Volksbegehren über den Erhalt des Tempelhofer Feldes kommt

Die Berliner Bürgerinnen und Bürger dürfen in einem Volksbegehren darüber entscheiden, was mit dem Tempelhofer Feld passiert.

Wie die Landesabstimmungsleiterin, Dr. Petra Michaelis-Merzbach, heute bekannt gab, wurden für das Volksbegehren 185 328 gültige Stimmen abgegeben. Notwendig wären 174 117 gültige Zustimmungserklärungen gewesen, sieben Prozent der insgesamt 2.487.385 stimmberechtigten Personen.Insgesamt waren 237 063 Stimmen am 13. Januar 2014 eingereicht worden.

Damit wird einmal mehr deutlich, wie wichtig und entscheidend die Mitnahme der Bevölkerung bei Bauvorhaben inzwischen ist – welchen Stellenwert auch Kommunikation hat.

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Den Antragstellern geht es darum, dass das Land Berlin auf eine Veräußerung, Bebauung und Teilprivatisierung des Tempelhofer Feldes verzichtet. Der Raum soll der Öffentlichkeit weiterhin in seiner Gesamtheit und ohne dauerhafte Einschränkungen zur Verfügung stehen. Außerdem soll das ehemalige Flugfeld des innerstädtischen Flughafens auch zukünftig der Freizeit und Erholung dienen. Es soll in seiner Funktion als innerstädtisches Kaltluftentstehungsgebiet fungieren und als Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschützt werden. Nicht zuletzt werde dabei der Ort in seiner Bedeutung als historischer Ort und als Ort des Gedenkens erhalten.

Das Land Berlin, vertreten von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, plant hingegen eine Teilbebauung auf dem ehemaligen Flugfeld. Rund 230 Hektar sollen als Parkfläche erhalten bleiben, Flora und Fauna so geschützt werden. An den äußeren Rändern sollen 4 700 Wohnungen und ca. 7 000 Arbeitsplätze geschaffen werden – auf etwa 50 Hektar. Das Land Berlin begründet sein Vorhaben unter anderem damit, dass durch eine Nicht-Bebauung an diesem Ort bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ein langfristiger volkswirtschaftlicher Schaden von 298 Millionen Euro entstehe.

Bild: Blick über die Landebahn nach Neukölln / Tempelhof Projekt GmbH, www.tempelhoferfreiheit.de

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