Sicherheit hört nicht an der Eingangstüre auf – und sie hat ihren Preis

Die vergangenen Monate mit den Enthüllungen rund um die Spionage- und Überwachungsaktivitäten der NSA haben gezeigt, wie offen sichergeglaubte Infrastrukturen und Daten tatsächlich sind. Daher ist es nur allzu logisch, dass in diesem Zuge das Sicherheits- und Schutzbedürfnis nochmals erheblich an Bedeutung gewonnen hat – für ganze Staaten, deren Bürger und für Unternehmen. Ging es bis dato für letztere dato vor allem lediglich um physische Zutritts- und Zugangskontrollen, erwachsen für die Akteure nun ganz neue Herausforderungen, internes Know-how vor externen Zugriffen und Spionage zu schützen.

Auch im öffentlichen Raum, der früher fast ausschließlich von staatlichen Behörden wie der Polizei oder dem Bundesgrenzschutz gesichert wurde, haben die Sicherheitsanforderungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Ob auf öffentlichen Kundgebungen, bei sportlichen oder kulturellen Großereignissen in Stadien und Arenen, an infrastrukturellen Knotenpunkten wie Flughäfen und Bahnhöfen oder in Versorgungsbereichen wie Kraftwerken und Transportnetzen – verschiedene Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit zeigten, dass die mannigfaltigen Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden müssen, weil die bisherigen Akteure mit der Häufigkeit und Komplexität der sicherheitsbedingten Einsätze überfordert zu sein scheinen.

Neue Aufgaben – neue Akteure

Dieses Vakuum wird inzwischen vermehrt auch durch private Sicherheitsdienstleister gefüllt, die anderen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern Mitarbeiter und Know-how zur Verfügung stellen. Dies geschieht nicht ausschließlich auf personeller, sondern immer häufiger auch auf technischer Ebene. Sie sind in der Lage, ihren Kunden umfassende und individuelle Sicherheitskonzepte anzubieten, bei denen Mensch und unterstützende Technik effizient zusammenwirken. Diese Symbiose wird kundenseitig künftig noch stärker nachgefragt werden und bietet den Security-Service-Unternehmen damit ganz neue Aufgabenbereiche.

Mindestlohn unterstützt die Arbeit der Anbieter

Nutzen und Preis dieser Dienstleistungen stehen jedoch nur selten in einem angemessenen Verhältnis. Dies zeigt das im 2013 von Lünendonk publizierte Whitepaper „Security 2013 – Der Wert privater Sicherheitsdienstleistungen“. Darin schildern Vertreter der Sicherheitsbranche, dass die geleisteten Security Services häufig nicht die gewünschte Würdigung durch den Kunden und die Gesellschaft erfahren.

„Für die Dienstleister besteht eine der größten Herausforderungen darin, den tatsächlichen Nutzen der Sicherheitsleistungen adäquat in das Zentrum zu rücken und ihre Service Excellence gegenüber Kunden gebührend einzupreisen“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH. Die Prävention von Schäden, die Vermeidung von Betriebsunterbrechungen und Schadenfolgekosten oder die Deeskalation in Gefahrensituationen im öffentlichen Raum seien für die Kunden von Sicherheitsdienstleistungen jedoch nur schwer kalkulierbar.

Security_Grafik_Mindestlohn

Die seit einigen Jahren geltenden Mindestlöhne haben die Arbeit der Dienstleister zuletzt unterstützt und die Services auch preislich aufgewertet. Allerdings variieren diese von Bundesland zu Bundesland in ihrer Höhe und liegen teilweise unter dem zurzeit in Berlin diskutierten flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro. Die aktuelle Lünendonk-Studie 2013 „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“ zeigt jedoch, dass auch dieser für die meisten Dienstleister der Branche zu wenig wäre. Die Anbieter halten im Westen durchschnittlich 9,40 Euro für angemessen, im Osten sprechen sie sich für 8,90 Euro aus.

Weitere Informationen:
Das 36-seitige Whitepaper „Security 2013 – Der Wert privater Sicherheitsdienstleistungen“ mit Daten, Fakten und Grafiken sowie der Zusammenfassung eines Experten-Round-Tables steht auf www.luenendonk.de kostenlos zum Download zur Verfügung.

Grafik: Lünendonk ® -Studie 2013 „Führende Sicherheitsdienstleister in Deutschland“, Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, Januar 2014

 

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