Graphisoft kündigt BIM-Lösung an

Die Graphisoft Deutschland GmbH aus München hat vor ausgewählten internationalen Journalisten – nein, wir waren nicht geladen 😉 – und Vertretern hochrangiger Unternehmen der Bauindustrie seine in Kürze erscheinende BIMcloud®-Lösung angekündigt.

Nach Unternehmensangaben handelt es sich bei der Lösung um eine BIM-Kollaborationsplattform, die es Teams jeder Größenordnung ermöglicht, native BIM-Daten gemeinsam in Echtzeit zu nutzen. Die patentierte Delta-Server™-Technologie biete in Kombination mit einer modernen Cloud-Server-Architektur alle grundlegenden Funktionen einer erstklassigen BIM-Kollaborationsumgebung: Echtzeit, Robustheit, Flexibilität, Skalierbarkeit und die Möglichkeiten der Integration würden miteinander verbunden.

Graphisoft ist überzeugt, dass die Die BIMcloud-Lösung weit über das hinausgeht, was heute als Cloud-Dienste ansonsten auf dem Markt erhältlich ist. Es werde eine allumfassende Cloud-basierte Kollaborationslösung geboten, in deren Rahmen die gesamte Softwareschicht bereitgestellt wird, die für die Umsetzung einer privaten Cloud-Lösung oder eines Cloud-Dienstes in einer öffentlichen Cloud erforderlich ist.

Die Graphisoft BIMcloud wurde am 25. März 2014 in Japan vorgestellt. Die weltweite Einführung erfolgt zusammen mit ArchiCAD 18 im zweiten Quartual 2014.

Hier finden Sie weitere Informationen.

(via BauSoftware Blog)

OMA baut für Axel Springer neues Verlagshaus

Die finale Platzierung im Architektenwettbewerb von Axel Springer steht fest: Das Büro OMA soll in weiterer Abstimmung mit dem Bauherrn und den zuständigen Behörden die Details eines genehmigungsfähigen Entwurfs erarbeiten.

In einer abschließenden beratenden Sitzung am Dienstag, 25. März 2014, sprach die Jury, bestehend aus Fachexperten, Vertretern der Stadt Berlin und des Unternehmens Axel Springer, eine einstimmige Empfehlung für das Konzept des Architekturbüros von Rem Koolhaas aus. Der Entwurf setzte sich gegen die Konzepte der zwei weiteren Gewinner des Architektenwettbewerbs Bjarke Ingels Group (BIG) und Buro Ole Scheeren durch.

Der Entwurf von OMA (Rem Koolhaas) / Bild: Axel Springer

Der Entwurf von OMA (Rem Koolhaas) / Bild: Axel Springer

Die Aufgabe des im Mai 2013 ausgelobten Wettbewerbs war es, Ideen zu entwickeln, um zusätzliche Räumlichkeiten für die wachsenden Unternehmensbereiche von Axel Springer, darunter vor allem die digitalen Angebote, zu schaffen. Darüber hinaus sollen mit der geplanten Baustruktur neue Standards in Atmosphäre, Nutzungsmöglichkeiten und Raumgestaltung  für eine moderne Arbeitsumgebung  gesetzt werden. 18 deutsche und internationale Architektenbüros haben am Wettbewerb teilgenommen.

Der Entwurf von OMA (Rem Koolhaas) / Bild: Axel Springer

Der Entwurf von OMA (Rem Koolhaas) / Bild: Axel Springer

Am 12. Dezember 2013 endete mit der Prämierung der drei Architektenbüros Bjarke Ingels Group, Buro Ole Scheeren und OMA der operative Teil des Architektenwettbewerbs. Die Gewinnerentwürfe wurden in den darauffolgenden Wochen vor allem auf grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit und Umsetzbarkeit des geplanten Neubaus geprüft. Ein Planungsauftrag erfolgt, nachdem entschieden wurde, ob und wann das Bauprojekt tatsächlich umgesetzt werden kann.

Zentraler Bestandteil des Gewinnerentwurfs von Rem Koolhaas ist das über 30 Meter hohe Atrium, das sich zum bestehenden Axel-Springer-Haus hin öffnet. Die miteinander verbundenen Terrassen und eine öffentliche Arbeitsfläche erschaffen eine Umgebung, in dem individuelles wie kollektives Arbeiten möglich ist. Der als „offenes Tal“ anmutende Entwurf beantwortet damit die Frage, wie Büros in einer mobilen Arbeitswelt aussehen könnten.

Laut der Jurymitglieder beinhalte der Entwurf nicht nur gute Architektur und einen hohen Symbolwert, sondern gebe auch Antworten auf die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Nicht zuletzt führe der einstige Mauerlauf diagonal durch das Gebäude.

Axel Springer plant, die Einreichungen aller Teilnehmer des Wettbewerbs im Deutschen Architektur Museum in Frankfurt am Main auszustellen. Bereits im Dezember 2013 erhielt die Öffentlichkeit die Möglichkeit, die 18 Modelle im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin zu besichtigen und sich kritisch mit den Ideen für den geplanten Neubau auseinanderzusetzen.

Roboter für den Transport

Nachdem ich Ihnen gestern eine Roboterlösung aus dem Bereich der Gebäudereinigung vorgestellt habe, bin ich nun auf einen Transportroboter der Neobotix GmbH gestoßen. Der könnte gut für einen unterbrechungsfreien Materialfluss eingesetzt werden.

Das Video des Heilbronner Unternehmens zeigt,  wie es läuft:

Bauunternehmer haben keine Zeit für Social Media

Zwei Drittel von 182 befragten Bauunternehmer sind der Meinung, dass sich die Beschäftigung mit sozialen Netzwerken nicht auszahlt. Entweder greifen sie aus zeitlichen Gründen nicht auf diese Kommunikationskanäle zurück oder sie sehen generell keinen Sinn darin, sich mit der Thematik zu befassen. Dies ist das Ergebnis des neuen Kommunikationsmonitors von BauInfoConsult. Ein Fünftel der Befragten gaben außerdem spontan die Antwort, dass für sie die Datenschutzproblematik der Grund sei, sich den sozialen Netzwerken zu verweigern.

Die Kommunikationsstudie brachte aber auch zum Vorschein, dass diejenigen Bauunternehmen, die Facebook & Co beruflich nutzen, ihre Online-Aktivitäten weiter verstärkt haben. Man sehe demnach, schreibt BauInfoConsult, dass sich die Beschäftigung mit Social Media durchaus rentiert –wenn man sich die Zeit dazu nehmen kann.

Grafik: BauInfoConsult, März 2014

Grafik: BauInfoConsult, März 2014

Bilfinger modernisiert Heizkraftwerk in Lodz

Der Engineering- und Servicekonzern Bilfinger hat einen Großauftrag zur Modernisierung eines Heizkraftwerks des Kunden Dalkia im polnischen Lodz erhalten. Dies gab das Unternehmen am Dienstag dieser Woche bekannt. Durch den Einbau von zwei Dampferzeugern mit schadstoffarmer Feuerung können zukünftig die vorgeschriebenen EU-Emissionsgrenzwerte eingehalten werden. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 60 Millionen Euro, die Arbeiten beginnen im März 2014 und erstrecken sich über zwei Jahre.

Neben Planung und Engineering beinhalten die Leistungen auch Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der Anlagenteile. Durch die Umrüstung erhöht sich die Anlagenverfügbarkeit, die Lebensdauer erreicht wieder die eines Neubaukraftwerks. Zuverlässige und fortschrittliche Technologien von Bilfinger verhelfen dem Kunden Dalkia und der Stadt Lodz zu einer sicheren Wärmeversorgung und zu einer Reduktion von Stickoxid-Emissionen.

Architekten wünschen BIM-Daten von Bauproduktherstellern

Architekten erwarten, dass ihnen BIM-Informationen und 3D-Objekte für das Produktsortiment kostenfrei von den Herstellern von Bauprodukten zugänglich gemacht werden. Dies ist ein Ergebnis aus dem Q4 2013-Bericht des europäischen Architektenbarometers, einer vierteljährlichen Untersuchung unter 1 600 Architekten in acht europäischen Ländern.

Demnach ist durch die zunehmende Bekanntheit und Verwendung von BIM bei Architekturbüros in Europa auch deren Erwartungshaltung an die Hersteller von Baumaterialien und -produkten deutlicher geworden. Die Hersteller sollten BIM auf dem Schirm haben, insbesondere wenn sie wollen, dass ihre Produkte schon in der Frühphase von Großprojekten von der Bauleitung in Betracht gezogen werden. Denn in dieser Phase wird BIM derzeit am meisten verwendet, wie weitere Arch-Vision-Ergebnisse belegen.

Wenn Hersteller sich in Bezug auf BIM einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen wollen, sollten Sie den Architektur-und Ingenieurbüros vor allem durch folgende Aktionen das Leben leichter machen:

  • technische Produktinformationen/Ausschreibungsvorlagen für BIM,
  • freier Zugang zu BIM- Produktinformationen in Open-Source-BIM-Onlinedatenbanken sowie
  • Bereitstellung von 3D-BIM-Objektinformationen für ihr Produktsortiment.

Diese drei Anforderungen wurden in nahezu allen acht Ländern, in denen der europäische Architektenbarometer durchgeführt wird, als Hauptergebnis genannt.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur BIM-relevanten Produktunterstützung führt über die Fähigkeit eines Herstellers in BIM zu konstruieren. Diese Anforderung haben vor allem die deutschen (32%) und niederländischen Architekten (20%) und im geringeren Maße ihre italienischen (12%) und belgischen Branchenkollegen (14%).

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die Mehrheit der Architekten, die BIM verwenden, die BIM-Dokumente am liebsten direkt von der Internetseite des jeweiligen Herstellers herunterladen und dass lediglich die Belgier am liebsten eine allgemeine Plattform/Online.Bibliothek nutzen würden, die BIM-Dokumente von verschiedenen Herstellern sammelt. Es ist jedoch zu erwarten, dass diese Art Plattformen in Zukunft mehr Zulauf bekommen dürfte, sobald mehr Hersteller und eine größere Bandbreite von Bauprodukten dort vertreten sind.

Die Studie wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Polen viermal im Jahr von Arch-Vision durchgeführt. Neben Indikatoren für die Vorhersage des europäischen Bauvolumens wird jedes Quartal ein Thema in den Mittelpunkt gestellt. In Q4 2013 lautete das Thema „Building Information Modeling (BIM)“.

Roboter für die Gebäudereinigung

Mit Kai Kummert hatte ich mich ja schon über Innovationen in der Facility Management-Branche unterhalten. Dabei kamen wir auch auf das Thema Robotik und welche Funktionen und Services die Droiden unter Umständen eines Tages den Menschen abnehmen könnten – auch im Hinblick auf den in der FM-Branche existierenden Kostendruck.

In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Verbundprojekt „Plug & Play für Automatisierungssysteme“ (AutoPnP) wird nun genau an einer solchen Lösung gearbeitet.

Unter Federführung des Fraunhofer IPA in Stuttgart und in Kooperation mit Dussmann Service aus Berlin soll untersucht werden, wie sich eine robotergestützte Reinigung realisieren und möglichst effizient auf andere Roboterplattformen übertragen lässt. Der standardisierte Leichtbauarm, eine Greifhand und ein elektrisches Schnellwechselmodul stammen dabei vom auf Spanntechnik und Greifsysteme spezialisierten Unternehmen Schunk aus Lauffen am Neckar.

Care-O-bot erkennt mit seinen Sensoren den Schmutz und entfernt ihn mithilfe eines speziell dafür angepassten Akkusaugers / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Care-O-bot erkennt mit seinen Sensoren den Schmutz und entfernt ihn mithilfe eines speziell dafür angepassten Akkusaugers / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Der Hintergrund des Vorhabens ist schnell erklärt: 70 Prozent aller bei der professionellen Gebäudereinigung anfallenden Arbeiten betreffen die Reinigung der Böden und die Entsorgung von Abfällen. Der Roboterassistent „Care-O-bot® 3“ soll daher eines Tages gewerblich genutzte Innenräume selbstständig reinigen – sozusagen als mobiler Robo-Butler, wie er auch genannt wird.

Care-O-bot entleert den Papierkorb automatisch in den Sammelbehälter am Reinigungswagen / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Care-O-bot entleert den Papierkorb automatisch in den Sammelbehälter am Reinigungswagen / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Hierfür fährt er zunächst autonom durch offenstehende Büros und inspiziert die Fußbodenflächen. Verschmutzungen werden dabei automatisch erkannt, kartiert und dann mit einem Akkubesen beseitigt. Misslingt der Versuch, weil sich beispielsweise ein getrockneter Kaffeefleck nicht mit dem Akkubesen entfernen lässt, markiert der Roboter die Verschmutzung in seiner Karte und informiert das Fachpersonal.

Mit seiner 3-Finger-Hand nimmt Care-O-bot einen vollen Papierkorb auf / Quelle:

Mit seiner 3-Finger-Hand nimmt Care-O-bot einen vollen Papierkorb auf / Quelle: Dussmann Group/Ecke

Auf Basis von Algorithmen zur Klassifizierung von Objekten kann der Roboter zudem Papierkörbe erkennen. Durch die visuelle Prüfung des Füllstands können diejenigen Papierkörbe identifiziert werden, die der Roboter mit seinem Arm greifen und in einen Sammelbehälter entleeren soll.

Weitere beteiligte Konsortialpartner sind die Fortiss GmbH, die Technische Universität Berlin/DAI-Labor, die Festo AG und die Festo Didactic GmbH & Co. KG.

(mit Material vom Fraunhofer IPA, von Dussman Service und von Schunk)

Marktübersicht CAFM-Software 2014 erschienen

Mit der „Marktübersicht CAFM-Software 2014″ ist ein umfassender Überblick über das deutschsprachige Softwareangebot im Facility Management in Buchform erschienen. Die Publikation hilft, Interessierten den Kreis der geeigneten Anbieter festzulegen. Herzstück der Marktübersicht sind dabei die Datenblätter: Sie zeigen die detaillierten Leistungsprofile aller CAFM-Programme.

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CAFM 2014 Cover / Quelle: GEFMA Deutscher Verband für Facility Management e.V.

Auf jeweils vier Seiten werden neben allgemeinen Anbieter- und Softwareinformationen die Bereiche Anwendungsschwerpunkte, Schnittstellen, Technische Angaben, Bedienung, Visualisierung, Auswertung, Schulung/Support und Kosten dargestellt. Neu hinzugekommen sind zudem spezielle Angaben für Nutzer aus dem kommunalen Bereich. GEFMA-zertifizierte Softwareprodukte sind entsprechend gekennzeichnet.

Die von „Der Facility Manager“ und VALTEQ in Zusammenarbeit mit der GEFMA erstellte Marktübersicht präsentiert die Kennzahlen und Leistungsmerkmale folgender Systemanbieter:
2p-consulting, Arcadis, Archibus, Archikart, AT+C, BFM-KeyLogic, Byron, Cideon, Conject, EBCsoft, eTASK, FaciWare, ICFM, iffm, IMS, InCaTec, INFOMA, Keßler, KMS, kolibri, Loy & Hutz, mohnke, N+P Spartacus, Nemetschek, pit-cup, Planon, Reply, SAP, SMB, sMotive-EuSIS, sonixc, speedikon FM, SynerGIS.

Die enthaltenen Implementierer sind :
AED-Synergis, Ambrosia FM, ARC-Greenlab, Axentris, Basic FM, Begis, Bytes&Building, Drees & Sommer, Ing. Günter Grüner, Intesia Group, Reality Consult.

Die Marktübersicht kann zum Preis von 45,00 Euro (für GEFMA-Mitglieder 20,00 €) inklusive Umsatzsteuer und zuzüglich der Versandkosten bestellt werden. Abonnenten der Fachzeitschrift „Der Facility Manager“ erhalten die Marktübersicht im Rahmen des Jahresabonnements kostenfrei.

CAFM-Anbieter mit Blog

Nach der eTASK Service-Management GmbH und der Conject AG ist nun auch die Planon GmbH mit eigenem Blog online gegangen. Der neue Infokanal läuft unter dem Titel „Facility Management und Real Estate – Innovationen und Technologietrends“. Wir sind gespannt und folgen – begrüßen diese Entwicklung natürlich auch.

Bei der BFM Building + Facility Management GmbH (Key Logic) habe ich zwar keinen Blog gefunden, dafür einen RSS-Feed für die Unternehmensnews. Für mich ist das eine sehr angenehme Abo-Funktion,  die leider wiederum so manchem Blog fehlt. Meine E-Mail-Adresse hinterlasse ich eher ungern, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Frankfurt am Main: Planungsrecht für „Marieninsel“ wird erarbeitet

Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat Ende letzter Woche den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 913 „Taunusanlage 9 bis 11“ gefasst. Damit sollen die planungsrechtlichen Grundlagen für ein Bürohochhaus auf dem Areal der sogenannten „Marieninsel“ erarbeitet werden.

Bürgermeister Olaf Cunitz sagte, mit dem Bebauungsplan wolle die Stadt außerdem die Innenentwicklung zwischen Bankenviertel, Mainzer Landstraße und Taunusanlage verbessern und planungsrechtlich sichern. Zudem solle der öffentliche Straßenraum der Marienstraße erweitert und attraktiver gestaltet sowie der Grünanteil erhöht werden.

Geplanter Hochhausbau Taunusanlage 9/10, Perspektive aus der Mainzer Landstraße, Visualisierung, Entwurf: Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, © Bloomimages/Hochtief Projekt GmbH

Geplanter Hochhausbau Taunusanlage 9/10, Perspektive aus der Mainzer Landstraße, Visualisierung, Entwurf: Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, © Bloomimages/Hochtief Projekt GmbH

Das Plangebiet liegt am nordöstlichen Rand des Bahnhofsviertels und wird durch die Taunusanlage von den Grünflächen der Wallanlage getrennt. Der Bereich südlich wird von dem Hochhaus Taunusanlage 8 und dem überbauten Umspannwerk der Mainova an der Marienstraße eingenommen. Westlich angrenzend stehen moderne Bürogebäude und eine Gründerzeitvilla. Das Gebiet ist heute nahezu vollständig bebaut.

Die bestehende Bebauung auf den Grundstücken Taunusanlage 9 und 10 soll abgerissen und neu bebaut werden. Das ertüchtigte Hochhaus Taunusanlage 11 soll in seinem Bestand mit einer maximalen Höhe von 75 Metern planungsrechtlich gesichert werden und an der Mainzer Landstraße Erweiterungsmöglichkeiten erhalten.

Zur Findung einer qualitativ hochwertigen Bebauung wurde bereits im September 2013 von dem Unternehmen Hochtief Projektentwicklung GmbH ein konkurrierendes Architektenauswahl-Verfahren durchgeführt und abgeschlossen. Als erster Preisträger ging der Entwurf der Architekten Thomas Müller, Ivan Reimann aus Berlin hervor.

In der Fortschreibung 2008 des Hochhausentwicklungsplans war an dem Standort noch eine maximale Höhe von 210 Metern für das Hochhaus vorgesehen, die der Projektentwickler allerdings nicht realisieren will. Das städtebauliche Konzept beinhaltet nun ein rund 150 Meter hohes Hochhaus, das sich mit der breiten Gebäudeseite zur Taunusanlage hin orientiert und die Bauflucht vom Nachbargebäude Taunusanlage 11 aufnimmt.

Ein Sockelgebäude von sechs bis acht Vollgeschossen entlang der Marienstraße wird in der Weiterführung zur Mainzer Landstraße durch ein 10-geschossiges Gebäude akzentuiert und schließt damit den Blockrand – mit Ausnahme an der westlichen Marienstraße. Hier ist ein öffentlich zugänglicher, baumbestandener Platz vorgesehen, der durch im Erdgeschoss angesiedelte öffentliche Nutzungen wie ein Café oder Gastronomie belebt werden soll. Die Erschließung der zukünftigen Bebauung soll sich an der südlichen Marienstraße konzentrieren, um den neuen Platz weitgehend vom Verkehrslärm zu entlasten.

Das Gebiet soll planungsrechtlich als sogenanntes Kerngebiet (MK) festgesetzt werden, in dem vorwiegend Handelsbetriebe, Gastronomie und zentrale Einrichtungen der Wirtschaft und der Verwaltung sowie Wohnungen angesiedelt sein können. Die zulässigen Gebäudehöhen variieren zwischen circa 155 Metern an der Taunusanlage und circa 41 Metern an der Mainzer Landstraße.

Der nachzuweisende Wohnanteil ist im weiteren Verfahren zu quantifizieren und in geeigneter Weise zu sichern. Das Areal ist sehr gut durch öffentliche Verkehrsmittel angebunden: Die S-Bahnstation Taunusanlage liegt in unmittelbarer Nähe. Eine Verbesserung der Grünstruktur soll durch Neuanpflanzungen von Bäumen in der Marienstraße und der Taunusanlage sowie durch Dachbegrünungen erfolgen.