Ausstellungen: Mies van der Rohe Award 1988–2013 und DAM Preis für Architektur in Deutschland 2013

Im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt am Main eröffnete am 8. Februar die Ausstellung „Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur – Mies van der Rohe Award 1988–2013„. Noch bis zum 20 April 2014 können sich Architekturinteressierte und -begeisterte dort nicht nur alle Gewinnerprojekte der vergangenen 25 Jahre ansehen, sondern auch die Modelle und Tafeln der aktuellen Preisträger, die der Finalisten sowie eine engere Auswahl von 34 Projekten.

Henning Larsen Architects mit Batteríið Architects und Studio Olafur Eliasson: Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa, Reykjavik\Island © Foto: Nic Lehoux

Henning Larsen Architects mit Batteríið Architects und Studio Olafur Eliasson:
Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa, Reykjavik\Island /
© Foto: Nic Lehoux

Der Mies van der Rohe Preis (Preis der europäischen Union für zeitgenössische Architektur) ist ein renommierter europäischer Architekturpreis. Der seit mittlerweile 25 Jahren verliehene Preis kürt alle zwei Jahre hochkarätige Architektur von kultureller Bedeutung und lobt herausragende Beiträge zur modernen Stadtentwicklung. Die Liste der weltberühmten Preisträger umfasst Namen wie David Chipperfield, Rem Koolhaas oder Zaha Hadid.

2013 wählte die internationale Jury unter 335 nominierten Projekten aus 37 europäischen Ländern das Konzerthaus und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik/Island von Henning Larsen Architects mit Batteríið Architects und Studio Olafur Eliasson. Die Emerging Architect Special Mention geht an Langarita-Navarro Arquitectos mit dem Projekt der Red Bull Music Academy. Unter den Finalisten fanden sich darüber hinaus Arbeiten von BIG Bjarke Ingels Group, Aires Mateus Arquitectos, Marie-José Van Hee architekten und Jürgen Mayer H.

Die wesentlichen Zielsetzungen des „European Union Prize for Contemporary Architecture – Mies van der Rohe Award“ sind die Anerkennung und Auszeichnung von Exzellenz im Bereich Architektur sowie auf die wichtigen Beiträge europäischer Architekten im Hinblick auf die Entwicklung neuer Ideen und Technologien aufmerksam zu machen. Der Architekturpreis und die „Emerging Architect Special Mention“ als besondere Anerkennung werden alle zwei Jahre für Arbeiten verliehen, die in den vorangegangenen zwei Jahren fertiggestellt und in Ländern umgesetzt wurden, die vom Kulturprogramm der Europäischen Union abgedeckt werden.

Auf diese Weise bietet der Preis sowohl Einzelpersonen als auch öffentlichen Institutionen die Möglichkeit, ein tieferes Verständnis der kulturellen Bedeutung der Architektur für die Struktur unserer Städte zu erlangen. Es gibt überdies zwei maßgebliche Gründe für den Architekturpreis: Es soll eine größere Mobilität von Architekten innerhalb der gesamten Europäischen Union erreicht und junge Architekten am Beginn ihrer Karriere unterstützt werden.

Die Kandidaten für den Preis werden von einer breit gefächerten Gruppe von unabhängigen Sachverständigen aus ganz Europa, Verbänden, die Teil des Architects’ Council of Europe (ACE) sind und anderen nationalen Architektenvereinigungen aus Europa sowie den Mitgliedern des Beratungsausschusses vorgeschlagen.

Für die alle zwei Jahre stattfindende Auszeichnung werden zwei Projekte ausgewählt: eines, das den Preis erhält, und eines, das die besondere Anerkennung in Form der „Emerging Architect Special Mention“ zugesprochen bekommt: beide als Anerkennung für ihre konzeptionelle, technische und bauliche Qualität. Die Jury wählt überdies eine Reihe von Arbeiten aus der engeren Auswahl aus, die dann in die Ausstellung und den sie begleitenden Katalog aufgenommen werden.

Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 60.000 Euro und 20.000 Euro für die besondere Anerkennung dotiert. Neben den Preisgeldern erhalten die Gewinner überdies eine von dem katalanischen Künstler Xavier Corberó entworfene Skulptur, die von den Stützen des Mies van der Rohe Pavillons inspiriert ist, der zugleich Symbol des Preises ist und eine der bedeutendsten Architekturleistungen des 20. Jahrhunderts darstellt.

Parallel dazu zeigt das Deutsche Architekturmuseum auch noch die Ausstellung „DAM Preis für Architektur in Deutschland 2013 – Die 22 besten Bauten in/aus Deutschland„. Diese Schau ist noch bis zum 11. Mai 2014 zu sehen.

LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei: Kunstmuseum Ravensburg © Foto: Roland Halbe 2012

LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei: Kunstmuseum Ravensburg /
© Foto: Roland Halbe 2012

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