Hamburgs Türme tanzen weiter

Die Tanzenden Türme, eine Projektentwicklung der Strabag Real Estate GmbH (SRE) im Hamburger Stadtteil St. Pauli, haben vom U.S. Green Building Council (USGBC) das Gold-Zertifikat nach dem „LEED for Core & Shell“-System erhalten. Das Büroensemble am Beginn der Reeperbahn punktete mit seiner innovativen und energieeffizienten Bauweise sowie dem schonenden Umgang mit Ressourcen. Bereits im September 2012 hatte das Projekt das LEED-Vorzertifikat in Gold erhalten.

Strabag-TanzendeTuerme

Eine Betonkernaktivierung sorgt in den Tanzenden Türme zu jeder Zeit für ein angenehmes Raumklima im Gebäude. Das System senkt zum einen die Heizkosten im Winter beträchtlich, zum anderen hält es die Räume in den Sommermonaten auch ohne Klimaanlage auf angenehmer Temperatur. Darüber hinaus schützt eine automatisierte, windstabile Sonnenschutzvorrichtung die Räume zusätzlich vor Überhitzung in den warmen Monaten. Dennoch können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle Fenster in den Tanzenden Türmen manuell öffnen – selbst in den obersten Stockwerken. Dieser Verzicht auf eine Vollautomatisierung war und ist gewollt: Denn das Gebäudekonzept geht davon aus, dass Nachhaltigkeit auch bedeutet, den Nutzerinnen und Nutzern die individuelle Steuerung ihres Wohlbefindens zu ermöglichen.

Das gesamte Gebäude wird über Fernwärme versorgt, die zu einem hohen Anteil aus regenerativen Energiequellen produziert wird, wodurch der Ressourcenbedarf der Tanzenden Türme sinkt. Auch die Aufzugsanlage fügt sich in das nachhaltige Konzept der Immobilie ein: Wird ein Aufzug gerufen, wählt ein Computersystem automatisch den am nächsten liegenden vor und schickt die reservierte Kabine zum Fahrgast. Das vermeidet nicht nur unnötige Fahrten und senkt so den Energiebedarf, sondern bringt die Fahrgäste auch schneller an ihr Ziel.

Für zwei Immobilienpreise nominiert
Die Projektentwicklung Tanzende Türme ist außerdem für zwei der renommiertesten Immobilienpreise nominiert. Das Ensemble mit der spektakulären Fassade zog beim MIPIM-Award in der Kategorie „Best Office & Business Development“ ins Finale ein. Damit sind die Tanzenden Türme, die seit April 2013 das neue Entree zu Hamburgs Reeperbahn bilden, eins von in diesem Jahr nur zwei deutschen Projekten beim gesamten Wettbewerb. Auch die Jury des immobilienmanager.AWARD hält die Tanzenden Türme für preisverdächtig und nominierte das Ensemble in der Kategorie „Projektentwicklung Neubau“.

Das von der Ed. Züblin AG nach einem Architekturentwurf von BRT Bothe Richter Teherani errichtete Gebäudeensemble ist einem Tango tanzenden Pärchen nachempfunden. Es vereint die Nutzungen Büro, Gastronomie, Musik-Club und Hotel. Der Clou ist die ungewöhnliche Fassade: Die beiden rund 90 m hohen Türme knicken in unterschiedlichen Höhen ab. Der Südturm mit 24 Stockwerken ist in der 7. Etage geknickt, der Nordturm mit 22 Stockwerken hat im 17. Geschoss einen Gegenknick.

Der MIPIM-Award wird während der gleichnamigen Immobilienmesse am 13. März in Cannes, der immobilienmanager.AWARD im Rahmen einer feierlichen Gala am 20. Februar in Köln verliehen.

Bild: STRABAG Real Estate GmbH

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