Bau- und Immobilienbranche fordert starke personelle Verankerung im Ministerium

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) sprachen sich letzte Woche in einer gemeinsamen Mitteilung dafür aus, einen beamteten Staatssekretär für Bau- und Immobilienthemen in das Umweltministerium zu berufen.

Die Präsidenten der beiden Verbände betonten, dass im Verlauf der Legislaturperiode wichtige Aufgaben anstünden, wobei dass Bauen und Wohnen nicht allein auf Umweltthemen reduziert werden solle und dürfe. Zudem seien mit der im Koalitionsvertrag angekündigten Einführung einer Mietpreisbremse und der Beschränkung der Modernisierungsumlage Gesetzesvorhaben geplant, die die Bau- und Immobilienwirtschaft empfindlich treffen würden.

Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Copyright-Hinweis: Bundesregierung/ Sandra Steins

Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
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Vor diesen Hintergründen, die enorme Auswirkungen auf den Wohnungsbau haben könnten, sei es essentiell, das Thema Bau im neuen Ministerium auch personell stark zu verankern. Der neue beamtete Staatssekretär solle möglichst bald das Gespräch mit der Branche zu den genannten Themen aufnehmen.

Die Mietpreisbremse birge die Gefahr, so HDB und ZIA, dass Investoren in Zukunft den deutschen Mietwohnungsmarkt meiden. Das könnte sich negativ auf den Neubau und damit auch auf die angespannte Lage auf den Wohnungsmärkten einiger Großstädte auswirken.

Und durch die Reduzierung der Modernisierungsumlage würden die Bauwirtschaft und das Handwerk aufgrund einer daraus folgenden zurückgehenden Investitionsneigung leiden. Aus Sicht der Bau- und Immobilienwirtschaft solle weiterhin gelten: Wer seine Wohnungsbestände umfassend ertüchtigt, muss auch dauerhaft von der damit verbundenen Wertsteigerung profitieren können.

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