenden Angebote beeinflussen.

Auch jenseits der Preisfrage könnten begeisternde Dienstleister mit Vorteilen rechnen. Exzellente Services seien FM-Verantwortlichen zwar wichtig, im Alltagsgeschäft gelinge dies aktuell aber eher mittelmäßig. Anbieter mit einer konsequenten Strategie könnten sowohl aktuell als auch zukünftig punkten. Die Studienteilnehmer erwarten, dass exzellente Anbieter mittel- und langfristig Wettbewerbsvorteile genießen werden.