Strategisches Facility Management steigert Produktivität am Arbeitsplatz

Facility Manager auf der ganzen Welt stehen vor ähnlichen Herausforderungen wenn es darum geht, Facility Management (FM) als strategische und zentrale Geschäftsfunktion in den Unternehmen zu positionieren. Dies ist das Ergebnis einer von der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) in Auftrag gegebenen Studie, die letzte Woche in Washington D.C., USA, veröffentlicht wurde.

Die Verfasser der Studie, das Occupiers Journal, zeigen auf, dass das Strategiedefizit in den Bereichen Geschäftsführung, Ausbildung und Unternehmensstruktur in Verbindung mit einer nicht vorhandenen „FM-Marke“ zu Wachstumsstagnation und Demotivation junger Arbeitskräfte führt. Dies schränkt die Effizienz von Unternehmen ein, die sich an den im Wandel begriffenen Arbeitsmarkt anpassen müssen.

Kosteneinsparungen und der Mangel an langfristigen Investmentstrategien würden derzeit dazu führen, dass zukünftige Veränderungen der Arbeitsplatzgestaltung, -kultur und -strategie vernachlässigt würden.

Die Studie baut auf den Ergebnissen der Untersuchung „Raising the Bar: Enhancing the Strategic Role of Facilities Management (Phase I)“ aus dem Jahr 2012 auf. Schon damals hieß es: Richtig eingesetzt, kann Facility Management ein wertvoller strategischer Aktivposten in den Unternehmen sein; FM solle zudem nicht als Cost-Center gesehen werden, sondern viel eher als wichtiger Beitrag zur Produktivität und Leistung des Kerngeschäfts. Daher müsse das FM in der Chefetage angesiedelt und in alle Unternehmensbereiche strategisch mit einbezogen werden.

Die aktuelle Studie greift diese Empfehlungen auf. Zudem wurden Facility Manager auf sechs Kontinenten in 12 Städten befragt (12 City Roundtables). Dabei wurden „Ein Dutzend Herausforderungen“ herausgearbeitet, dem „Ein Dutzend Empfehlungen“ für das Facility Management gegenüber stehen.

Eine der zentralen Aussagen der Befragten zeigt, dass FM-Verantwortliche mit der Unternehmensführungsebene zusammenarbeiten sollten, um ein Profil für das Facility Management zu erarbeiten und eine „FM-Marke“ zu schaffen. Außerdem sollten berufliche Standards und Karrieremöglichkeiten aufgezeigt werden, um die Rolle des FM zu unterstreichen.

Paul Carder, Managing Director Occupiers Journal: „Sowohl Branchenvertreter als auch Unternehmen sind sich einig, dass das Facility-Management strategisch ausgerichtet sein muss. Heutzutage verwendet der durchschnittliche Facility Manager über 50 Prozent seiner Zeit damit ‚Alltagsaufgaben‘ zu erledigen. Weniger als 20 Prozent entfallen auf Strategie und Planung. Das muss sich ändern, wenn das FM sein volles Potenzial entfalten soll.“

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